Bestes Wetter bei der Produktpräsentation im schottischen Archerfield.
© Hennies
Von Detlef Hennies
Es geht tatsächlich immer noch ein bisschen besser, höher, weiter, leichter, präziser, schöner… Allein diese Auflistung zeigt schon, wie anspruchsvoll die Arbeit von Schlägerbauern- und -designern geworden ist. Titleist gehört dabei zu den Firmen mit den höchsten Ansprüchen – an sich selbst und seine Kunden. Der 2010er-Jahrgang macht da keine Ausnahme, denn Titleist kommt in diesen Wochen mit nochmals verbessertem Material in die Proshops. Die AP2-Eisen, die 2008/2009 die Nr. 1 auf der US-Tour waren, versprechen noch mehr Gefühl und bessere Spielbarkeit. Bei den kurzen Eisen zum Beispiel sorgt ein reduzierter Bounce für eine verlässlichere Führung des Schlägers; dank der Dynamic Gold Schäfte merkt man intensiver, wie sauber man die Kugel getroffen hat („Feedback“).
Bei den AP1-Eisen sorgen ein niedrigerer Schwerpunkt und eine um 1,3 Millimeter dünnere Schlagfläche dafür, dass nicht optimal getroffene Bälle fast optimal starten. Was auch bedeutet: Mit den AP-Eisen zielt Titleist nicht nur auf erstklassige, sondern auch auf ambitionierte Golfer bis Handicap 15. Oder, wie es bei den Amerikanern heißt, auf „avid to skilled golfer“.
Die Zielgruppe, auf die Cobra (gehört wie Titleist zur Acushnet-Gruppe) setzt, beginnt ungefähr bei Handicap 6 mit klarer Tendenz zu den zweistelligen Nummern. Dabei können die neuen S2-Eisen durchaus zur Einstelligkeit verhelfen, weil sie mehr Länge, Gefühl und Genauigkeit versprechen. Die Ingenieure haben intensiv auch am Klang des Schlägers im Treffmoment gearbeitet. Wohl wissend, wie wichtig ein guter Sound heute ist. Für gute Golfer, die sich noch nicht an ein schlankes Blade wagen, gibt es auch eine geschmiedete Version (S2 Forged Iron).
Was ist mit ’nem Driver? Gute Frage, klare Antwort: Cobra bringt den ZL, was für „Zero Limits“ steht. Tatsächlich ist der ZL vorrangig auf Länge ausgelegt, wobei drei unterschiedliche Kopfstellungen (offen, neutral, geschlossen) und der Voodoo-Schaft von Aldila helfen sollen. Wir haben das neue Material bei der Präsentation im schottischen Archerfield mit Hingabe getestet. Es ging tatsächlich ein bisschen besser, leichter, weiter… meistens jedenfalls.