Tiger Woods

Tiger Woods sollte von Ausnahme-Regelung profitieren

Achtmal hat Tiger Woods das Bridgestone Invitational der World Golf Championship-Serie bereits gewonnen. Jedes mal auf dem Südplatz des Firestone Country Club in Akron/Ohio, dort wo das Turnier seit 1999 mit Ausnahme von 2002 ausgetragen wird. Damals führte die International Federation of PGA Tours eine neue Turnierserie ein, in dem Bestreben die besten Golfprofis der Welt, die zum Teil auf verschiedenen Profitouren spielen, öfter als nur bei den vier Majors gegeneinander antreten zu lassen. Vier weitere Turniere bei denen nur die besten der Welt startberechtigt sein sollten, wurden mit der World Golf Championships-Serie geschaffen. Ein Konzept das aufging. Aufgrund der hohen Preisgelder (2015 sind es 9.250 000 $) und den vielen zu verteilenden Weltranglistenpunkten melden regelmäßig fast alle Spitzenspieler, die durch ihre Weltranglistenposition oder Turniersiege in der vorangegangen Saison startberechtigt sind.

Und da liegt das Problem von Jahrhundertspieler Woods. In der Weltrangliste – die er insgesamt 683 Wochen lang anführte – wird er in dieser Woche auf Position 262 geführt, so schlecht wie seit 1996 nicht mehr. Nur die Top-50 der Welt sind sicher für das Bridgestone Invitational qualifiziert. Auch das andere mögliche Qualifikationskriterium – ein Turniersieg auf einer der großen Profitouren während der letzten zwölf Monate – erfüllt Tiger Woods nicht. Eine ganz neue Situation für den Mann der Rekorde.

Im FedEx-Cup steht Woods zurzeit auf dem 185. Rang. Nur die ersten 125 Tour-Mitglieder sind für die erste Playoff-Runde Ende August qualifiziert. Ohne das WGC Bridgestone bleiben Woods nur noch zwei Turniere um kräftig Punkte zu sammeln: die PGA Championship kommende Woche und die Wyndham Championship in der Woche darauf.

Anders als bei den Turnieren der WGC-Serie muss Tiger um seine Startberechtigung bei den vier Majors auch in Zukunft nicht bangen. Er gewann jedes der vier Turniere mehrfach und darf als ehemaliger Sieger bis ins Rentenalter an den Turnieren teilnehmen. Auch um seine Tourkarte auf der PGA muss er sich nicht sorgen. Spieler mit 20 oder mehr Toursiegen haben nicht nur eine lebenslange Startberechtigung, sondern sogar eine eigene Tourkategorie (Nr.17). Neben Tiger fallen von den aktiven Spielern nur Tom Watson, Vijay Singh und Davis Love III in diese Kategorie.