bildschirmfoto-2016-10-01-um-13-44-07

Ryder Cup, Samstag: Wen man alles so trifft…

Der heißeste Spot beim diesjährigen Ryder Cup in Hazeltine sind die Tribünen hinter dem 16. Grün. Hier, an diesem spektakulären Par 5, das die Spieler häufig unter größtem Risiko (links vom Grün liegt ein Teich) mit dem zweiten Schlag attackieren sind bislang die meisten Entscheidungen gefallen. Am heutigen Vormittag versammelten sich rund um das Loch locker 10.000 Zuschauer und ausgerechnet ein ganz bestimmter läuft uns über den Weg: Hollywood-Legende Bill Murray.

Der Star aus Filmen wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, „Lost in Translation“ oder „Ghostbusters“ ist bekennender Golffan, fehlt bei kaum einem großen ProAm weltweit. Gerade hat der entspannte Schauspieler (plauschte mit den Fans, genehmigte sich ein Bier mit Zuschauern) seine eigene (Golf)Bekleidungslinie auf den Markt gebracht (williammurraygolf.com), die er fleißig beim Ryder Cup zur Schau trägt.

Jan Feigen (r.) aus Hamburg ist Volunteer und Marshall beim Ryder Cup.

Jan Feigen (r.) aus Hamburg ist Volunteer und Marshall beim Ryder Cup.

Kurze Zeit später begegneten wir einem Deutschen aus Hamburg, der sich mit dem Ryder Cup-Besuch als Volunteer und Marshall selbst ein riesiges Geschenk gemacht hat. Jan Feigen (34), ein Handicap 12-Spieler vom GC Gut Waldhof im Süden Schleswig-Holsteins und im richtigen Leben Anwalt, bewarb sich vor 18 Monaten auf der offiziellen Ryder Cup-Homepage für einen Posten als Helfer beim Cup in Hazeltine. Als Fan war er bereits bei den Kontinentalwettkämpfen in Schottland vor zwei und Wales vor sechs Jahren.

Vor einem Jahr kam dann die Zusage für Minnesota. Im Laufe dieser Woche wird er überall als Special-Marshall mal eingesetzt: Am Grün, an der Driving Range, am Puttinggreen, am Clubhaus etc. Er kommt Spielern und Teams richtig nah. „Die nicht so coole Location ist der Parkplatz“, weiß Feigen. Dort wurde er zum Glück noch nicht hinbeordert.

Ein Traum, den er sich leistet. Denn außer zwei Polohemden, einer Jacke und Cap, freiem Eintritt und Verpflegung hat er nur das (bei dreieinhalb Stunden Arbeit pro Tag recht üppige) Vergnügen, als Zuschauer und Fan vor Ort zu sein. Dafür muss Feigen den Flug und die Unterkunft selbst berappen. Macht er gern. „Als Fan kann man das schon mal machen“, sagt der Hamburger mit einem breiten Lächeln im Gesicht.