Kaymer müht sich in Springfield

Nach Gewitterpause: Mühsamer Start für Kaymer

Nach einer stundenlangen Gewitter-Unterbrechung hat Martin Kaymer nur schwer in die dritte Runde der US PGA Championship in Springfield gefunden. Der 31-Jährige startete als Sechster, leistete sich auf den ersten Neun aber einige Patzer. Das könnte die Siegchance schon gewesen sein…

Kaymer gelang nur ein Birdie, dafür leistete er sich drei Bogeys. Die Konkurrenz um Titelverteidiger Jason Day (Australien) spielt konstant gut und fehlerarm. Er wird den Titel wohl mit Jimmy Walker unter sich ausmachen.

Am Samstag waren Kaymer und Co. von einem schweren Gewitter ausgebremst worden. Nach langem Warten wurde der Spielbetrieb gegen 20.15 Uhr MESZ komplett eingestellt – und der Spielplan endgültig durcheinander gewürfelt. Jetzt endet das Turnier mit einer Doppelrunde am Sonntag. Nach seinen ersten beiden Runden auf durchweg hohem Niveau brachte das schlechte Wetter Kaymer zunächst aus dem Schwung. Erst am siebten Loch gelang ihm das erste Birdie, das zunächst das einzige bleiben sollte.

Dabei hatte Kaymers Formkurve zuletzt deutlich nach oben gezeigt – auch weil das olympische Golfturnier als eines der Highlights des Kalenders immer näher rückte. Kaymer nannte Olympia eine „Inspiration. Ich bin sicher, die Erlebnisse werden mich auch danach noch für Wochen beschäftigen“, sagte er.

In Rio wird Kaymer zumindest zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählen. Nach der Absage zahlreicher Topstars – die allermeisten aus Sorge um das in Brasilien grassierende Zikavirus – sind die Chancen des Mettmanners deutlich gestiegen. „Auf den verschiedenen Touren bin ich jetzt seit fast zehn Jahren dabei, da kenne ich schon alles. Aber Olympia, das deutsche Team, das Olympische Dorf, all das werden neue Erfahrungen“, hatte Kaymer jüngst gesagt.