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LEM Tag Zwei: Rollentausch bei Gal und Masson

Wichtiges voraus: Viel hat sich an der Spitze des Leaderbords am zweiten Tag der ISPS Handa Ladies European Masters nicht getan. Die beste Runde des Tages spielte die Spanierin Belen Mozo mit acht unter Par (Gesamt -6) und schob sich damit auf den dritten Platz. Die Führung übernahm derweil die Amerikanerin Katie Burnett (-8) und auf den zweiten Platz schob sich die Koreanerin In-Kyung Kim. Sandra Gal spielte die drittbeste Runde des Feldes mit vier unter Par.

Die wirklich niedrigen Scores, abgesehen von dem der Spanierin Belen Mozo, blieben auch am zweiten Tag der LEM aus. Nach wie vor hatten die Spielerinnen Probleme mit dem hügeligen Gelände und den Teils engen Fairways. Aber wie so oft im Golf: Licht und Schatten liegen sehr eng beeinander. Das musste auch Caroline Masson erleben. Nach einem furiosen Start notierte sie auf den ersten neun Löchern gleich vier Birdies und schob sich damit sogar an die Spitze des Leaderboards. Und dann kamen die Backnine. Ganze fünf Schlagverluste, darunter auch ein Triplebogey, musste sie hinnehmen und erreichte damit am Ende des Tages nur eine 73 (+1) und steht nun auf dem geteilten 15. Rang. Unauffälliger verlief dagegen Sandra Gals Runde. Aber nicht weniger turbulent. Acht Löcher lang spielte sie keinerlei Pars. Dafür vier Birdies, ein Eagle und drei Bogeys.

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Caroline Masson an Loch neun. Das war der Birdie Putt zur vorübergehenden Führung. (Photo:Privat)

Und was fragt man eine Spielerin nachdem sie die drittbeste Runde des Tages gespielt hat? Natürlich ob sie sich Siegchancen ausrechnet. Vielleicht hat sich Sandra Gal auch Tips bei Thomas Müller geholt, denn ihre Antwort kann sich sehen lassen: “ Es ist ja nicht so das ich antrete und sage ich will jetzt Zwanzigste werden.“ Macht Sinn. Wollen wir mal hoffen, dass sie am Moving Day noch weiter nach vorne durchmaschiert. Aber zunächst wollte die 31 Jährige mit ihrem Hund spazieren gehen und mit Freunden den Tag ausklingen lassen. Caroline Masson dagegen outete sich als eingefleischte Schalkerin und wollte sich im Stadion abreagieren. Zumindest hier in Düsseldorf stehen die Chancen gut, dass sie sich mit ihrem Bekenntnis zu Schalke weitere Sympathiepunkte eingeholt hat. Auch wenn sich die Aufmerksamkeit natürlich hauptsächlich auf Sandra Gal und Caroline Masson konzentriert, müssen sich die restlichen deutschen Teilnehmerinnen nicht verstecken. Olivia Cowan spielte gar eine 67 (-5) und schaffte trotz einer fünf über Par am ersten Tag noch locker den Sprung ins Wochenende. Insgesamt sieben der zwölf angetretenen Deutschen schafften den Cut und ziehen so hoffentlich noch ein paar mehr Zuschauer am Wochenede an.

Der Tipp des Tages, den ich von einer Spielerin erhalten habe ist: Ein sicheres Indiz dafür, dass eine Schwedin auf dem Golfplatz war sind Eierschalen auf dem Fairway. Damit hätten wir ein Klischee, das bisher noch keines war, bestätigt. Sie könnten diese Information allerdings wahlweise unter unnützes Wissen abspeichern, vergessen oder bei Ihrem nächsten Besuch in Schweden überprüfen.

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Die Sitzsacklandschaft im Golfclub Hubbelrath erfreut sich bei Besuchern und Spielerinnen gleichermaßen an Beliebtheit! Von hier hat man auch einen direkten Blick auf die Leinwand und verpasst garantiert nichts. (Photo: Privat)

Mein persönliches Highlight des Tages waren neben einem Selfie mit der Vorjahressiegerin Beth Allen, was überraschenderweise recht einfach war, eindeutig die Sitzsacklandschaft im Public Village. Vor der großen Leinwand haben die Veranstalter einige Sitzsäcke – natürlich passend in der Farbe Lila – verteilt. Dies erfreute sich nicht nur bei den Gästen, sonder auch bei den Spielerinnen im Anschluss an deren Runden an großer Beliebtheit. Auch nach dem dritten Tag im Golfclub Hubbelrath bleibt meine Empfehlung sich dieses Event nicht entgehen zu lassen, auch wenn es Frauengolf ist!