The Masters – Round Three

Birdiebook aus Augusta: Bernhard der Große!

Langer kann Geschichte schreiben

Was für ein Tag beim Masters! Bernhard Langer kann am Sonntag mit 58 Jahren der älteste Majorsieger der Golfgeschichte werden. Langer spielte eine überragende 70 (–2) an Tag 3, liegt mit 215 Schlägen (–1) fürs Turnier auf dem geteilten dritten Platz, schlaggleich mit dem Japaner Hideki Matsuyama, mit dem er morgen auf die Finalrunde im vorletzten Flight gehen wird. Besser als Langer und Matsuyama liegen nur Titelverteidiger Jordan Spieth (213) und Newcomer Smiley Kaufman (214).

Video: Langers 3. Runde zusammengefasst

„Im Unterschied zu den ersten beiden Tagen fielen die Putts heute; ich spiele schon die gesamte Woche über sehr gut“, sagte Langer, der mit nur 27 Putts – schon bei normalem Wind in Augusta eine starke Leistung – die heutige Statistik anführt. „Ich kann gewinnen! Ich muss morgen mein bestes Golf spielen und ein paar andere Jungs dürfen das eben nicht, dann kann es klappen. Auf jeden Fall werde ich Spaß haben“, sagte Langer im Interview.

Augusta

Sandy-Birdie an Loch 2 (Par 5); Langer musste ein volles Holz 3 zum Grün schlagen. Mitspieler Jason Day blieb nach dem Abschlag nur noch ein Eisen 7…

Starker Wind, rasend schnelle Grüns und schwere Fahnenpositionen machten es den 57 im Feld verbliebenen Spielern schwer, sich am sogenannten „Moving Day“ in die gewünschte Richtung zu bewegen. Es war einer dieser im Profigolf rar gesäten Tage, an denen man mit einem Ergebnis über Par im Leaderboard hochklettern konnte. So hart waren die Bedingungen.

Kaymer fällt nach 79er-Runde zurück

„So schwer habe ich den Platz noch nie erlebt“, sagte Martin Kaymer nach seiner 79er-Runde. „Heute hat der Wind sogar beim Putten eine große Rolle gespielt. Diesen Einfluss richtig zu kalkulieren – auf den ohnehin sehr anspruchsvollen Grüns – ist unglaublich schwer“, so Kaymer, der als 52. ins Finale geht.

Augusta

Für Martin Kaymer war der dritte Turniertag beim Masters ein frustrierendes Erlebnis; Die birdiefreie 79 ist sein bisher höchstes Ergebnis im Augusta National.

Adam Scott, Masters-Champion von 2013 sieht das auch so: „Wenn die Grüns so sind wie in diesem Jahr und dann noch dieser extrem böige Wind dazukommt, weiß man einfach nicht, was man tun soll. Spielt man aggressiv und es geht schief, ist der zu zahlende Preis, den sehr hoch. Defensiv geht aber auch nicht; dann bläst der Wind den Ball aus der Linie“, sagte Scott.

Justin Rose aus England beschreibt die Schwierigkeiten des Tages so: „Auf Links-Plätzen kann man bei solchem Wind noch gut spielen, aber hier ist der Platzcharakter und das mögliche Spiel ganz anders; wir reden über Landezonen von zwei bis drei Metern auf den Grüns; vorausgestzt man spielt den richtigen Schlag. Das aber bei böigem Wind richtig einzuschätzen, ist fast unmöglich“, erklärt Rose.