Made in Denmark – Day Four

Tour Kompakt: Die Luft wird dünner

Die automatisch für den RyderCup qualifizierten Spieler stehen nun für beide Teams fest, Reed sichert sich den Sieg bei The Barcleys, Pieters glänzt zum richtigen Zeitpunkt und gewinnt die Made in Denmark und Bernhard Langer? Er gewinnt natürlich mal wieder. Es hat sich einiges getan am Wochenende. Und die Luft wird dünner.

Die Entscheidung bei der Boeing Classic in Snoqualime im US-Bundeststaat Washington fiel erst nach dem ersten Extraloch. Der Sieger war aber kein Unbekannter. Bernhard Langer sicherte sich mit einem Birdie am ersten Extraloch den Sieg vor seinen Playoff-Partnern Kevin Sutherland und Woody Austin. Lange Zeit sah es allerdings ganz und gar nicht nach einem Sieg von Langer aus. Der 59-Jährige lag nach neun gespielten Löchern am Finaltag bereits fünf Schläge zurück. Und plötzlich fielen die Putts. „Man kann den Besenstiel nicht besiegen“, so Austin im Bezug auf Langers Putter.

Auch bei den FedExCup Playoffs hat sich einiges getan. The Barcleys ist nicht nur das erste Turnier der Playoffs, sondern markierte auch gleichzeitig das Ende des Qualifikationszeitraums für das US-Amerikanische RyderCup Team. Mit seinem Sieg bei The Barcleys sicherte sich Patrick Reed nicht  nur die Siegprämie sondern auch sein Ticket zum RyderCup. Hier sehen Sie die acht fest qualifizierten Spieler des Teams der USA.

Mit Runden von 66-68-71-70 setzte sich Patrick Reed mit einem Schlag Vorsprung vor Sean O’Hair und Emiliano Grillo durch. Rickie Fowler, der nach dem dritten Runde noch in Führung gelegen hatte erwischte einen harten Golftag. Waren es die Nerven? Mit einem Sieg hätte sich Fowler noch einen Platz im RyderCup Team sichern können, nun muss er auf eine Wildcard hoffen. „Ein paar schlechte Schwünge zur falschen Zeit“, so lautet Fowlers eigene Einschätzung. Zur falschen Zeit kamen diese in der Tat. Mit einem Bogey- Double Bogey- Birdie- Bogey finish, reichte es gerade einmal zum geteilten siebten Platz. Dennoch der 28 Jährige zeigte eine gute Form. „Es war fast eine sehr gute Woche“, analysierte Fowler richtig. Genau wie bei der automatischen Qualifikation für den RyderCup fehlte ihm allerdings der letzte kleine Schritt zum Erfolg.

In Sachen FedExCup- Standings, sicherte sich Patrick Reed mit seinem Sieg die vorübergehende Führung. Er stürmte von Platz sieben an die Spitze, vorbei an Justin Day, Dustin Johnson, Adam Scott und Jordan Spieth. Den größten Sprung in dieser Woche schaffte allerdings ein Anderer. Sean O’Hair war zu Beginn der Barcleys auf Platz 108 des FedExCup Rankings. Damit wäre er auch nicht für die Deutsche Bank Championship nächste Woche (2.-5. September) qualifiziert gewesen, bei der nur die Top 100 spielberechtigt sind. Nach seinem geteilten zweiten Platz sprang O’Hair bis auf Platz 15 und wäre damit auch bei dem letzten Turnier der Playoffs, der TOUR-Championship, bei der nur noch die 30 Besten antreten werden, qualifiziert.

Das Zitat des Wochenendes geht an Phil Mickelson der zu Justin Rose Aktion sagte: „Das musst du machen. Was bringt es dir die Goldmedaille zu gewinnen? Genau, du musst sie allen zeigen!