European Open: Starker Auftritt von Bernhard Langer

Porsche European Open: Fünf Deutsche im Cut

Bernhard Langer hat auch am zweiten Tag bei der Premiere der European Open in Bad Griesbach gezeigt, dass er mit 58 Jahren noch hervorragend mithalten kann. Der zweimalige US-Masterssieger spielte am Freitag beim zweiten Europa-Tour-Turnier auf deutschem Boden eine 71 und schaffte mit 137 Schlägen sicher den Halbzeit-Cut.

Langer, der das seit 1978 ausgetragene Turnier 1985 (Sunningdale) und 1995 (Dublin) gewonnen hatte, lag nach seinem Rundenende auf dem 21. Rang, nur fünf Schläge hinter dem zu diesem Zeitpunkt alleine führenden Südafrikaner Charl Schwartzel (66+66). Nach dem Verzicht von Martin Kaymer auf die Teilnahme in Bad Griesbach ist Langer das große deutsche Zugpferd des mit 2,0 Millionen Euro dotierten Turniers, bei dem der Sieger 333.330 Euro erhält.

Drei Spieler setzten sich heute bei der Porsche European Open in Bad Griesbach auf dem Beckenbauer-Course am zweiten Spieltag mit 132 Schlägen (-10) an die Spitze des ausgezeichnet besetzten Feldes: Charl Schwartzel aus Südafrika und die beiden Engländer Ross Fisher und Graeme Storm. Mit 65 Schlägen erzielte Fischer gemeinsam mit dem an Platz fünf liegenden koreanischen Pro Byeong Hun An die beste Runde des Tages. 6700 Zuschauer verfolgten bei hervorragendem Wetter ein spannendes Golfturnier.

Bereits der Vormittag brachte ausgezeichnetes Golf mit guten Ergebnissen, aber auch einige Überraschungen. So erwischten der Österreichische Spitzenspieler Bernd Wiesberger einen schlechten Tag und verpasste am Ende um einen Schlag den Cut. Das gilt auch für den amerikanischen Star Hunter Mahan, der ebenfalls nicht an seine ausgezeichnete Leistung des Vortages anknüpfen konnte und am Cut scheiterte.

Sehr gute Ergebnisse gibt es von den deutschen Spielern zu vermelden. Trotz eines Bogeys an seinem letzten Loch hält Florian Fritsch (Heidelberg) Kontakt zur Spitze. Er benötigte 69 Schläge auf dem Par 71 Kurs und liegt mit sieben unter Par auf den geteilten achten Platz. „Ich bin sehr glücklich am Wochenende mit dabei zu sein und freue mich auf die vielen Zuschauer.“ 68 (-3) Schläge benötigte Maximillian Kieffer (Düsseldorf). Er rangiert mit sechs Schlägen unter Par auf dem geteilten 15. Rang. „Leider habe ich nicht gut geputtet und deshalb nicht das Ergebnis erzielt, das ich mir gewünscht hätte. Für das Wochenende gibt es für mich nur eines: voll nach vorne spielen und so viele Birdies wie möglich erzielen, “ so Kieffer.

Altmeister Bernhard Langer war übrigens der einzige im Spitzenflight mit Wiesberger und Mahan der solide spielte und mit einer Par-Runde ins Klubhaus kam. Er liegt damit auf dem geteilten 24. Platz. Langer beklagte, dass bei ihm die Putts aus aussichtsreicher Position nicht zum Birdie fielen. „Ich habe solide gespielt, aber die Löcher waren wie vernagelt.“ Für die nächsten Tage sieht er doch noch Chancen auf eine Top-Platzierung. „Ich bin noch in Tuchfühlung zur Spitze.“ Für eine Überraschung sorgte Sebastian Heisele (Dillingen), der ebenfalls auf Platz 24 liegt. Der junge deutsche Phillip Mejow (Berlin) schaffte mit einer Par-Runde den Cut und geht mit 139 Schlägen (-3) in den dritten Tag.

Die wichtigsten Startzeiten für Samstag:

11:01 Uhr: Bernhard Langer (Anhausen) und John Parry (ENG)

11:10 Uhr: Miguel Angel Jiménez (ESP) und James Morrison (ENG)

11:42 Uhr: Maximilian Kieffer (Düsseldorf) und Benjamin Hebert (FRA)

12:00 Uhr: Florian Fritsch (Heidelberg) und Justin Walters (RSA)

12:18 Uhr: Jamie Donaldson (WAL) und Johan Edfors (SWE)

12:36 Uhr: Byeong Hun An (KOR) und Ross Fisher (ENG)

12:45 Uhr: Graeme Storm (ENG) und Charl Schwartzel (RSA)

 

Weitere Informationen und Tickets unter: www.europeanopen.com

 

Besser als Langer machten es von den weiteren zehn deutschen Teilnehmern Florian Fritsch, der noch um seine Tour-Karte für 2016 kämpft, und Maximilian Kieffer, der die Spielberechtigung für die kommende Saison bereits sicher hat. Der Heidelberger Fritsch wies nach Runden von 66 und 69 Schlägen insgesamt 135 Schläge auf, einen mehr benötigte der Düsseldorfer Kieffer (68+68). Beide lagen zu diesem Zeitpunkt in den Top Ten.