Der Sieger Gordon Brand Jnr (55

WINSTONgolf Senior Open 2013

Schwerin/Vorbeck Der Finaltag der der WINSTONgolf Senior Open 2013 in Vorbeck bei Schwerin stand im Zeichen zweier schottischer Spieler: Gordon Brand Jnr. heißt der Sieger der zweiten Austragung dieses bedeutenden Turniers der European Senior Tour und die Runde des Tages mit 61 Schlägen (11 und Par) spielte Andrew Oldcorn. Brand spielte an allen drei Tagen eine Runde von jeweils 68 Schlägen (-4) und erzielte damit ein Gesamtergebnis von 204 Schlägen (-12), das genügte  um sich Pokal und Siegerscheck in Höhe von 60.000 Euro zu sichern. Ich kann es kaum glauben, dass ich hier gewonnen habe, denn ich habe die letzten 18 Monate nie gut gespielt. Mein Coach meinte kürzlich noch ich sei der beste Spieler auf der Driving Range, aber der schlechteste auf den Turnierrunden, sagte der 55-jährige nach der Siegerehrung. 

Mit einem Birdie auf Bahn 16 verhinderte Brand ein Stechen mit drei weiteren Spielern, die sich mit einem Ergebnis von 205 Schlägen (-11) den zweiten Platz teilen: Andrew Oldcorn (Schottland), David J Russel (England) und Angel Franco (Paraguay). Franco hatte kurz vor Schluss für Spannung gesorgt als ihm auf Bahn 17 ein Eagle gelang (zwei Schläge unter Standard an dieser Bahn). Auf der 18 blieb sein Putt zu kurz und er konnte Brand nicht mehr einholen. Turnierfavorit Ian Woosnam (Wales), der am ersten Tag noch geführt hatte, landete am Ende mit 209 Schlägen (-7) auf Platz 11. Dank einer unglücklichen Schlussrunde von 77 Schlägen (+7) musste sich Titelverteidiger Terry Price (Australien) sogar mit Rang 51 zufrieden geben. 

Mann des Tages war aber Andrew Oldcorn, der sich mit dem neuen Platzrekord von 61 Schlägen (-11) zwischenzeitlich an die Spitze des Feldes schoss. Oldcorn hatte am Freitag mit einer 73 (+1) begonnen und am Samstag eine 71 (-1) gespielt. Am Sonntag gab der Schotte Vollgas. Sieben Birdies gelangen ihm bereits auf den ersten neun Löchern, die er mit 29 Schlägen absolvierte. Danach habe er begonnen nachzudenken, was noch alles möglich ist und welche Spieler einen so großen Rückstand aufgeholt hatten. Paul Lawry hat ein Turnier nach 10 Schlägen Rückstand noch gewonnen, das ging mir alles durch den Kopf und die zweiten neun Löcher waren sehr schwer für mich, denn der Druck wurde immer größer. Deshalb stufe ich die vier unter Par für die zweiten neun Löcher vielleicht sogar noch höher ein. Schon zu diesem Zeitpunkt meinte er, dass sein Ergebnis um ein oder zwei Schläge zu hoch sei“, um die WINSTONgolf Senior Open 2013 noch zu gewinnen, was letztlich auch stimmte.

Philip Golding (England), der gemeinsam mit Peter Fowler (Australien), Paul Eales (England) und Steen Tinning (Dänemark) das Turnier auf Platz 5 beendete, trauerte seinen mentalen Fehlern auf den beiden ersten Runden nach: Wenn ich nur zwei Bogeys gespielt hätte, dann Mehr wollte er zu den Ergebnissen von 9 und 6 Schlägen auf Bahn zwei nicht mehr sagen. 

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung war Jenny Elshout, Direktorin von WINSTONgolf: Alle Spieler haben von sich aus die hervorragende Stimmung und vor allen Dingen den ausgezeichneten Zustand des Platzes gelobt. Fast alle haben schon jetzt gesagt, dass sie auch im nächsten Jahr wieder bei uns abschlagen werden. Die Zahl von insgesamt 2.400 Besuchern an allen Tagen lag zwar unter der des Vorjahres, aber auch dafür sieht Elshout Gründe: Zum einen war das Wetter an den ersten Tagen zu schön, zum anderen hatten wir starke Konkurrenz durch andere Veranstaltungen an diesem Wochenende und schließlich hat sicher auch das Fehlen von Bernhard Langer eine Rolle gespielt. Sie hofft deshalb natürlich für das nächste Jahr wieder auf eine Teilnahme der deutschen Golflegende.