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Ein ganz anderes Spiel!

PowerPlay Golf, das neue Allheilmittel für unseren Sport!? Dem wird von Kritikern oft vorgeworfen: zu träge, zu langweilig, zu langatmig, nicht spannend genug. Sind wir ehrlich: Anders als beim Fußball ist Golf nicht wirklich ein Action-Spektakel es sei denn man spielt selber. PowerPlay Golf soll das ändern. Schneller, attraktiver, spannender diese Eigenschaften verspricht man sich davon. Schaut man sich den Spielmodus an, könnte das Konzept aufgehen: Gespielt werden neun Löcher. Auf jedem Grun gibt es zwei Fahnenpositionen, eine schwere (schwarz) und eine leichte (weiß). Vor dem Abschlag muss sich der Spieler entscheiden, auf welche Fahne er spielen möchte. Spielt er auf die schwere Fahne, genannt PowerPlay, bekommt er fur ein Birdie, Eagle oder Albatross die doppelte Punktzahl, zielt er die weiße, leichtere Fahne an, dann gibt es nur die einfache Punktzahl. Erschwerend hinzu kommt, dass jeder Spieler auf den ersten acht Löchern drei schwarze Fahnen anspielen muss.

Aus der Idee PowerPlay ist inzwischen eine Profi-Turnierserie geworden. Auftakt der PowerPlay-Tour war erst gestern im Celtic Manor Resort auf dem Twenty-Ten Course in Wales, wo im letzten Jahr noch der Ryder Cup ausgetragen wurde. Mit dabei im Vorfeld der Saab Wales Open war alles, was Rang und Namen hat: Paul Casey, Graeme McDowell, John Daly, Ian Poulter, Paula Creamer, Gary Player u. v. m. Auch Neuprofi und Challenge Tour-Spieler Maximilian Kieffer hatte die Ehre, das neue Format unter Begleitung geballter Golfprominenz zu testen. Der 20-Jährige ging mit Paul Casey und Golflegende John Daly ans Tee, wurde am Ende 7. (von 12/22 Punkte). Am Anfang war ich sehr nervös, als ich mit John Daly und Paul Casey am ersten Abschlag stand, doch beide waren sehr nett, und da hatte sich das bald gelegt, schwärmte der Nachwuchsspieler. „Mit meinem siebten Platz bin ich sehr zufrieden, bedenkt man, gegen wen ich hier alles angetreten bin. Das Spielformat macht richtig Spaß, und man muss sich die richtige Taktik zurechtlegen, wann man sein PowerPlay einsetzt. Fur die Zuschauer (rund 10.000, d. Red.) war es naturlich ideal, dieses Event mit solchen Stars zu beobachten, denn normalerweise geht ein Turnier ja uber vier Tage und 72 Löcher.
Den Sieg holte sich Caroline Hedwall mit 32 Punkten. Alleine auf den letzten drei Löchern sammelte die junge Schwedin dank drei Birdies auf den schwarzen Fahnen 18 Punkte. Die Powerplay-Serie wird in diesem Jahr noch einmal Ende des Jahres in Asien und in den USA Halt machen.
Job/RDI Sports