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Der ganze Aufwand nur für die perfekte Runde?

Wilson_StaffAlexander Jordan hat sich für dieses Jahr vorgenommen, die perfekte Golfrunde zu spielen und nachweislich eine Even-Par-Runde auf einem beliebigen 18-Löcher-Kurs hinzulegen – mit Handicap -21! Zusammen mit Ausrüster Wilson Staff  unterstützen wir dieses Vorhaben. In der Rubrik „PROJECT ZERO“ berichtet Jordan regelmäßig hier von seinen Fortschritten und Rückschlägen. In Folge 7 geht’s um Fitnessdialoge.

Als ich vor zwei Tagen wieder meinen Fitnesstempel betrat, kam direkt zur Begrüßung die Frage wie das letzte Fitness-Training war und ob ich Muskelkater gehabt hätte. Wahrheitsgemäß antwortete ich, dass ich es nicht so schlimm fand und es mir auch am nächsten Tag gut gegangen ist. Als Antwort bekam ich ein: „Dann machen wir es heute etwas härter!“

Ich wusste, ich hätte einfach mal die Klappe halten sollen, das war dann wohl ein Eigentor.

„Diese Antwort war wohl ein Eigentor!“

Denn das Training wurde hart – sehr hart. Schon nach dem Aufwärmen auf der Vibrationsplatte lief mir der Schweiß an der Schläfe herunter, aber das war erst der Anfang. Weiter ging es mit den Übungen an den Geräten, wo ich mir an diesem Tag anscheinend extra Gewichte verdient hatte. Die Kraftübungen für die Rücken und Schultermuskulatur waren auch mächtig anstrengend!

Danach ging es an die Rotationsübungen mit dem Terra-Band. Nachdem dieses fixiert wurde, mußte ich mit dem Band in der Hand den Oberkörper rotieren. Nach dem zweiten Set kam die Frage, wie die Übung sei und ich sagte ehrlich „Ach, gar nicht so anstrengend.“ Kaum hatte ich das gesagt, habe ich es auch schon wieder bereut, denn mit einem Grinsen im Gesicht sagte mein Trainer: „Dann gib mir noch einmal 15!“ Gerne doch! Selber schuld, ich lerne es wohl einfach nicht.

In der Rotationsmaschine, für die Stabilisierung und zum Aufbau meiner schrägen Bauchmuskulatur, hatte ich meinen Tiefpunkt. Der Schweiß lief und ich war einfach nur noch mit Atmen beschäftigt. Da höre ich plötzlich „Ist es das wert?“ aus dem Off, fühlte mich aber nicht angesprochen. Ich schwitzte und atmete einfach nur. Aber ich merkte, dass Blicke auf mir ruhten. Als ich zur Seite sah stand dort der freundliche Mann aus der Umkleide, den ich schon vor dem Training gesehen hatte und der mich  freundlich begrüßte. Ein echtes Kraftpaket! Kein Bodybuilder, aber einfach ziemlich durchtrainiert und definiert. Er wiederholte sein Frage noch einmal und ich antwortete kurzatmig: „Was?“ „Na, Golf!“ war seine Antwort.

„Ja, klar! Für die perfekte Runde gebe ich alles!“

Was für eine Frage, natürlich ist es das wert – mir zumindest. Entsprechend antwortete ich auch nur mit einem knappen „Ja, klar!“  Ich denke solche Dialoge können nur Männer: kurz, knapp, aber trotzdem nicht feindselig. Er fragte weiter: „Warum machst du das eigentlich?“ Ich stutzte und dachte mir: Gute Frage! „Weil ich wissen will ob es geht!“ Er nickte, es war ein sehr bedächtiges, verständliches Nicken. Und das habe ich bisher noch nicht so oft erlebt. Die meisten Golfer, die mich darauf ansprechen, schütteln den Kopf oder sagen, dass mein Plan nicht aufgehen wird. Dass es nicht funktioniert. Hier war es anders: Es war das verstehende, anerkennende Nicken eines Sportlers, der ebenfalls die Herausforderung schätzt und weiß das man für ein Ziel hart trainieren muss…

Und genau war dieses ein besonderes Training für mich, an das ich noch eine Weile zurückdenken werde.

Lesen Sie im nächsten Teil wie ich mich für meine GOLF MAGAZIN-Reise nach Belek vorbereite und, was es genau mit diesem Trip auf sich hat! Sie dürfen gespannt sein.

Worum geht es bei Project Zero? Lesen Sie hier meinen ersten Beitrag!