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LEM: Auftakt in Düsseldorf

Caroline Masson und Isabell Gabsa sind nach Runde eins bei der LEM momentan auf dem geteilten 10 Platz die besten Deutschen bei zwei unter Par. Alleinige Führende ist die Südafrikanerin Lee-Anne Pace mit sieben unter Par, auf Platz zwei ist mit einem Schlag mehr (-6) die Amerikanerin Katie Burnett. Sandra Gal erwischte hingegen einen holprigen Start und beendete den Tag bei zwei über Par.

Bevor es allerdings zu den Mädels auf den Platz ging stand ein anderer Termin auf dem Plan. Interview mit Herrn Kramski. „Wissen Sie, ich werde in diesem Jahr 69, aber ich fühle mich wie 49“, beginnt der Gründer der Kramski GmbH. Was sofort auffällt: Über all die Jahre hat Herr Kramski nie die Begeisterung für das was er tut verloren. Ganz egal ob es sich um die Herstellung seiner Putter handelt, um Spieler mit denen er zusammengearbeitet hat oder den Ideenfindungsprozess dreht, die Freude die er auch heute noch versprüht wirkt ansteckend. Nach nur einem Putt meinerseits fängt er Feuer. Observiert meinen Griff, erklärt die Philosophie hinter seinen Puttern, zeigt mir seine Puttroutine und setzt alles daran herauszufinden warum ein Ball nicht gefallen ist. Oder in meinem Fall: eben doch.

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Putten lernen mit Herrn Kramski. (Photo by Stefan von Stengel)

Im Anschluss geht es zurück ins Pressezelt. Mittlerweile ist es auch hier unfassbar heiß. Einer der Gründe warum es mich nicht lange dort hält. Nicht das es draußen kühler wäre, aber immerhin kann man dort den Mädels live zuschauen. Leider haben sich die ersten Befürchtungen bestätigt und es sind nicht wirklich viele Zuschauer vor Ort. Immerhin bekommt man so immer einen guten Platz und nahezu freien Blick auf die Spielerinnen. Außer: Als Caroline Masson und Sandra Gal, die gemeinsam die ersten beiden Runden bestreiten, nach neun Loch am Clubhaus vorbei kommen. Da braucht es keine Scoreboardträger oder Ansagen um zu wissen wer dort auf den neunten Abschlag läuft. Schon von weitem kann man erkennen, dass dem Flight eine Traube Menschen folgt. Die Atmosphäre ist schön und man merkt den beiden deutschen Proetten an, dass sie das Heimspiel genießen.

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Annäherungsschlag von Caroline Masson an Loch neun. (Photo: Privat)

Vor allem die Grüns, aber auch der eher hügelige Platz machten den Spielern zu schaffen. „Die Grüns hier sind schwer zu lesen, es gibt viele kleine Breaks“, äußerte sich Sandra Gal im Anschluss an ihre Runde. Auch die Höhenunterschiede machten den Spielerinnen zu schaffen: „Die waren wir früher natürlich mehr gewohnt“, so Gal weiter. Ihre Mitspielerin Caroline Masson schloss sich ihrer Meinung an und fügte hinzu, dass Geduld einer der wichtigsten Faktoren auf diesem Platz sei.

Bleibt abzuwarten was die deutschen Mädels in Runde zwei machen. Isabell Gabsa und Caroline Masson haben sich am ersten Tag zumindest in eine aussichtsreiche Position gebracht.