Golf Equipment Neuheiten 2021: Eine bunte Mischung!

The Genesis Invitational – Round One

Equipment Neuheiten für die Golf Saison 2021

Zum Jahresbeginn wurden bereits zahlreiche neue Golf Equipment Produkte vorgestellt. Doch es geht weiter! Titleist erweitert seine TSi-Serie von Metal-Woods und Hybrids; Honma schickt die Game-Improvement-Reihe GS ins Rennen und verspricht Durchschnittsgolfern mehr Länge, während TaylorMade die dritte Generation der TP5-Tourbälle präsentiert.

Golf Equipment Neuheiten: TITLEIST

Titleist hat seine Sortimentstiefe über die letzten Jahre sukzessive ausgebaut. Der Hersteller, der lange Zeit im Ruf stand, ausschließlich Schläger für gute Spieler herzustellen, verfolgt mittlerweile den Ansatz, Golfern aller Spielstärken und Altersgruppen innerhalb der Produktpalette eine große Auswahl zu bieten. Dabei setzt man auf zweijährige Produktzyklen. Der erste Teil der neuen TSi-Serie wurde mit den TSi2- und TSi3-Hölzern bereits im Herbst 2020 auf den Markt gebracht. Nun wurde die Reihe um zwei weitere Driver (TSi1 und TSi4), das TSi1-Fairway-Holz sowie drei Hybrid-Varianten (TSi1, TSi2 & TSi3) ergänzt.

Golf Equipment von Titleist

Golf Equipment Neuheiten von Titleist.

TSi1-Serie

Länge leicht gemacht

Golf Equipment von Titleist: Fairway Holz

Leichtgewicht: Auch bei Fairway-Hölzern profitieren viele Golfer vom Leichtbaukonzept.

»Länge leicht gemacht« lautet der Claim mit dem Titleist die Eigenschaften der neuen TSi1-Serie zusammenfasst. Durch reduziertes Gewicht soll für Golfer mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit und in der Folge mehr Schlaglänge erzielbar werden. Zielgruppe sind Spieler und Spielerinnen mit niedriger bis mittlerer Schwunggeschwindigkeit, deren Anteil, an der Gesamtheit aller Golfer, Titleist auf beachtliche 30 Prozent taxiert. In der Vorgängerserie TS hatte man zum ersten Mal auf einen ultraleichten Driver für Golfer mit langsameren Schwüngen gesetzt. Mit großem Erfolg. Folgerichtig wird das Leichtbaukonzept in der neuen TSi-Serie nicht nur weitergeführt, sondern auch auf Fairwayhölzer und Hybrids ausgedehnt.

TSi1-Driver

Power durch Leichtbau

»Beim neuen TSi1-Driver haben wir uns darauf konzentriert, wie wir dem Spieler noch mehr Geschwindigkeit liefern können als beim ursprünglichen TS1«, sagt Stephanie Luttrell, Leiterin der Entwicklungsabteilung Titleist Metallhölzer. Insgesamt bringt der 460 ccm große TSi1 knapp 40 Gramm weniger auf die Waage als ein Standard-Driver. Sowohl der Schlägerkopf als auch Schaft und Griff sind leichter. »Golfer mit niedrigeren Schwunggeschwindigkeiten werden mit einem geringeren Schlägergesamtgewicht mehr Erfolg haben. Der TSi1 wird aus den gleichen Materialien gefertigt wie die anderen TSi-Driver, ist jedoch leichter und bietet den Spielern, für die er entwickelt wurde, dadurch die volle Leistung«, erklärt Josh Talge, Vizepräsident Titleist Golfschläger-Marketing.

Die Konstruktion unterstützt einen hohen Ballflug mit mittlerem Spin und weist zudem eine leichte Draw-Gewichtung auf. Verglichen mit dem Vorgängermodell ist die Kopfform aerodynamisch optimiert worden. Für die Schlagfläche des TSi1 verwendet Titleist – wie bei allen TSi-Drivern – als einziges Unternehmen in der Golfindustrie eine patentierte Titanlegierung aus der Raumfahrt namens ATI 425. Diese sei fester, elastischer und belastbarer als herkömmliche Titanschlagflächen.

Wie immer im Equipment-Bereich gilt, dass es kaum absolute Wahrheiten gibt und Fittings der sicherste Weg sind, um herauszufinden, welches Material am besten zu einem passt. Einen Richtwert gibt es dennoch: Sollten Sie mit dem Driver eine Schlägerkopfgeschwindigkeit von 90 mph (145 km/h) nicht überschreiten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der TSi1-Driver für Sie die beste Option aus dem Driver-Angebot von Titleist ist. Dass er auch passen kann, wenn Sie schneller schwingen als eben dieser Wert, zeigt ein Blick auf die LPGA Tour: Dort haben es zurzeit alle vier TSi-Driver in die Bags der Proetten geschafft.
Preis: 599 Euro

TSi1 FW

Sinnvolle Premiere

Zum ersten Mal gibt es mit dem TSi1 auch ein ultraleichtes Fairway-Holz, das als zum Driver passende Ergänzung entwickelt wurde. »Als wir den TS1-Driver auf den Markt brachten, hörten wir oft von Golfern, denen der Driver gut gefiel, dass sie sich ein ähnliches Fairway-Holz wünschten«, berichtet Josh Talge. Das TSi1 ist insgesamt 50 Gramm leichter als die anderen Fairwayhölzer. Zehn Gramm davon entfallen auf den Schlägerkopf. Den Ingenieuren ist es dabei gelungen, das für die Fehlerverzeihung entscheidende Trägheitsmoment (MOI) auf dem gleich hohen Niveau der TSi2-Fairwaywoods zu halten. Das liegt vor allem an der flachen Form des TSi1 und dem weit hinten positionierten Schwerpunktzentrum, das auch einen mühelosen hohen Ballabflug fördere. Das TSi1-Fairwayholz wird in einer umfangreichen Palette von Lofts angeboten, vom Holz 3 (15 Grad) bis zum Holz 9 (23 Grad). Loft und Lie sind verstellbar.
Preis: 329 Euro

TSi4-Driver

Kompakter Spin-Killer

Golf Equipment von Titleist: TSi4

Profi-Stoff: Der TSi4-Driver hat die kleinste Zielgruppe innerhalb der Schlägerfamilie. Seine Konstruktion ermöglicht eine deutliche Spinnreduzierung; zu Lasten der Fehlertoleranz.

Der TSi4-Driver markiert das andere Ende des TSi-Driver-Spektrums. Zur Zielgruppe gehören sehr schnell schwingende, versierte Golfer, die eine deutliche Spin-Reduzierung benötigen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Der TSi4 verfügt über den niedrigsten und am weitesten vorne liegenden Schwerpunkt (CG) der TSi-Driver-Familie. Durch diese Schwerpunktposition behalte er einen niedrigen dynamischen Loft im Treffmoment bei und erzeuge den erwünschten niedrigen Spin. Das aerodynamische Design des nur 430 ccm großen TSi4-Kopfs reduziert den Luftwiderstand und unterstützt dadurch höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten. Wer leichte Spielbarkeit und hohe Fehlertoleranz sucht, ist beim TSi4 an der falschen Adresse. Sollte Ihr Schwung allerdings dem von Tourpro Adam Scott sehr nah kommen, sind sie bei diesem Modell eventuell genau richtig.
Preis: 599 Euro

TSi Hybrids

Golf Equipment: Umfangreiches Hybrid-Angebot

In der jüngeren Vergangenheit brachte Titleist stets zwei Hybrid-Varianten raus. In der TSi-Serie wird nun analog dem Angebot an Fairwayhölzern auf drei Modelle aufgestockt. Zusammenfassend lässt sich die Hybrid-Reihe wie folgt beschreiben: Mit der Erhöhung der Modellnummern von 1 bis 3 werden die Köpfe kleiner und graduell weniger fehlerverzeihend. Neben – dem bisherigen Muster folgend – TSi2 und TSi3 gesellt sich nun das Leichtgewicht TSi1. Dessen großzügige Kopfform ähnelt der eines Fairway-Holzes und bietet das höchste Trägheitsmoment, das ein Titleist-Hybrid je aufwies.Golf Equipment von Titleist

Der Schwerpunkt ist sehr niedrig, um einen hohen Ballstart zu erleichtern. Golfer mit moderaten Schwunggeschwindigkeiten profitieren vom geringen Gesamtgewicht (20 Gramm weniger als ein Standard-Hybrid) und der großen Auswahl an Loft-Optionen. Das TSi2-Hybrid steht größenmäßig in der Mitte. Titleist geht davon aus, dass es für eine Mehrheit der Golfer am besten geeignet sei. Das TSi3-Hybrid hat den kleinsten Kopf, der zudem kantiger und eisenähnlicher wirkt. Es erzeugt den flachsten Ballflug und dürfte sich besonders gut für Golfer eignen, die steiler an den Ball kommen und auch in der Hybrid-Kategorie Wert auf vielseitige Einsetzbarkeit legen. Als einziges der drei Modelle verfügt das TSi3 über das neue SureFit CG-Track-Design mit einem auf einer Schiene verschiebbaren Gewicht für die Schwerpunkt-Anpassung auf horizontaler Ebene. Loft und Lie sind in allen Hybrids anpassbar.

Preis: 299 Euro

Golf Equipment Neuheiten: HONMA

Das japanische Traditionsunternehmen Honma kann auf eine über 60-jährige Geschichte zurückblicken. Bekannt geworden ist der Hersteller mit edlen Persimmon-Hölzern, hochwertig geschmiedeten Eisen und extrem teuren Schlägerserien im Ultra-Premium-Segment. Letztere werden unter der Marke »Beres« auch heute noch angeboten, doch längst beschränkt sich das Angebot nicht mehr ausschließlich auf solche Nischen. Denn das Unternehmen befindet sich im Umbruch: Man will ein Big Player im globalen Golf Business werden, die westlichen Märkte erobern und sich nicht mehr allein auf die starke Position in Asien beschränken.

Dafür braucht es ein breites Sortiment, dass sowohl Golfer verschiedener Spielstärken bedient als auch preislich zugänglicher ist. Hier kommt die T//World ins Spiel; quasi das Marken-Dach, unter dem sich alle Honma-Produkte versammeln, die eine große Zielgruppe haben und in Konkurrenz zu denen der großen Hersteller stehen. Das Schlägerangebot der T//World reicht vom einteiligen geschmiedeten Muscle Back-Eisen bis zu vertrauenerweckenden, spielunterstützenden Game-Improvement-Modellen. Aktuell tragen die Hölzer und Eisen, die für bessere und sehr gute Spieler gedacht sind das TR-Kürzel (TR steht für Tour Release). Die neue Game-Improvement-Serie trägt den Namen GS. GS steht für »Gain Speed« und gibt schon das Thema vor: Sie soll Golfern mit langsameren Schwüngen und mittleren bis hohen Handicaps zu mehr Schlaglänge verhelfen und sie im Kampf gegen den stark verbreiteten Slice unterstützen.

Die GS-Reihe umfasst Driver, Fairway-Hölzer, Hybrids und Eisen, jeweils in einer Herrenversion und einer leichteren speziell für Damen konzipierten Ausführung.

GS Driver

Golf Equipment von Honma: Driver

Driver von Honma.

Tempo, Tempo

Der GS-Driver verfügt über einen kurvenförmigen Schlitz in der Sohle, um hohe Ballgeschwindigkeiten über einen großen Teil der Schlagfläche zu ermöglichen und den Verlust von Weite bei nicht mittig getroffenen Schlägen zu reduzieren. Das Prinzip ist nicht neu, viele Hersteller haben schon mit Kanälen in der Sohle gearbeitet, um die Biegsamkeit der Schlagfläche zu steigern. Doch dieser Ansatz geht darüber hinaus. Anstatt eines von der Ferse zur Spitze gerade verlaufenden Spalts, entwickelten die Ingenieure einen Kanal mit eigentümlicher Biegung. Zur Kopfspitze hin krümmt dieser sich in Richtung der Schlagfläche und wird in diesem Bereich breiter und tiefer. Honma geht davon aus, dass bei Golfern der GS-Zielgruppe der Ballkontakt oft an der Spitze der Schlagfläche stattfindet. Die in diesem Bereich noch weiter gesteigerte Biegsamkeit sorge dafür, dass die Ballgeschwindigkeit trotz der eigentlich ungünstigen Impact-Position hoch bleibt; und der an dieser Stelle typischerweise entstehende zu hohe Spin reduziert wird.

Golf Equipment von Honma: Driver

Klares Ziel: Bei den Schlägern der GS-Reihe wurde jede Komponente für die Längensteigerung von Golfern mit langsameren Schwüngen konzipiert.

Zudem verstärke die Konstruktion den sogenannte Gear-Effect, sodass der Ball mehr Draw-Spin entwickelt und so dem Fehlschlag nach rechts entgegengewirkt werde.
Die Schlagflächen-Innenseite weist ein strahlenförmiges Muster unterschiedlicher Dicke auf, was ebenfalls für eine effektivere Energieübertragung auf den Ball sorgen soll. Sogar die Kronen-Konstruktion steht ganz im Zeichen von »mehr Geschwindigkeit«. Obwohl Honma mit der Verwendung von Kohlefaserkronen bestens vertraut ist, setzt man im GS-Driver auf hauchdünnes Titan. Der Gedanke dahinter ist, dass die überlegene Steifigkeit des Titans mehr Biegung in der Schlagfläche konzentriert.

Ein Wolframgewicht in der Sohle senkt den Gewichtsschwerpunkt. Die fersenseitige Positionierung des Gewichts erleichtert das Schließen der Schlagfläche im Treffmoment und unterstützt eine Flugkurve von rechts nach links (für Rechtshänder).

Loft und Lie sind über ein verstellbares Hosel justierbar. Dabei nutzt man ein ausgeklügeltes Non-Rotating-System, das Veränderungen der Schlagflächenwinkel erlaubt, ohne dabei die Ausrichtung des Schafts zu verändern. Denn Honma ist davon überzeugt, dass jeder Schaft nur eine optimale Ausrichtungsposition hat und dass die Konstanz der Schläge leidet, wenn man diese verändert.

Preis: 599 Euro

GS FW & Hybrids

Hoch und weit mit Sicherheit

Bei den Fairway-Hölzern und Hybrids kommt dem Sohlenspalt eine mindestens so große Bedeutung zu wie beim Driver. Denn diese Schläger werden fast nur vom Boden geschlagen, der Ball wird also oft tief auf der Schlagfläche getroffen. Mithin ist die gesteigerte Biegsamkeit der Schlagfläche im unteren Bereich entscheidend für hohe Ballgeschwindigkeiten. Golfer der Zielgruppe haben aufgrund ihrer niedrigeren Schwunggeschwindigkeit oft Probleme, mit Fairway-Hölzern und Hybrids ausreichend Flughöhe zu erzeugen. Honma geht das Problem über die interne Kopfgewichtung und das Schaftprofil an. Das Schwerpunktzentrum liegt tief und hinten im Kopf, um die Stabilität zu steigern und einen hohen Ballflug zu fördern. Auch der relativ tiefe Kickpoint der eigenfabrizierten Speedtuned-Schäfte unterstützt dieses Ziel.
Preise: 325 Euro (FW), 295 Euro (Hybrid)

Golf Equipment: GS Eisen

Golf Equipment von Honma: GS Eisen

Power-Eisen: Auch die GS-Eisen werden sowohl in einer Version für Herren (rot) angeboten als auch in einer speziell für Damen (gelb) abgestimmten Ausführung.

Sweetspot-Wachstum

Die mehrteiligen Köpfe der GS-Eisen haben Schlagflächen aus hochfestem Stahl, die sich um die Sohlenkante herum erstrecken. Solche L-Cup-Einsätze vergrößern den Sweetspot indem sie die Biegsamkeit im unteren Schlagflächenteil steigern und damit für mehr Ballgeschwindigkeit sorgen. Die langen und mittleren Eisen (E4-E7) weisen zudem einen Sohlenspalt auf, der das Wirkprinzip noch unterstützt.

Auf der Innenseite der Schlagfläche nutzt Honma eine vertikal verlaufende Riffelung, um Gewicht zu reduzieren und die Ballgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgängermodell XP-1 zu verbessern sowie eine konstante Spin-Kontrolle zu erhalten.
In der Sohle wird ein schwererer Stahl verwendet, um den Schwerpunkt zu senken und so trotz der starken Lofts einen hohen Launch zu erzeugen. Zur Steigerung des Trägheitsmoments werden in den Kopfspitzen Wolframgewichte verbaut.
Preise: (ab) 1.400 Euro (7 Eisen mit Stahlschäften), 1.680 Euro (Grafitschäfte)

Golf Equipment Neuheiten: TAYLORMADE

Nachdem TaylorMade seine neue Hauptserie SIM2 bereits vorgestellt hat (siehe GM 3/2021), folgen weitere Neuheiten aus Carlsbad. Dazu zählt ein Update der Hi-Toe Wedge-Serie sowie die neue Generation der Tourbälle TP5 und TP5x.

Hi-Toe Raw Wedges

Die Hi-Toe Raw Wedges von TaylorMade.

Die Hi-Toe Raw Wedges von TaylorMade.

Die »spinnen« doch!

Anfang 2018 stellte TaylorMade als Ergänzung zur damaligen Haupt-Wedge-Linie »Milled Grind« seine erste Generation von Hi-Toe-Wedges vor. Die Schläger mit der hochgezogenen Spitze im bronzefarbenen Patina-Look schafften es schnell in die Bags von Dustin Johnson und Rory McIlroy; und sorgten auch dadurch für Aufsehen. Neben der hochgezogenen Spitze fielen die Hi-Toes auch dadurch auf, dass die Grooves in den »hochloftigen« Modellen durchgehend über die gesamte Schlagfläche verlaufen.

Unterschiedliche Grooves: So sehen die Raw-Schlagflächen aus, wenn Rost angesetzt hat. In den Lofts bis 54° sind die Grooves traditionell angeordnet. Von 56° an verlaufen die Scoring-Lines über die gesamte Schlagfläche.

Die neue Hi-Toe Raw Serie bietet einige Upgrades mit denen die Schläger auch näher an den technologischen Stand der Milled Grind 2-Reihe geführt werden. Dazu gehören – der Name verrät es – Schlagflächen im Raw-Design. Bei diesen sind die neuen Schlagflächen nun mit schärferen und schmaleren Grooves sowie einem lasergeätzten Muster versehen. Raw-Wedges sind nicht chromiert oder anderweitig beschichtet, setzen daher im Laufe der Zeit Rost an und sind nicht zuletzt unter Tour-Pros sehr beliebt. Als Gründe werden oft das Ausbleiben von Blendungseffekten durch von der Schlagfläche reflektierende Sonnenstrahlen sowie eine stärkere Spin-Entwicklung genannt.

Ein High-Toe-Wedge mit ganzflächigen Grooves zu versehen, erscheint sinnvoll, da dies die vielseitige Einsetzbarkeit ums Grün herum verbessert. So lässt sich das Schlägerblatt in schwierigen Lagen weit öffnen, während die verlängerten Rillen sicherstellen, dass selbst leichte Fehlschläge noch etwas Spin entwickeln.

Wie schon in der aktuellen MG2-Serie setzt der Hersteller auch in den Hi-Toe-Wedges auf das sogenannte Thick-Thin-Design. Den Ingenieuren ermöglicht diese Kombination aus dünnerer Topline, dickerer Schlagfläche sowie zusätzlicher Masse im oberen Bereich der Rückseite, die Position des Schwerpunkts (CG) für einen präzisen Flug und ein verbessertes Gefühl zu optimieren. Der relativ hohe CG in den Hi-Toes erzeuge einen niedrigeren Launch mit mehr Spin, und biete dadurch auch bei vollen Schwüngen eine bessere Kontrolle über den Ballflug; Eigenschaften, die gerade von guten Spielern sehr geschätzt werden.

Das bedeutet aber nicht, dass sich die Hi-Toe-Serie nur an Spitzenspieler richtet. Mit der Big-Foot-Variante wurde auch an Golfer mit durchschnittlichen Fertigkeiten gedacht. Das Big Foot zeichnet sich durch eine sehr breite Sohle (32 Millimeter) mit ganzen 15 Grad Bounce aus. Diese Sohlengeometrie soll verhindern, dass sich der Schläger in den Boden eingräbt und somit Golfern, die bei kürzeren Schlägen Probleme haben, mehr Fehlerverzeihung bieten.

Die Hi-Toe Raw Wedges werden mit Standard-Bounce in den Lofts, 50°, 52°, 54°, 56°, 58°, 60° und 62° angeboten. Low-Bounce-Varianten gibt es in den Lofts 58° und 60°; das Big Foot-Modell in 56°, 58° und 60°.
Preis: 189 Euro

TP5(X) Bälle

Fünf gewinnt!

Als einer von sehr wenigen Produzenten setzt TaylorMade bei den Bällen seiner Tour-Linie TP5(x) auf einen fünflagigen Aufbau. Man ist davon überzeugt, dass erst das Zusammenspiel der fünf Schichten unterschiedlicher Härte zu optimalen Leistungseigenschaften führe und eine Entkopplung von (gewünschtem) Spin im Kurzen Spiel und (unerwünschtem) Spin im Langen Spiel ermöglicht.

Die Konstruktion zeichnet sich durch vier von innen nach außen fester werdenden Schichten aus, unter einer Schale aus hochwertigem gegossenem Urethan. Mit diesem Bauplan konnte TaylorMade, als 2017 die ersten TP5-Generation auf den Markt gebracht wurde, zum ersten Mal im Segment der Tour-Bälle ein Produkt platzieren, das im Wettbewerb gegen die Konkurrenz nicht in der Bedeutungslosigkeit versank.

In der zweiten TP5-Generation von 2019 wurde eine neue geschwindigkeitssteigernde High-Flex-Mantelschicht (direkt unter der Schale) implementiert. Nun, in der dritten Produktgeneration der TP5(x) geht es vor allem um aerodynamische Verbesserungen für mehr Fluglänge; das Zauberwort heißt Tour Flight Dimple Pattern. Bei der Weiterentwicklung habe Feedback von Weltklassespielern wie Rory McIlroy, Dustin Johnson und Rickie Fowler eine wichtige Rolle gespielt. Das neue Design hat eine einzigartige Dual-Radius-Form, die das Dimple-Volumen von der Tiefe entkoppelt, um die Luftströmung um den Golfball während des Fluges zu optimieren, was letztendlich den Luftwiderstand reduziert und die Weite fördert.

Traditionell ist der TP5 das weichere Modell, das mehr Spin ums Grün herum entwickelt, während der festere TP5x etwas höher fliegt und noch länger sei. In der 2021er-Serie hat man den TP5 mit einem größeren reaktiveren Kern für mehr Ballgeschwindigkeit ausgestattet und dem TP5x eine weichere Schale spendiert; insgesamt bliebe das Verhältnis der Eigenschaften aber bestehen. Beide Modelle sind in Weiß, Gelb und im von Rickie Fowler entworfenen »pix-Muster« erhältlich.
Preis: 58 Euro (pro Dutzend)