Traumauftakt mit Wasser und Sand: Die C1

Golfclub an der Pinnau: Ins rechte Licht gerückt

Früher war es Comedystar Mike Krüger, der im Golf Club an der Pinnau im bekannten HamburgerSpeckgürtel für Aufsehen sorgte. Heute sind es die Löcher von David Krause, die für rund 1,8 Millionen Euro die Anlage in neuem Glanz erscheinen lassen

Clubstory an der Pinnau.

Blick auf Bahn 3 im GC an der Pinnau.

Was haben Uwe Seeler, Pascal Hens und Mike Krüger gemein? Richtig, sie sind prominent und viel wichtiger: Sie spielen Golf. Alle haben sie hier bereits die kleine weiße Kugel über Fairways und Rough gefeuert. Der eine als Greenfeespieler oder Besucher, der andere als waschechtes Mitglied und Ortsansässiger. Mike Krüger war hier, im Golf-Club An der Pinnau, nördlich der Hansestadt in Quickborn-Renzel, sogar mal als Mitglied für die Jungseniorenmannschaft aktiv. Mittlerweile ist er im Golfclub Hamburg Walddörfer untergekommen ein konsequenter Schritt, war doch die einstige Supernase vor Jahren von seinem Heimatort Quickborn in die Hamburger City gezogen. Schade für Mike, denn seit diesem Jahr ist hier An der Pinnau nichts mehr so, wie es einmal war!

Der Club am gleichnamigen Nebenfluss der Elbe ist längst nicht mehr nur eine mittelmäßige 18-Löcher-Anlage im Umland von Hamburg. Spätestens seit seiner Erweiterung auf 27 Bahnen spielt er in einer höheren Liga. Krause sei Dank! Der kanadische Golfplatz-Architekt war von der Pike an dabei, als Ende 2008 das 1,8 Millionen Euro teure C-Kurs-Projekt in Angriff genommen wurde. In nur zwei Jahren ist ein echter Krause entstanden mit drei Par 5, drei Par 4 und drei Par 3 Löchern, die sportlich ihre Spieler auf die Probe stellen und landschaftlich zu den schönsten im Speckgürtel gehören.

Die neun offenen Bahnen (3.001 m, von gelb) sind untereinander wunderbar einsehbar, bieten unterschiedliche Spielmöglichkeiten zum Grün und werden von hohen Festuca-Schaf-Schwingel-Gräsern umgeben, die dank der Trockenperiode im Juli gold-rötlich in der Sonne schimmern. Die Bunker sind typisch Krause schön sportlich platziert, die Cuts sorgfältig in sauberen Stufen herausgemäht und die teilweise erhöhten Grüns großzügig und zielfreundlich angelegt. Spielerisch wurde die Gesamtphilosophie des Designers leichtes Bogey, schweres Par eins zu eins auf die neun, ab Hcp 36 gut zu spielenden Bahnen übertragen auch wenn das GOLFmagazin öfter schwere Bogeys rettete, als an leichten Pars zu kratzen. Einziges Mini-Manko: Die Bereiche um die Abschläge und Fairways des auf 34 Hektar erbauten Platzes sind Neuanpflanzungen und noch nicht ausreichend eingewachsen. Das braucht noch gut zwei Jahre, prognostiziert Christoph Lampe, Geschäftsführer, 32, HCP 8, nach einer kurzen Gedankenpause.