Kristoffer Broberg

Spannender Finaltag: Broberg gewinnt BMW Masters

Es hätte kein spannenderes Ende geben können: Kristoffer Broberg gewinnt die BMW Masters im Stechen gegen den Amerikaner Patrick Reed.

An Spannung war der Finaltag in Shanghai kaum zu übertreffen. Lange lagen Lucas Bjerregaard und Kristoffer Broberg an der Spitze – und waren damit das Führungsdoppel. Bei Paul Casey, Ian Poulter und Henrik Stenson wollten die entscheidenen Putts einfach nicht fallen. Und auch aus dem Leaderflight kam lange Zeit nicht viel. Mit einer gelochten Annäherung zum Eagle aus dem Fairwaybunker an Loch 15, brachte sich schließlich Patrick Reed, der mit Broberg und Bjerregard auf die Runde ging, in Führung. Der US-Amerikaner musste jedoch auf der 17 ein Bogey hinnehmen, um nach 72 Löchern schlaggleich mit Broberg an der Spitze (-17) zu liegen.

Genau an diesem Loch musste sich Reed auch im Playoff Broberg geschlagen geben. Der US-Amerikaner verfehlte das Fairway und fand anschließend den Grünbunker.  Broberg hingegen traf erst Fairway, dann Grün und lochte zum Birdie ein. Damit gewann Broberg nach seinen vier Titeln auf der Challenge Tour in 2012 nun auch seinen ersten auf der European Tour. „Ein Traum ist gerade war geworden. Ich weiß im Moment nicht was ich sagen soll“, brachte der Schwede nach dem Sieg noch hervor. „Aber ich denke heute Abend werde ich die Rechnung am Schweden-Tisch übernehmen.“

„Es gibt wichtigere Dinge im Leben, als Golf. Insbesondere heute.“ Martin Kaymer war über die aktuellen Geschehnisse in der Welt ebenso schockiert, wie die meisten Menschen dieser Tage. Schwarze Schleifen und Botschaften des Mitgefühls waren an den Caps aller Spieler zu sehen.

Doch die besten Spieler der European Tour waren nach Shanghai gekommen, um ein Golfturnier zu gewinnen. Kaymer verspielte eine Top-Platzierung bereits ziemlich früh: ein  Quadruple Bogey auf der dritten Spielbahn – einem Par 5 – ließ ihn im Leaderboard weit nach unten fallen. Jetzt bleiben Kaymer noch drei Turniere nach seiner Finalrunde von 76 Schlägen (+4, Platz 41 am Ende), um nicht sieglos aus dem Jahr 2015 zu gehen. Auch für Max Kieffer lief die letzte Runde der BMW Masters nicht nach Plan. Mit einer abschließenden 71 beendete der 25-Jährige das Turnier auf dem 31. Rang (-6).

Mehr Infos lesen Sie auch hier.