Für ihn kommt Verbot zu spät: Bernhard Langer

Verbot des fixierten Puttens für Langer zu spät

Köln (SID) – Für Deutschlands Golfidol Bernhard Langer kommt das Verbot des fixierten Puttens zu spät. „Dieses Thema wird schon zu lange diskustiert. Wenn daran etwas illegal ist, hätte es schon früher so entschieden werden müssen. Das ist nur eine falsche Ausrede, es macht keinen Sinn“, sagte der zweimalige US-Masterschampion aus Anhausen, der selbst seinen Long Putter mit dem Oberarm am Oberkörper fixiert. Diese Methode des Puttens wurde zu Beginn der Woche vom Royal and Ancient Golf Club im schottischen St. Andrews und dem US-Golfverband ab dem 1. Januar 2016 verboten.

Langer puttet seit Jahren mit einem Long Putter. Seine Triumphe in Augusta 1985 und 1993 hatte er aber noch mit einem kürzeren Putter errungen. Diskutiert wurde über die Schläger schon lange. Die Gralshüter des Golfsports sahen aber erst jetzt einen Vorteil darin, entweder das Putterende fest an den Körper anzulegen oder den Oberarm als Stütze an den Oberkörper anzulegen.

Grundsätzlich einverstanden mit der Entscheidung ist US-Tourspielerin Caroline Masson. Die 24-Jährige aus Gladbeck sagte dem SID: „Ich denke, dass es grundsätzlich die richtige Entscheidung ist. Einen Schläger am Körper zu fixieren, ist nicht im Sinne des Golfsports.“ Dies ist auch die Meinung von US-Superstar Tiger Woods.

Masson meinte aber auch: „Trotzdem kann ich den Ärger der Spieler, die diese Technik jahrelang angewandt haben, verstehen. Es gibt sogar junge Spieler, die nie mit einem kurzen Putter gespielt haben. Deshalb kommt das Verbot meiner Meinung nach einfach zu spät.“

Die Regelhüter wollten mit ihrer Entscheidung wohl auch verhindern, dass immer mehr Jugendliche zum Long Putter greifen. So wie etwa der 14 Jahre alte Chinese Guan Tianliang, der im vergangenen Monat als jüngster Masters-Teilnehmer der Geschichte ebenfalls einen solchen Putter in der Tasche hatte.