Marcel Siem rückt bei US Open nach vorne

Siem klettert nach oben – Kaymer darf noch hoffen

Ardmore (SID) – Golfprofi Marcel Siem winkt bei der 113. US Open in Ardmore/Pennsylvania bei Halbzeit ein Platz unter den Top 20. Der Ratinger lag vor Abbruch der zweiten Runde wegen Dunkelheit mit vier Schlägen über Par auf dem 23. Rang. Einen Schlag weniger hatte Turnierfavorit Tiger Woods (USA), der damit auf Position 17 geführt wurde.

Überraschend durfte Martin Kaymer, der zweite deutsche Teilnehmer im Merion Golf Club, doch noch auf den Cut hoffen. Der 28-Jährige lag nach Runden von 76 und 72 eigentlich schon aussichtslos acht Schläge über Par. Sollte Kaymer auch nach Rundenende noch auf seiner aktuellen Position 66 liegen, würde er sich für die beiden Schlussrunden qualifizieren. 63 Spieler beenden ihre Runden am Samstag ab 13.15 Uhr MESZ.

Als Kaymer ins Klubhaus kam, war er restlos bedient. Ein Triple-Bogey an Loch 5 sowie zwei weitere Bogeys bis zum Rundenende warfen den ehemaligen Weltranglistenersten von drei unter auf zwei über Par zurück. Am liebsten wäre er sofort nach Deutschland gereist, wo er ab Donnerstag bei der BMW Open in München abschlägt. „Das war bitter. Ich habe eigentlich ganz gut gespielt, aber momentan einfach die Kacke am Schläger hängen. Das ist nunmal so“, sagte Kaymer dem Internetportal golf.de.

Besser lief es für seinen rheinischen Kollegen Marcel Siem. Der 32-Jährige startete mit einem Birdie an seinem zweiten Loch in seinen zweiten Arbeitstag. Dann unterliefen ihm jedoch drei Bogeys, ehe er ein Birdie an seinem zehnten Loch nachlegte. Zufrieden war Siem dennoch nicht: „Ich war beim Schwung zu ängstlich“, sagte er am Tag, nachdem ihm in der Umkleide der Putter verbogen worden war. Der Schläger wurde wieder gerichtet, mit einigen guten Putts am Freitag rettete er seinen Score.

An der Spitze verteidigte US-Linkshänder Phil Mickelson seine Führung durch ein Birdie am Schlussloch mit 139 Schlägen erfolgreich. Allerdings muss sich dreimalige US-Masterssieger, der am Sonntag 43 Jahre alt wird, Platz eins mit seinem Landsmann Billy Horschel teilen. Mickelson peilt seinen ersten US-Open-Triumph an, fünfmal (1999, 2002, 2004, 2006 und 2009) hatte es nur zu Platz zwei gereicht.

Dem Führungstrio sitzt ein hochkarätiges Verfolger-Trio im Nacken. Jeweils 140 Schläge haben die beiden Engländer Luke Donald nund Justin Rose sowie der US-Profi Steve Stricker auf dem Konto.