Martin Kaymer gelingt starker Auftakt

Kaymer mit guter Chance auf ersten US-Masters-Cut

Augusta (SID) – Deutschlands Golfstar Martin Kaymer hat gute Chancen, bei seinem fünften US-Masters-Start erstmals den Cut zu schaffen. Der 27-Jährige aus Mettmann spielte zum Auftakt des ersten Majors der Saison auf dem schweren Platz in Augusta eine Par-72-Runde und lag damit in der Zwischenwertung unter den Top 25, gleichauf mit Titelverteidiger Charl Schwartzel aus Südafrika.

Mit einer dreiwöchigen Turnierpause und intensivem Training des kurzen Spiels war Martin Kaymer in die „Kathedrale des Golf“ gekommen. Und seine Bemühungen wurden zunächst belohnt. Nach vier Birdies bei zwei Bogeys auf den ersten acht Löchern lag der Rheinländer zwei unter Par und führte damit zeitweise sogar das Leaderboard an. Doch in der berühmten Amen Corner war es mit der Herrlichkeit vorbei. Schlagverluste an der 12 und 13 warfen die ehemalige Nummer eins der Golfwelt wieder zurück.

Nach einem weiteren Birdie an der 14 und einem Bogey an der 16, wo er am Dienstag auf seiner Trainingsrunde mit einem Hole-in-one nach einem Wasser-Titscher noch für Schlagzeilen gesorgt hatte, war die Par-Runde perfekt.

Während Kaymer sich auf der zweiten Runden-Hälfte von der Spitze des Feldes langsam wieder verabschiedete, sorgte einer seiner „Stallgefährten“ für Furore. Henrik Stenson, der wie Kaymer vom schwedischen Manager Johan Elliot betreut wird, gelang an der 2 und der 8 jeweils ein Eagle. Mit sechs unter Par lag der Schwede nach zwölf gespielten Löchern folgerichtig souverän an der Spitze vor einem breiten Verfolgerfeld, zu dem auch Tiger Woods gehörte.

Der Superstar aus den USA, der mit seinem fünften Triumph in Augusta seinen 15. Major-Sieg feiern würde, lag nach elf Löchern zwei unter Par und damit unter den Top 10. Der zweite deutsche Starter neben Martin Kaymer, der zweimalige Masters-Champion Bernhard Langer (Anhausen), hatte als Spätstarter zu diesem Zeitpunkt erst vier Löcher gespielt und lag dabei auf Par.

Nicht gut aus den Startlöchern kam der Weltranglistenerste Luke Donald. Der Engländer lag nach zehn Löchern zwei über Par. Tiger Woods‘ vermeintlich größte Rivalen, US-Open-Champion Rory McIlroy aus Nordirland und der dreimalige Masters-Sieger Phil Mickelson aus den USA, hatten ihre Runde im gemeinsamen Flight noch nicht begonnen.