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Reise Schleswig-Holstein: Das grosse Nordsee-Special

 Ein Markenzeichen von Sankt Peter-Ording sind die Pfahlbauten am kilometerlangen Strand, die bei Flut in der Nordsee stehen.


Ein Markenzeichen von Sankt Peter-Ording sind die Pfahlbauten am kilometerlangen Strand, die bei Flut in der Nordsee stehen.

Timmendorfer Strand statt Tegernsee, Sylt statt Schwarzwald, Ost- und Nordseestrand statt Allgäu und Alpen. Der Norden Deutschlands wird als Reiseziel bei den Bundesbürgern immer beliebter. Während süddeutsche Urlaubsziele in Bayern und Baden-Württemberg im vergangenen Jahr an Bedeutung verloren haben, zog es deutlich mehr Touristen an Nord- und Ostsee. Dies geht auch aus der Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervor, für die mehr als 4.000 Deutsche zu ihrem Reiseverhalten befragt wurden.

„Den Wettkampf Meer gegen Berge haben im vergangenen Jahr eindeutig die norddeutschen Urlaubsorte gewonnen“, bestätigt Ulrich Reinhardt, der Leiter der Stiftung. An der Nordsee zum Beispiel verbrachten 6,2 Prozent der deutschen Urlauber ihren Haupturlaub. In den Schwarzwald oder an den Bodensee hingegen reisten nur drei Prozent. In den Jahren zuvor war das Verhältnis noch umgekehrt.

Der neue Trend bzw. das veränderte Reiseverhalten liegt zum einem an dem etwas günstigeren Preisniveau im Norden, aber auch an den zahlreichen Investitionen, die die Seebäder in Schleswig-Holstein deutlich attraktiver gemacht haben.

An erster Stelle ist hier Sankt Peter-Ording, kurz SPO, zu nennen. Dort, wo einst Kurgäste in Ballonseide vor Waschbeton das Promenaden-Bild prägten, sind in erster und zweiter Reihe coole, trendige, moderne Hotels (siehe Extrakasten), Restaurants und Cafés entstanden, die von Surfern in Flip-Flops und bunten Mützen auf dem Kopf besucht werden. SPO ist zu einem Hotspot an der Nordsee geworden und ist längst nicht mehr eine reine Sommer-Destination. Beispiel Dezember: Im Jahr 2013 stieg die Zahl der Übernachtungen im Dezember in SPO um mehr als 15 Prozent und 2014 legte der Dezember noch einmal um 5,7 Prozent zu. Sonne und Sand ist nicht mehr alles, SPO kann mittlerweile auch Wellness (öffentliche Dünentherme angeschlossen ans Hotel Strandgut) und Kulinarik.

Nachholbedarf haben sie auf der Eider-Halbinsel noch beim Thema Golf. Die Anlagen des Nordsee-Golfclub St. Peter-Ording und GC Deichgrafenhof verfügen über je nur neun Löcher, wobei der Deichgrafenhof in der Gemeinde Tating eher als Kurzplatz (sechs Par 3-Löcher, zwei Par 4-Löcher, ein Par 5) durchgeht.