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Maiwalds Mandat No 246

»1.000 Schwünge pro Tag? Das ist doch gar nichts!«, schrieb mir ein Leser zu einer meiner letzten Kolumnen. »Mit dieser Methode schaffen Sie sogar 2.000, ohne müde zu werden! Und in viel weniger Zeit!«

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James Last
James Last

Im Walzertakt zum Spitzengolfer

Klar, dass mein Interesse geweckt wurde. Kurz zur Erinnerung: Tiger Woods führt 1.000 Schwünge pro Trainingstag aus – davon allerdings 500 Putts und 300 Annäherungen. Dennoch: eine respektable Zahl. Bei meinem Versuch vor ein paar Monaten musste ich nach 750 Bällen abbrechen, denn meine Hände waren ganz taub geworden.

Und jetzt also 1.000 Schwünge? Gar 2.000? Ohne großen Aufwand? »In 13 Minuten sind Sie schon bei 450 Schwüngen«, versprach mir der GM-Leser. Und das Ganze funktioniert so: Auf der sympathisch skurrilen Seite golfsong.de können Sie mit einem QR-Code den Sound von James Last runterladen und dazu kontrollierte Schwünge machen – ohne Ball natürlich und am besten vor einem Spiegel, eine Anleitung wird auf der Seite mitgeliefert. Martin Wiederholl, Ersteller der Seite, kannte James Last noch persönlich.

Der Golfschwung als Tanzeinlage: So etwa müssen wir uns die Idee vorstellen. Und wenn die jüngeren Leserinnen und Leser mal sehen wollen, wie Webseiten zu den Pionierzeiten des Internets aussahen, sollte auch mal vorbeischauen: Es ist eine Zeitreise.

Die Seite ist sicher nichts, was man den 19-jährigen Unter-Null-Handicappern der Ligamannschaft präsentieren sollte. Aber ansonsten gilt: Alles, was uns in Bewegung hält, ist gut. Alles, was den Golfschwung imitiert, ist bestimmt kein Fehler. Und dass Musik und Golf gut zusammenpassen, wusste schon Jack Nicklaus, der einmal diesen schönen Satz sagte: »Ich kann gar nicht schlecht schwingen, wenn ich dabei Moon River summe.«

Feiner Zug: Alle Tipps sind zum Ausprobieren kostenlos; wenn die Ihrem Spiel tatsächlich helfen, wird um eine Spende für den Krebsverein Schwäbisch Hall gebeten.

golfsong.de