Hier schlägt sich Gary Lockerbie schon für die Tshwane Open ein.

Vorschau: Tshwane Open

Centurion/Südafrika Eine gute Nachricht vorweg: Es soll an diesem Wochenende nicht schneien in Südafrika. Denn hier steht das sechste und letzte südafrikanische Turnier der European Tour 2013  an: die Tshwane Open. Wenig überraschend ist das Turnier vor allem mit Südafrikanern besetzt und auch die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Landsmann siegen wird, ist relativ hoch.
Denn nur das erste Turnier in Südafrika in diesem Jahr, die Nelson Mandela Championship konnte ein Europäer, der Schotte Scott Jamieson, gewinnen. Alle vier darauf folgende Turniere waren in südafrikanischer Hand: angefangen bei der Alfred Dunhill Championship, die Charl Schwatzel gewann, die Volvo Golf Champions in Durban mit Louis Ooshuizen als Sieger, die Joburg Open, die Richard Sterne für sich entschied und die Africa Open vor zwei Wochen, bei der sich Darren Fichardt durchsetzen konnte.

Die Tshwane Open sind neu im Turnierkalender der European Tour und ist zeitgleich auch ein Turnier der Sunshine Tour, der Turnierserie aus Südafrika. Das Turnier wird auf dem Ernie Els-designed-Course des Copperleaf Golf & Country Estate in Centurion ausgetragen. Und auch einer der prominentesten Teilnehmer des Turniers, Ex-Ryder Cup-Captain José Maria Olazábal hat Respekt vor dem Kurs: Es ist ein wirklich schöner und auch anspruchsvoller Platz. Und er ist ziemlich lang  leider kämpfe ich gerade mit meinem Driver. Und wenn einem hier ein guter Drive fehlt, hat man schon Probleme. Ich hoffe, das bekomme ich doch in den nächsten Tagen noch hin!  Und der Spanier ist nicht überrascht, dass dieses Turnier hier stattfindet, gibt es doch viele schöne Meisterschaftsplätze in Südafrika und ein entscheidender Faktor: gerade nach den Erfahrungen in der letzten Woche in Arizona das Wetter ist beständig und gut.

Weitere bekannte Gesichter bei dem 1,5 Millionen-Euro-Turnier sind neben Olzábal die beiden Major-Gewinner Michael Hoey (US Open 2005) und Darren Clarke (2011 British Open). Während Clarke erst zum zweiten Mal in diesem Jahr nach der Abu Dhabi Championship auf der European Tour abschlägt, ist es für Hoey das fünfte Turnier in 2013. Wie hoch die Chancen der Herren sind, das Turnier gewinnen zu können, ist nicht klar: weder Olazábal, Hoey oder Clarke konnte sich in diesem Jahr schon in Topform zeigen. Und auch, wenn die Saison für einen weiteren Spanier nur mäßig begonnen hat, könnte sich hier in Centurion auch eventuell Pablo Larrazabal seinen ersten Sieg in diesem Jahr, und seinen dritten insgesamt, holen. Ein Favorit ist auch der Neuseeländer Michael Campbell: der achtmalige European Tour-Gewinner landete bei seinen drei bisherigen gespielten Turnieren in diesem Jahr zweimal in den Top 20 und belegt momentan Rang 70 im Race to Dubai.

Es laufen allerdings auch ein paar Wetten auf einen Youngster aus Deutschland: Max Kieffer feierte bisher ein gelungenes Debüt auf der European Tour. Eine Top Ten-Platzierung (4. bei der Nelson Mandela Championship) und ein verpasster Cut sind eine ganz gute Bilanz für dieses Jahr. Und auch bei diesem, nicht hochkarätigen besetzten, Turnier hat der Düsseldorfer gute, wenn nicht sogar sehr gute Chancen ganz weit vorne mitzumischen. Die Erwartungen von dem zweiten deutschen Starter bei den Tshwane Open dürften etwas bescheidener sein: Moritz Lampert hofft bei diesem Turnier auf den Sprung ins Wochenende, nachdem er bei seinen bisherigen fünf Starts (ausgenommen die Nelson Mandela Championship: hier gab es nur zwei Runden) am Cut scheiterte.
Und es ist noch ein weiterer Deutscher an diesem Wochenende dabei: Torben Baumann. Der 26-Jährige hatte sich über die Sunshine Tour einen Startplatz für dieses Turnier ergattert.  Er hatte die Q-School der südafrikanischen Liga gewonnen (mit -26) und besitzt damit eine volle Spielberechtigung der Sunshine Tour. Wir freuen uns einen weiteren Deutschen im Feld zu sehen.

Man darf also gespannt sein, ob auch der Titel der Tshwane Open an einen Einheimischen geht auf wen wir hoffen, ist wohl klar: Wir drücken euch die Daumen, Jungs!

Mehr Infos: www.europeantour.com