Von Detlef Hennies
Wie viel Golf verträgt ein Land, das ein Tal ist? Oder: Kann sich das niederbayerische Rottal, in dem sich Bad Griesbach mit fünf 18-Löcher-Plätzen als eine der besten Golfadressen Europas etabliert hat, noch einen Platz erlauben?
Birnbach ist dieses neue Bad in der Menge der umliegenden Golfclubs, zu dem zum Beispiel der Rottaler Golf & Country Club im nahen Hebertsfelden gehört. Was also hat der Bella Vista Golfpark Bad Birnbach, was die anderen nicht haben? Zunächst - die Lage, die Lage, die Lage! Dicht am sogenannten Zentrum des lieblichen Bad Birnbachs und auf einem geneigten, sattgrünen Gelände. Rechts ziehen sich ein paar Spielbahnen nach oben, links räkelt sich die große sauber präparierte Range. Davor gibt es eine Art Supermini-Golf mit großen, weißen Bollern (Lampen) - das muss das Reich der Kinder sein. Ein sehr nettes, mit angedeuteten Wasserhindernissen, Bunkern und sogar einem Rough aus millimeterhohem Kunstrasen, in dem man den Ball fallenlassen darf.
Hier gibt es klar definierte Regeln, so dass die "spiel!Golf"-Anlage auch für Erwachsene taugt, die noch nie einen Golfschläger in der Hand hatten. Das Greenfee für die 18 Bahnen (8 bis 15 Meter kurz)kostet fünf Euro pro Tag, inklusive der Leihschläger! Einziger Nachteil: das "spiel!Golf"-Gelände ist von der Straße nur durch einen Fahrradweg getrennt. Da sollte man auf ganz junge Tester ganz gut aufpassen. Auf der Driving Range dagegen ist nahezu Platz ohne Ende, und eine langgestreckte Hütte mit Einzelboxen garantiert trockene Schläge(r) auch bei Dauerregen. Immer im Blick liegen dabei die zwischen 80 und 100 Meter langen neun Bahnen des Kurzplatzes, die sich in einem großen Halbkreis an der Range entlangziehen und auf verlockende Weise klarmachen, wohin die ganze Arbeit mit und ohne Pro führen soll - auf die Grüns, und dort dicht an die Fahnen.