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Starke Ladies: Alle Fakten rund um den Solheim Cup

Das weibliche Pendant zum Ryder Cup wurde von einem Mann initiiert und lange von Amerikanerinnen dominiert… Wir haben einmal die wichtigen Fakten und Zahlen rund um das größte Damen-Event im Golfsport für Sie

Die Idee eines Norwegers

Karsten Solheim – der Erfinder des Solheim Cups.

Karsten Solheim – der Erfinder des Solheim Cups.

Das Turnier wurde nach Karsten Solheim, Gründer von PING, benannt und fand 1990 zum ersten Mal statt. Der gebürtige Norweger wollte ein Pendant zum Ryder Cup für die Damen und ging Anfang 1990 gemeinsam mit der Ladies European Tour auf die amerikanische Damen-Profiliga zu. Bereits Mitte November 1990 wurde der Solheim Cup im Lake Nona Golf & Country Club in Orlando (Florida) ausgetragen. Der erste Solheim Cup-Modus: 8 Spiele-rinnen, 1. Tag 4x Foursome, 2. Tag 4x Foursome, 3. Tag acht Einzel. 1996 änderte sich der Modus auf vier Foursomes jeweils am Freitag und Samstag und 12 Einzel am Sonntag – wie bei den Herren. Im ersten Foursome des Solheim Cups spielte übrigens Laura Davies. Das amerikanische Team gewann damals beeindruckend mit 11,5:4,5. Übrigens: Beim ersten Solheim Cup gab es nahezu keine Zuschauer.

 

Der Pott

Die Original-Trophäe wurde 1990 von Billy Briggs entworfen und wiegt mehr als 20 Pfund – dieser Pokal ist ein Wanderpreis. Eine Replik in Originalgröße gibt es für die Kapitänin des Siegerteams, eine kleinere bekommt dann jede Spielerin der erfolgreichen Mannschaft.

Das europäische Team 1992 nach dem ersten Sieg in der Heimat.

Das europäische Team 1992 nach dem ersten Sieg in der Heimat.

Erster Sieg

Der erste Sieg der Europäerinnen kam nur eine Austragung später: 1992. Der Solheim Cup wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Ryder Cup ausgetragen. Es gab auf europäischem Boden auch eine ähnliche Peitsche zurück – 11,5:6,5.

 Auswärtssieg der USA

1996 wurde auf dem Platz des St. Pierre Marriott Hotel & Country Club in Wales zum ersten Mal ein Abschlag so remodelliert, dass auch die Damen über den Teich schlagen mussten. Der Old Course  war der erste Kurs, der dies für ein Damen-Event tat. Den Amerikanerinnen hat es gefallen – sie gewannen 17:11.

Frau Nimmersatt

Juli Inkster (im Titelfoto links), die diesjährige Kapitänin des US-Teams, nahm insgesamt neun Mal am Solheim Cup als Spielerin teil. 2011 auch als einziger Playing Assistant Captain seit Beginn des Solheim Cups. In dem Jahr war sie auch mit 51 die älteste Spielerin der Solheim Cup-Geschichte. Sie gewann die meisten Single Matches überhaupt (6 von 9). Sieben Mal konnte sie sich über die Rangliste qualifizieren, zweimal bekam sie eine Wildcard. Die erste 1992, die zweite 2009 – ganze 17 Jahre später.

Carin Koch

Die diesjährige Solheim Cup-Kapitänin konnte sich nie direkt für das Turnier qualifizieren. Die Schwedin bekam für alle ihre vier Teilnahmen eine Wildcard. Und enttäuschte nie: Koch (im Titelfoto rechts) blieb beim Solheim Cup 2000 und 2002 ungeschlagen. Ihre erfolgsquote: 71, 9 Prozent.