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Reise Mauritius Teil 2: Wasserspiele im Paradi(e)s

Schöner kann ein Golfresort kaum liegen: Der exklusive Paradis Hotel & Golf Club zählt zu den beliebtesten Urlaubs-zielen im Indischen Ozean. Wir machten einen Abstecher an die Südwestküste von Mauritius und entdeckten drei sagenhafte Hotspots für Golfer.

Gut geschützt von hohen Berghängen, zehrt Mauritius’ Südwestküste von zahlreichen Sonnenstunden und überwiegender Windstille. In Begleitung unseres mauritischen Fremdenverkehrsführers Yudex Permallo (47) überqueren wir die hohe, sattgrüne Bergwelt des Landesinneren, vorbei an weitläufigen Zuckerrohr- und Teeplantagen. An den Linksverkehr muss man sich auch als Beifahrer gewöhnen – besonders an den schmalen Kurven der Berghänge. Serpentinen führen uns hinab an den flachen Küstenstreifen, wo weiße Sandstrände, schicke Resorts und drei atemberaubende Golfanlagen auf unserer Reiseroute liegen.

Wir steuern das vermutlich bekannteste Golfresort auf Mauritius an. Seit im Jahr 2004 der Fernsehfilm „Das Traumhotel: Verliebt auf Mauritius“ mit den Schauspielern Christian Kohlund und Ruth-Maria Kubitschek ausgestrahlt und mehrfach wiederholt wurde, ging der Bekanntheitsgrad der beiden Beachcomber-Resorts Dinarobin Hotel Golf & Spa und Paradis Hotel & Golf Club rasant in die Höhe.

Der Name „Traumhotel“ hätte nicht besser gewählt werden können. Die beiden exklusiven Resorts, in denen die 90-minütige Liebesschnulze einst gedreht wurde, liegen auf einem paradiesischen Fleckchen des Landes. Mittelpunkt der kleinen Halbinsel, auf der die beiden Hotels mit ihren exklusiven Suiten und Villen inmitten einer 100 Hektar großen tropischen Gartenanlage liegen, ist der Paradis Golf Club.

Ein wenig mulmig wird einem, wenn man auf der Runde die 550 Meter hohe Wand des majestätischen Berges Le Morne hinaufblickt und an die Geschichte denkt, die über das UNESCO Weltkulturerbe erzählt wird. Zu Beginn des 19. Jahr-hunderts sollen Hunderte von Sklaven Zuflucht auf dem Berg gesucht haben. Aus Angst vor den Herren, die ihnen ihre Freiheit verkünden wollten, sollen sie sich alle in den Tod gestürzt haben. Eine grausame Anekdote im Angesicht des friedlichen Golferparadieses.

Friedlich scheint der passende Ausdruck zu sein, der die Ruhe auf der schmalen Landzunge beschreibt. Nicht zuletzt aufgrund der ruhigen Atmosphäre können sich die Hoteliers über 40 Prozent Wiederholungsgäste freuen. Überwiegend Franzosen, Engländer und Deutsche (15 Prozent) verbringen ihren Urlaub in den Beachcomber Resorts und entspannen am weißen Sandstrand, der sich sieben Kilometer entlang des kristallklaren Indischen Ozeans erstreckt. Cocktails und mundgerecht geschnittenes Obst werden im Schatten der Palmen direkt an den Strandliegen serviert. Wer sich sportlich betätigen möchte, dem wird eine große Palette an Wassersportmöglichkeiten geboten – von Wasserski bis hin zu Katamaranausflügen oder dem Schwimmen mit Delfinen im offenen Meer – schier endlos scheinen die Möglichkeiten am von einem Korallenriff gut behüteten Küstenstreifen zu sein.

Von der 16 (Par 5, 425 m, Herren), die sich entlang der Lagune schlängelt, hat man einen fantastischen Blick auf den sagenumwobenen Berg Le Morne.

Von der 16 (Par 5, 425 m, Herren), die sich entlang der Lagune schlängelt, hat man einen fantastischen Blick auf den sagenumwobenen Berg Le Morne.

170 Golfer drehen pro Tag ihre Runden auf dem hoteleigenen 18-Löcher-Platz, dessen 1. Abschlag nur 40 Meter von der Hotellobby des Paradis Hotels entfernt liegt. „Auf Mauritius hat man kurze Wege zwischen Hotel, Golfplatz und Strand, das ist das tolle“, schwärmt der deutsche Golfpro Torsten Giedeon (56), der bereits über 20 Mal in dem kleinen Inselstaat im Indischen Ozean war. Meist als Spieler der European Tour-Events oder als Turnierdirektor der Beachcomber Golf Trophy, die Ende Januar 2014 bereits zum 20. Mal im Paradis Hotel & Golf Club ausgetragen wird. „Eine 18-Löcher-Runde kann man bequem mit einem entspannten Nach-mittag am Strand, Chillen am Meer oder dem vielseitigen Wassersportprogramm verbinden – mir als Strandkrabbe ist das wichtig“, lacht der Norddeutsche.

Der Paradis Golf Club aus der Feder von Tony Johnstone liegt auf flachem Gelände zwischen dem ikonischen Berg Le Morne, entlang der fabelhaften Bucht. Hübsche Ausblicke lassen die Golfer des Öfteren innehalten, um das Panorama zwischen Bougainvillea, Flammenbäumen, Weihnachtssternen und Königspalmen in ihren Erinnerungen festzuhalten. „Die Landschaft und besonders die hinteren Löcher am Meer sind beein-druckend“, sagt Torsten Giedeon. „Beim Paradis Golf Club macht nicht die Länge die Schwierigkeit des Platzes aus, sondern das fette Gras um die Grüns herum“, weiß der European Senior Tour-Spieler.