Marcel Siem mit mäßigem Start

Siem und Kaymer mit holprigem Start

Ardmore (SID) – Die beiden deutschen Golfprofis Marcel Siem (Ratingen) und Martin Kaymer (Mettmann) sind holprig in die 113. US Open in Ardmore/Pennsylvania gestartet. Siem spielte auf der ersten Runde auf dem Par-70-Kurs im Merion Golf Club, die wegen Regens zunächst für dreieinhalb Stunden unterbrochen und am Ende wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, eine 73 und lag damit wie US-Superstar Tiger Woods auf dem 43. Platz.

Gar nur mit einer 76 kam Martin Kaymer ins Klubhaus. Der Mettmanner, der seine Runde am Donnerstag nach 13 Löchern bei drei über Par beendete, kassierte am Freitag bei der Fortsetzung weitere drei Schlagverluste durch ein Doppel-Bogey an der 17 und ein Bogey am Schlussloch. Als 102. im 156-köpfigen Feld lief der ehemalige Weltranglistenerste ernsthaft Gefahr, den Cut nach zwei Runden zu verpassen.

Marcel Siem musste seine Auftaktrunde nach seinem Abschlag an Loch vier unterbrechen, als auf der Anlage das Signalhorn ertönte. Ein Gewitter nahte. Wie der 32-Jährige nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs feststellte, wurde in der Pause im Umkleideraum sein Putter manipuliert. „Irgendjemand oder irgendwas hat meinen Putter verbogen“, sagte Siem dem Internetportal golf.de, „wir können uns nicht erklären, wie das passieren konnte“.

Stark präsentierte sich der viermalige Major-Sieger Phil Mickelson (USA), der mit einer 67 die Führung übernahm. Mit einem Schlag Rückstand lagen der Engländer Luke Donald und der Australier Mathew Goggin gemeinsam auf dem zweiten Platz.

Der Weltranglistenerste Tiger Woods, im Top-Flight mit Scott und dem Nordiren Rory McIlroy, hatte nach Problemen mit dem linken Handgelenk auch Schwierigkeiten mit dem anspruchsvollen Kurs. Der Kalifornier, der den letzten seiner 14 Major-Triumphe 2008 bei der US Open gefeiert hatte, erlebte eine Berg-und-Tal-Fahrt mit sechs Bogeys und drei Birdies.

Bereits an Loch eins hatte sich Woods nach einem Schlag aus dem hohen und schweren Rough das Handgelenk geschüttelt, das Gleiche ereignete sich an Loch 11, wo er sich ebenfalls aus dem hohen Gras abseits des Fairways befreien musste.