Deutschlands Golfstar Martin Kaymer

Kaymer weiter auf Tuchfühlung, Siem klettert

Dubai (SID) – Deutschlands Golfstar Martin Kaymer (Mettmann) darf beim Saisonfinale der Europa-Tour in Dubai weiter auf eine Top-Platzierung hoffen. Am zweiten Tag der mit acht Millionen Dollar (umgerechnet etwa 5,95 Millionen Euro) dotierten Veranstaltung blieb der frühere Branchenprimus mit seiner guten 69er-Runde drei Schläge unter dem Platzstandard und mit insgesamt 139 Schlägen auf Platz 14 weiter in Lauerstellung zu den Spitzenpositionen.

Nach seinem verhaltenen Start mit einem Bogey auf den ersten neun Löchern drehte der 28-Jährige richtig auf und zeigte mit vier Birdies auf sechs Bahnen Golfsport par excellence. Zum führenden Schweden Henrik Stenson hat Kaymer zur Halbzeit zwar sieben Schläge Rückstand, vom dritten Platz ist er aber nur drei Schläge entfernt.

„Ich habe mich zurückgekämpft und kann wirklich zufrieden sein“, sagte Kaymer danach bei Sky: „Man muss geduldig bleiben. Wenn mir eine tiefe Runde gelingt, kann ich ganz vorne mitspielen.“

Eben diese tiefe Runde zeigte der Ratinger Marcel Siem. Der 33-Jährige, noch immer von heftigen Knieschmerzen geplagt, spielte eine 67 und verbesserte sich mit insgesamt 142 Schlägen auf den 29. Rang. „Boah, ist dat anstrengend, 18 Loch zu humpeln“, schrieb er auf Facebook und fügte tiefsinnig an: „Es ist schon wahnsinnig, was unsere Körper im Stande sind zu kompensieren.“

Im Emirat wird das Abschlussturnier zum fünften Mal ausgetragen, in diesem Jahr allerdings nur mit den 56 und nicht wie sonst 60 besten Golfern der europäischen Geldrangliste. Kaymer, der bislang bei jeder Auflage am Start gewesen war und die Gesamtwertung 2010 gewonnen hatte, belegt im sogenannten „Race to Dubai“ derzeit den 25. Platz. Es führt Stenson.

Sein bestes Ergebnis beim Abschlussturnier hatte der Deutsche vor zwei Jahren mit dem elften Rang gefeiert. „Zwar habe ich im Race to Dubai keine Chance mehr, aber es ist ein wichtiges Turnier, das man in seiner Karriere gewinnen möchte. Deshalb muss man alle Reserven, die man hat, nochmal mobilisieren“, hatte Kaymer vor dem Start gesagt.