David Leadbetters A-Schwung – 3. Teil: Der Abschwung

Im dritten Teil von David Leadbetters A-Schwung behandelt die Schwungphase von der Einleitung des Abschwungs bis zum Erreichen der Finish-Position.

 

VON DAVID LEADBETTER

Das Verhältnis von Rück- zu Abschwung

Nach der verbreiteten Lehre von nur einer Schwungebene im gesamten Golfschwung soll man den Schläger auf derselben Ebene im Rück- und Abschwung führen, um den Ball konstant zu treffen. Meiner Meinung nach ist dies für die meisten Golfer zu schwierig. Es ist viel leichter, von einer steilen Ebene im Rückschwung auf eine flachere im Abschwung zu wechseln. Genau genommen haben schon Jack Nicklaus und Johnny Miller so geschwungen. Diese Bewegung gibt dem Schwung zudem einen großartigen Fluss. Da die Schaftpositionen zur „Halbzeit“ des Rückschwungs und die zur Hälfte des Abschwungs den Buchstaben V formen, spreche ich gerne von der V-Ebene.

Und diese funktioniert wie folgt:
1. Im Rückschwung bleibt der linke Arm nah am Körper und der rechte Arm bleibt darüber. Das rechte Handgelenk winkelt den Schläger steil an. Das linke Handgelenk bleibt nach außen gebeugt und der rechte Bizeps drückt gegen die rechte Brustseite. Auf halbem Weg des Rückschwungs entspricht der Schaftwinkel annähernd der Neigung der Wirbelsäule.

2. Am Beginn des Abschwungs gleitet der Unterkörper zum Ziel, was dabei hilft, den Schläger auf eine flachere Ebene fallen zu lassen.
Dann dreht sich der Rumpf zum Ziel und der rechte Ellenbogen fällt gegen die rechte Hüfte.
Gefolgt vom solidesten Ballkontakt Ihres Lebens.

 

Die wichtigen Sequenzen im Abschwung:

Einleitung

Das tolle am A-Schwung ist, dass der Abschwung im Grunde reaktionär ist. Noch bevor der Rückschwung ganz beendet ist, wird der Unterkörper etwas in Richtung Ziel geschoben. Dadurch gelangt der Schläger auf eine flachere, also horizontalere Ebene. Stellen Sie sich die flüssige Bewegung eines Baseballspielers beim Schlagen vor: Das Gewicht verlagert sich nach vorne, der Schläger fällt.

Impact

Wenn der Rumpf sich in Richtung Ziel zurückdreht, verlagert sich das Gewicht komplett auf die vordere (hier die linke) Seite. Der linke Unterarm und die rechte Handfläche stoßen in Richtung Boden, um die Schlagfläche square auszurichten. Im Impact ist das rechte Handgelenk nach hinten gebogen und das linke Handglenk ist gerade und zeigt zum Ziel. Die Hände sind deutlich vor dem Schlägerkopf.

Nach dem Impact

Der rechte Unterarm rollt nicht über den linken wie normalerweise. Die Freigabe (Release) des Schlägers funktioniert beim A-Schwung so: Das rechte Handgelenk biegt sich in Zielrichtung in eine gebeugte Position, so, als hätte man einen Ball seitlich geworfen. Gleichzeitig gelangt das linke Handgelenk wieder in die angewinkelte Position, die es während des Rückschwungs hatte.

Finish

Das Finish sieht einem konventionellen Schwung-Ende ähnlich. Der Körper dreht sich soweit es geht und dann wickeln Arme und Hände den Schläger um den Nacken. Die Position ist ausbalanciert und relaxed.

Hier geht es zum ersten Teil der Videoserie über Leadbetters A-Schwung

Hier geht es zum zweiten Teil der Videoserie über Leadbetters A-Schwung