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Der Kampf mit den Temperaturen – und der Motivation

Wilson_StaffAlexander Jordan hat sich für 2016 vorgenommen, die perfekte Golfrunde zu spielen und nachweislich eine Even-Par-Runde auf einem beliebigen 18-Löcher-Kurs hinzulegen – mit Handicap -21! Zusammen mit Ausrüster Wilson Staff  unterstützen wir dieses Vorhaben. In der Rubrik „PROJECT ZERO“ berichtet Jordan regelmäßig hier von seinen Fortschritten und Rückschlägen. In Folge 4 geht’s um die Motivation im Winter.

Das Wetter kostest mich Kraft und Nerven! In den vergangenen 14 Tagen ist es kalt geworden, die Temperaturen befinden sich um den Gefrierpunkt und das lässt meine Motivation nicht gerade steigen.

Wenn ich auf den Parkplatz fahre und feststelle, dass ich anscheinend der einzige Verrückte bin, der sich bei dem Wetter auf die Driving Range begibt, ist das nicht förderlich für die Motivation. Bevor ich hinausgehe in die Kälte, verharre ich noch einige Minuten im Auto und stelle mir die Frage: „Warum tust du dir das eigentlich alles an?“  Aber dann führe ich mir das Ziel vor Augen, steige aus und mache mich auf dem Weg zur Range. Tag ein, Tag aus.

Leider waren auch die vergangenen Trainingseinheiten nicht förderlich für die Motivation. Ich bekomme die Hände nicht in die richtige Position und weiß einfach nicht, wieso. Ich führe mir den Golfschwung, den ich mir mittlerweile hunderte Male in Videos angesehen habe vor Augen und weiß was zu tun ist.

Ich weiß es, doch es gelingt mir nicht! Zweifel machen sich breit, ob ich mir nicht zu viel zugemutet habe? Doch der unerbittliche Ehrgeiz es zu schaffen ist da.

Anschließend fahre ich nach Hause und dank einer heißen Dusche taue ich langsam wieder auf, ich esse etwas und schaue mir dabei erneut Videos von Schwungbahnen an, wieder und wieder und wieder.

Es kann doch nicht so schwierig sein, denke ich. Aber doch, das ist es! Beachte ich eine Komponente des Golfschwungs nicht vollständig, ist das Ergebnis nicht akzeptabel.

Aber mein Pro Lars ist geduldig und sieht Fortschritte! Wenigstens einer von uns! Auch wenn sein freundlicher Hinweis, dass ich gerade aus einer verkorksten Trainingseinheit am meisten mitnehmen kann und mich nach vorne bringen wird, nicht gerade ein Motivationstreiber ist.

Ich muss das Gefühl haben, dass sich etwas bewegt, aber das Einzige was sich bewegt ist mein Kopf; beim Golfschwung.

Wenn ich mich ärgere, beachte ich das Grundlegende nicht und das macht es nur nicht schlimmer.

Doch dann, vor zwei Tagen, traf ich den Ball mit einer Leichtigkeit und einem guten Ballflug. Die Videoanalyse bestätigte es, die Hände waren in der richtigen Position. Ein Schlag nach dem anderen war sauber ausgeführt. Warum klappt es auf einmal? Ich weiß es nicht!

Golf bleibt halt manchmal ein Mysterium. Jedenfalls nehme ich diesen Erfolg und die Motivation hieraus mit, um die Bewegung weiter zu verinnerlichen. Freud und Leid liegen gerade beim Golf ganz dicht beieinander. Weiter geht’s!

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