Das Gewinnerteam Südafrika mit Nick Faldo (Mitte).

Erfolgreiche Titelverteidigung

Das Team aus Südafrika hat sich zum zweiten Mal in Folge den Titel in der Nationenwertung der weltgrößten Turnierserie für Golfamateure gesichert. Lynette Smith (Damen), Barry van der Vyver (Herren Hcp.-Klasse A) und Johan Barnard (Herren Hcp.-Klasse B) hatten unter den 50 teilnehmenden Nationen beim Weltfinale des BMW Golf Cup International den besten addierten Netto-Score. Mit 181 Zählern verwiesen die Südafrikaner Team Neuseeland und Team Australien (beide 179) auf die Plätze zwei und drei.
 
Gastgeberland Thailand konnte einen Heimsieg feiern: Boonma Chaya setzte sich im Blue Canyon Country Club auf Phuket bei den Herren A souverän durch. 111 Zähler hatte er am Ende auf dem Konto, mit deutlichem Abstand folgten Lucas Murtagh (Australien, 98) und Chulho Kim (Südkorea, 97).
 
Viele spannende Entscheidungen beim diesjährigen Weltfinale fielen erst im Stechen: Bei den Damen waren daran sogar drei Spielerinnen beteiligt, die nach 54 Löchern jeweils 89 Punkte erspielt hatten. Dieye Ep Seck Oumou Kalsome (SEN) setzte sich nach zwei Extralöchern auf dem Caynon Course gegen Kelly Marutani (INA) und Asako Matsuki (JAP) durch. Bei den Herren B sicherte sich Barnard (RSA) nach dem ersten Extraloch auf dem Lakes Course zusätzlich zum Sieg der Nationenwertung auch den Playoff-Sieg gegen Florian Farnleitner (AUT, beide 104).
 
Das deutsche Team mit Martina Döring (HCP -15,4 Damen), Hendrik Stoffel (HCP -1,0 Herren A) und Niklas Voß (HCP -20,1) belegte den 10. Platz. Voß war nach einem historischen Albatros in der zweiten Runde als Führender der Herren B in die Finalrunde gegangen und schrammte knapp am Sieg vorbei am Ende verpasste er das Stechen nur um einen einzigen Zähler und wurde Dritter. Stoffel und Döring kamen jeweils auf den 36. Platz ihrer Spielklasse.

Nach den teilweise dramatischen Finalrunden erwartete die Teilnehmer noch ein weiteres Highlight: Sir Nick Faldo zeigte seine Weltklasse bei einer Golflclinic auf dem Canyon Course. Dabei blitzte auch immer wieder sein berühmter britischer Humor durch, indem er für Freizeitgolfer typische Gesten nachahmte und dabei Tipps gab, diese zu vermeiden. Davon profitierte auch die Rodel Doppel-Olympiasiegerin und ambitionierte Freizeitgolferin Natalie Geisenberger, der Faldo hilfreiche Ratschläge für das Kurzspiel gab.
 
Es hat Spaß gemacht, Natalie kennenzulernen. Sie hat einen guten Golfschwung mit mächtig Power, meinte Faldo beeindruckt. Was ebenso wichtig ist: Sie strahlt genau den Ehrgeiz und die Fokussierung aus, die man von einer Leistungssportlerin und Olympiasiegerin erwartet. Man sieht sofort, warum sie im Sport so erfolgreich ist.
 
Nick ist ein cooler Typ und weiß, wie man das Publikum mitreißt. Es war beeindruckend wie spielerisch er seine golferische Weltklasse zeigte und mit seinem Charme die Zuschauer in Stimmung brachte, sagte Geisenberger.
 
Die Beiden machten im Anschluss an die Golf-Lehrstunde in der BMW Lounge die Bekanntschaft mit dem Nationaltier Thailands. Baby-Elephant Lucky gab seine Kunststücke zum Besten und durfte dafür als Belohnung Faldos Claret Jug und Geisenbergers Goldmedaille als Spielzeug nutzen.
 
Der krönende Abschluss einer unvergesslichen Turnierwoche war der Galaabend, bei dem Faldo die Siegerpokale überreichte und sich als Erinnerungs-Fotomodell gut gelaunt zur Verfügung stellte. Auch Geisenberger war begeistert von dem Red-Carpet-Event und gratulierte dem deutschen Team zu soliden Leistung beim Weltfinale.