Die Golfer sollen Geld in die Kassen für den Ryder Cup 2018 spülen

Golfspieler sollen für Ryder Cup zahlen

Die Golfspieler sollen mit einem Solidaritätszuschlag die wankende deutsche Bewerbung um die Ausrichtung des Ryder Cups 2018 retten. Mit einer Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen um 1,50 Euro für zwölf Jahre sollen neun Millionen Euro – die Hälfte der nötigen Lizenzgebühr – zusammengebracht werden. Die fehlenden neun Millionen Euro soll der Freistaat Bayern beisteuern, der nach dem Nein des Bundes zu einer Kostenbeteiligung seine in Aussicht gestellte Unterstützung abgesagt hatte.

„Der Status quo ist, dass die Ryder Cup Deutschland Bewerbungsgesellschaft trotz der Entscheidung des Bundes an der Bewerbung festhalten wird“, sagte Geschäftsführer Erwin Langer in München. Beim Verbandstag der über 500.000 deutschen Golfer am 20. November in Frankfurt soll Legende Bernhard Langer für den Solidaritätszuschlag werben und für die Zustimmung zu einem entsprechenden Antrag sorgen.

Langer attackiert Bundesregierung

Erwin Langer attackierte auf der Pressekonferenz die Bundesregierung, die zwar eine Eisschnelllaufhalle in Inzell subventioniere, aber kein Geld für den Ryder Cup habe. Kritiker werfen der Bewerbungsgesellschaft allerdings vor, dass sie sich nicht ausreichend um Sponsoren-Unterstützung bemüht habe. Auch der Rettungsplan steht nun auf wackligen Füßen, da selbst im Falle einer Zustimmung der Mitglieder zum Ryder-Cup-Solizuschlag die Unterstützung des Freistaates Bayern als unsicher gilt.

Bis zum 15. November muss das Bid Book bei der ausrichtenden Dachorganisation Ryder Cup Europe LLP vorliegen, am 15. Mai 2011 fällt die Entscheidung über die Vergabe. Neuburg an der Donau soll auf einem noch zu bauenden Platz den prestigeträchtigen Kontinentalvergleich ausrichten.