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Besser spielen: Sehen & fühlen

Powervolle Bilder bieten eine großartige Möglichkeit, Ihren Schwung zu verbessern

Im Optimalfall sind Golfunterricht und Entertainment untrennbar voneinander. Je mehr etwas Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Vorstellungskraft anspricht, desto besser können Sie es später rekapitulieren. Und deswegen benutze ich Bilder beim Unterrichten. Das Visuelle ist eng mit dem Sensorischen verbunden, so dass Sie das, was Sie sehen, auch fühlen können. Schwunggedanken sind ein geeignetes Mittel auf der Driving Range. Doch wenn Sie auf der Runde sind, sollten Sie Ihrem Gehirn erlauben, auf Bilder und Gefühle zurückzugreifen. Alle großen Spieler waren in dieser Disziplin herausragend. Die Bilder aus meinem neuen Buch „Kinetic Golf “ werden Ihnen dabei helfen, das Spiel von einem höheren Level aus zu betrachten.

Heizen Sie Ihrem Schwung ein

Um die korrekten Schwungpositionen zu erreichen, müssen sich Ihre Bewegungen optimal ineinander fügen. Stellen Sie sich Ihren Schwung als einen gleichförmigen Kreis aus Flammen vor, der Ihren Körper umgibt. Die besten Schwünge zeichnen sich dadurch aus, dass Rück- und Abschwung vom Tempo her aufeinander abgestimmt sind.

• Ihren Rückschwung sollten Sie nicht mit nur 30 km/h ausführen, wenn Ihr Durchschwung 150 km/h erreicht. Der Richtungswechsel wäre dann nicht zu kontrollieren.

Bedenken Sie auch, dass sich die verschiedenen Elemente des Schwungs mit unter-schiedlicher Geschwindigkeit bewegen. Anderenfalls wäre der Körper schon mit dem Rückschwung fertig, bevor der Schläger auch nur die Hälfte dessen hinter sich hat.

• Der Schlägerkopf kreist viel schneller um Sie herum als der Körper sich dreht. Bei einem guten Spieler hat der Schlägerkopf etwa 160 km/h drauf, während sich der Oberkörper mit gerade mal ca. 50 km/h dreht.

Folgen Sie dem Energiefluss

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Um den Fluss der Energie vom Start des Abschwungs bis zum Finish besser zu verstehen, stellen Sie sich vor, wie ein Angler seinen Köder auswirft.

• Das erste Bild (links) zeigt genau, wie der Abschwung mit dem Unterkörper schon beginnen sollte, bevor der Rückschwung abgeschlossen ist. Die Spitze der Angelrute ist noch auf dem Ausholweg, während sich der Körper des Anglers schon vorwärts bewegt. Wie man an den Fransen an meinem linken Bein sehen kann, bewegt sich mein linkes Knie nach vorn und leitet damit die Gewichtsverlagerung in Richtung des Ziels ein. Das Bild eignet sich hervorragend als erster Gedanke des Abschwungs: Bringen Sie die Fransen am linken Bein schon früh in Bewegung.

• Das zweite Bild (Mitte) zeigt, wie der Rest des Körpers dem eben beschriebenen Anfangs-impuls folgt. Alle Fransen fliegen nun entsprechend der Rotationsrichtung.

• Auf dem letzten Bild (Rechts) sehen Sie den vollständig rotierten Körper im Finish. Mein rechtes Knie habe ich kraftvoll in Richtung des linken Beins gestoßen; meine Gürtellinie ist horizontal; und meine Brust ist leicht links vom Ziel ausgerichtet.