Einer der längsten Golfplätze der Welt
Aushängeschild ist seit gut eineinhalb Jahren der Nord-Course. Mit 7.208
Metern einer der längsten Golfplätze der Welt. Und mit einem
CR-/Slopewert von 78,5/150 von den hinteren Tees der schwerste Platz in
Deutschland. Länge und das Element Wasser sind die größten
Herausforderungen des Nord-Course. Die im Spiel befindliche Wasserfläche
umfasst in Summe 15 Hektar. Wer also für 2010 noch auf der Suche nach
der ultimativen golferischen Herausforderung ist, der sollte ins
niedersächische Winsen fahren und sich mit dem Nord-Course der
Golfanlage Green Eagle messen. Der wird dann sicherlich auch
feststellen, dass dieses Monster nicht ganz frei von Schwächen ist. So
mangelt es dem Platz an Harmonie, Front und Back Nine sind nicht
wirklich eine homogene Einheit. Was sich in einer Differenz von knapp
1.000 Metern und einem Par 35 zu Par 38 ausdrückt. Sechs Par 5- Löcher
sind grundsätzlich in Ordnung, nur sollten sie im gleichen Verhältnis
auf Front und Back Nine aufgeteilt sein.
Also, nicht schon zur Halbzeit in all zu große Euphorie ausbrechen -
das dicke Ende kommt noch. Auf den Back Nine gibt es kein Loch zum
Erholen. Allenfalls die 17 (Par 3, 137/116 m) könnte für kurzfristige
Entspannung sorgen. Steht die Fahne allerdings ganz links (siehe großes
Foto links) ist der Stress schon wieder vorprogrammiert. Die 17 und 18
(Par 5, 551/473 m) sind in Sachen Strategie, sportlichem Anspruch und
optischem Reiz das aktuell vielleicht stärkste Schlussduo im deutschen
Golf.
Neben der Länge und den opulenten Wasserhindernissen sind die
Grünondulierungen ein echtes Kriterium. Bei einigen Grüns (4, 6, 7) hat
es der überaus talentierte Selfmadearchitekt Blesch aber leider
übertrieben. Nicht nur, dass einige Putts nahezu unspielbar bzw.
unlochbar sind, vielmehr ist es bedauerlich, dass er sich durch die
extremen Neigungen in der Anzahl der Fahnenpositionen limitiert hat. Auf
manchen Grüns wäre weniger mehr gewesen.