Bernhard Langer spielte unter Schmerzen im linken Daumen.

Langer und der verflixte Daumen

„Wenn es nicht das einzige Turnier in Deutschland gewesen wäre und zudem noch ein Heimspiel, hätte ich zwischendrin vielleicht sogar aufgegeben. Aber das ist schwer zu sagen“, äußerte sich ein sichtlich gefrusteter Bernhard Langer, der bei seinem 21. Start der BMW Open erstmals seit der Veranstaltungs-Premiere 1989 den Cut verpasste.
Speziell beim Druck auf den Ball, dann wenn Divots, Schläge mit viel Spin produziert werden, habe ihn der linke, mit blauem Tape bandagierte, Daumen geärgert. Von einem normalen, schmerzfreien Schwungrhythmus konnte bei dem Deutschen keine Rede sein. An Loch 6 (Par 5) schoss er eine 9, am Ende kam er mit sieben Schlägen über Par (gesamt +11) ins Clubhaus. „Im Moment kann ich einfach noch nicht so schwingen, wie ich das möchte. Mein Arzt und ich sind aber zuversichtlich, dass das bald besser wird.“
Bald muss in Langers Fall heißen: Mitte Juli! Dann steigt die British Open (14. bis 17. Juli) im Royal St Georges GC (Sandwich, England) gefolgt von der British Senior Open (21. bis 24. Juli) und der US Senior Open (28. bis 31. Juli). „Speziell die British Open will ich auf jeden Fall spielen. Vielleicht ist es ja meine letzte. Und bei den Senior Majors bin ich ja sogar Titelverteidiger.“ Drei Wochen Golf am Stück für Bernhard Langer auf deutlich härterem Boden hoffen wir, dass der Daumen bis dahin wieder belastbar ist. Job