Golf Magazin – Frage des Monats 3/21

Omega Dubai Desert Classic – Day One

Na – bereits den Ausweis für 2021 in der Tasche? Eventuell sind Sie ja auch schon von Ihrem Club über Ihr neues Handicap informiert worden oder haben bei »MyGolf« (DGV) nachgeschaut? Die Redaktion erreichte Informationen, dass es da bereits die ersten, sagen wir mal, Irritationen gegeben hat.

Einige haben sich unerklärlich verschlechtert, andere bekamen ein Handicap, von dem sie niemals zu träumen gewagt hätten. Manch einer ist erfreut, andere sind empört. Clubs geraten in Erklärungsnot. Wie das neue World Handicap System (WHS) »eigentlich« funktionieren sollte, war in GM 1/21 zu lesen. Doch wie ist diesbezüglich die Stimmung in Golf-Deutschland?

Und uns interessiert deshalb jetzt, wie Sie das neue World Handicap System einschätzen. Zum Mitmachen klicken Sie einfach auf den roten Button unten…

Sind Sie mit Ihrem neuen Handicap zufrieden?

Als Belohnung gibt es natürlich auch diesmal wieder ein Gewinnspiel: Wir verlosen unter allen Teilnehmern fünf Dutzend Tour B XS-Bälle aus der Tiger-Woods-Edition von Bridgestone.

Ergebnis der Januar-Umfrage

Fast jeder schimpft mal

Im Januar hatten wir die Golf Magazin-Leser und -User gefragt, ob auch sie selbst während der Runde mal fluchen. Außerdem wollten wir wissen, ob der Start der Corona-Impfungen ihre Urlaubsplanung für 2021 beeinflusst.

Ein verzogener Schlag, ein zu kurzer Putt oder gar fett ins Fairway gehauen – für die meisten von uns Freizeitgolfern sind das ganz normale Geschehnisse, die häufig mit kräftigen Kommentaren garniert werden. Und deshalb fragten wir unsere Leser und User in GM 01/21: »Fluchen Sie auf dem Golfplatz?« Die kaum überraschende Antwort: Ja, fast jeder tut’s.

Mit 50,3 Prozent schränkt zwar die Hälfte aller Teilnehmer ein, dass sie »nur ganz, ganz selten« schimpfen. Doch immerhin 33,6 Prozent erklären, »ja, das kommt öfters mal vor.« Vergleichsweise wenige verlieren die Contenance »eigentlich bei fast jedem Fehlschlag« (2,0%) bzw. bekennen ganz offen: »Ich werfe auch mal den Schläger oder hacke in den Boden (2,5%). Kein böses Wort über die Lippen kommt allein jenen 11,6 Prozent, die entschieden antworten: »Nein, niemals!«

Golfurlaub 2021

Dass mittlerweile auch in Deutschland Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden, ist für die generell sehr reisefreudigen Golfer natürlich eine besonders erfreuliche Nachricht. Möchte man meinen. Doch die Antworten auf die Frage, ob die Impfstoff-Verfügbarkeit die Golfurlaubsplanung unserer Leser und User für 2021 beeinflussen wird, lassen eine gewisse Nachdenklichkeit erahnen.

Jedenfalls bekennt die eindeutig größte Teilnehmergruppe: »Nein, ich werde wohl weiter nur Golfplätze in der Heimat besuchen (39,6%). Und ein Fünftel aller GM-Leser und -User meint, »darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht (20,5%).

Die restlichen knapp 40 Prozent hingegen hat die Reiselust bereits wieder gepackt. »Ja, ich kann’s kaum erwarten, wieder in Südeuropa zu spielen«, freuen sich 28,6 Prozent, gefolgt von »natürlich, ich plane sogar schon einen Golfurlaub außerhalb von Europa« (9,2%). Und immerhin 2,0 Prozent waren in diesem Winter bereits zum Golfen weg: am Mittelmeer, auf den Kanaren oder an ähnlichen Zielen.

  1. Thomas Appel

    Prinzipiell finde ich das neue System gut.

    Zwei Dinge, die miteinander eng zusammenhängen, stören mich allerdings:
    a) es darf nicht sein, dass die Leistung anderer auf meine Ergebnis, wie es sich dann auf das Hcp auswirkt, Einfluss hat. Wenn ich eine gute Runde spiele und andere tun das auch, dann ist es ein Unding, dass das dann durch eine entsprechende Berechnung künstlich „verschlechtert“ wird. Bei einem 100m Sprint-Wettkampf kommt kein Mensch auf die Idee zu sagen: Weil heute viele gute Ergebnisse dabei waren, bekommt jeder Sprinter auf seine Zeit 2 Zehntel draufgerechnet. So einen Unfug gibt es – so weit ich weiß – nur beim Golfen. Wie froh war ich, dass sich das vor einigen Jahren geändert hatte und nun fängt man mit dem Unfug wieder an.
    b) Damit hängt zusammen, dass ich nach meiner Runde nicht weiß, was sie „wert“ ist. Ich denke, der Spieler sollte am Ende der Runde wissen (oder berechnen können), wie sich die gespielte Runde auf das Hcp auswirkt.

  2. H. Jürgen Gorzolka

    Liebe Golffreunde,
    erklärt wird die Einführung damit, dass die aktuelle Spielstärke wiedergegeben wird und international vergleichbar ist.
    O.k.
    Für mich ist aber nicht nachvollziehbar, dass Spieler die schon jahrelang kein vorgabewirksames Ergebnis vorweisen können, mit dem Handicap geführt, das sie vor 10 und noch mehr Jahren erspielt haben.
    Für mich wird in diesen Fällen die aktuelle Spielstärke nicht wiedergegeben.
    Hier hakt das System.
    Danke für das Interesse.

    • GZ

      Foooore,

      ich finde es in Ordnung, dass ich schlechter wurde. Falls ich Profi wäre oder damit mein Leben unterhalten müsste, wäre das sicherlich anders.

      Je ernster man es nimmt, desto wichtiger die Zahl im Clubhouse. Man sollte halt wenigstens konstant auf dem Platz liefern.

      Hauptsache ein schönes Spiel.

      GZ

  3. Uwe Kramer

    Ich war doch sehr überrascht, dass sich mein Handdicap um fast zwei Punkte verschlechtert hat, obwohl ich letztes Jahr fast ausschliesslich mit einem körperlichen Handicap spielte und deswegen bei Turnieren nicht wirklich konstant gut gespielt hatte. Was mich aber noch deutlich mehr wurmt, ist, dass unser schöner Sport durch Donald Trump mittlerweile nachhaltig in Verruf gebracht wurde und wir nunmehr in Sippenhaft genommen werden. Das viele prominente Personen sich dabei noch instrumentalisieren ließen und ihm eine Bühne boten, macht das Ganze noch erbärmlicher.

  4. Krauth

    Wird wieder dieser Schwachsinn eingeführt. Haben Sie sich mal die Altersstruktur der Clubs angeschaut, ab 50 aufwärts. Ich habe früher gerne Tuniere gespielt aber heute mit über 70 habe ich keine Lust mehr und will meine Runden drehen ohne auf Schlaganzahl zuachten ganz zu schweigen von meinem Score. Dieser Leistungsdruck ist kontraproduktiv, es wird in Deutschland vergessen das es ein Hobby ist, wer sich messen will bitte, aber wer nicht und das ist die Mehrzahl der Mitglieder hat das nicht nötig.

    • Rainer

      „Runden drehen“ – schön und gut. Aber wir wollen doch gerade nicht nur spazierengehen oder joggen (beides langweilig), sondern Spaß daran haben, uns in einem hochinteressanten Spiel zu „messen“, sprich: unser Bestes zu geben und den Ball mit möglichst wenigen Schlägen in die 18 (oder 9) Löcher zu befördern. Je besser mir das gelingt, desto mehr Spaß macht es mir. Und damit wir „Normalgolfer“ nicht immer frustriert sind, weil wir weit über dem „Standard“ (PAR) liegen, gibt es das Handicap. So sehen wir bei jedem Loch und bei jeder Runde, ob wir im Rahmen unserer bisherigen Möglichkeiten gut oder schlecht spielen – eine tolle Sache! Dass „die Mehrzahl der Mitglieder“ das anders sehen soll, kann ich nicht nachvollziehen – ich denke, das sind nur ganz wenige. Und die können für sich allein spielen oder mit Ihresgleichen – oder der Gesellschaft wegen an Turnieren teilnehmen und die Ergebnisse inkl. resultierendem Handicap ignorieren oder belächeln; jeder nach seinem Gusto!
      (Das schreibt ein 61-Jähriger, der nie unter 31 gekommen ist und nun frustriert ist, weil sein Handicap nicht auf angemessene 44 erhöht wurde.)

  5. NC

    Die Konvertierung vom EGA HCP zu WHS HCPI ist in einer dem DGV unwürdigen Weise abgelaufen. So wurden Spieler, welche ein oder gar kein Turnier in den letzten 4 Jahren gespielt haben, mit einem von bis zu 40 Punkten, besseren HCPI belohnt. Demgegenüber wurden Spieler, die rege am Turniergeschehen teilgenommen und stets in etwa gleiche Spielstärke gezeigt haben, mit einem bis zu 3 Punkte schlechteren HCPI abgestraft. Das kann man beim besten Willen nicht jedem erklären!

  6. Anton H.

    Ich finde die Regelung in Ordnung. Auf jeden Fall spiegelt es eher die Spielstärke des einzelnen Spielers wider. Ich habe mich um ein paar Zehntel ( 7) verschlechtert, aber empfinde es nicht dramatisch. Hätte eben mehr Runden besser spielen müssen. Sicher wird sich jeder daran gewöhnen. Für mich stellt es kein Problem dar. Empfinde auch keinen Neid gegenüber anderen, die evtl. jetzt ein besseres HCP haben als ich, obwohl Sie weit weniger Turniere gespielt haben.

  7. Armin Haspel

    Das neue HCP System war schon lange überfällig! Es ist definitiv das ehrlichere System. Hoffentlich trägt es dazu bei, dass wieder mehr vorgabewirksam gespielt wird. Nach ein paar Wochen redet keiner mehr darüber.

  8. Alexander

    Das System ist nicht besonders gut.
    Das eigentliche Ziel, ein „wahres“ Handicap abzubilden, ist fehlgeschlagen.

    Gerade Spieler, die sehr wenig Turniere spielen oder eine Pause eingelegt haben, haben nicht ihre „wahres“ Handicap. Diese haben dann je nach Fall bei Turnieren weder bei Brutto noch bei Netto ein Chance oder sahnen alle Preise ab, weil sie zu schlecht eingestuft wurden.
    Ein Spielkamerad hat jetzt auf einmal Hcp. 1, da die letzten 20 Turniere mit seinen super Ergebnissen in seine Jugend zurück reichen. Seine aktuelle Spielstärke ist wohl eher 6-10.
    Warum hat man z.B. nach folgendem Modus das Hcp. ermittelt:
    Es zählen die letzten 10 (oder 15) Turniere, wobei das zuletzt gespielte die größte Gewichtung hat. z.B. bei 10 Turnieren: 20%, 19%, 17%, 14%, 10% 5%, 5%, 5%, 5% = 100%
    So würden die letzen 5 Turniere 80% ausmachen. Nur so kann die aktuelle Spielstärke dargestellt werden.
    Natürlich kann es auch so Hcp-Schoner geben, damit diese dann bei großen, lukrativen Turnieren sich nach vorne spielen können. Aber da muss man dann andere Regeln finden.

  9. Alexander

    Das System ist nicht besonders gut.
    Das eigentliche Ziel, ein „wahres“ Handicap abzubilden, ist fehlgeschlagen.

    Gerade Spieler, die sehr wenig Turniere spielen oder eine Pause eingelegt haben, haben nicht ihr „wahres“ Handicap. Diese haben dann je nach Fall bei Turnieren weder bei Brutto noch bei Netto ein Chance oder sahnen alle Preise ab, weil sie zu schlecht eingestuft wurden.
    Ein Spielkamerad hat jetzt auf einmal Hcp. 1, da die letzten 20 Turniere mit seinen super Ergebnissen in seine Jugend zurück reichen. Seine aktuelle Spielstärke ist wohl eher 6-10.
    Warum hat man z.B. nach folgendem Modus das Hcp. ermittelt:
    Es zählen die letzten 10 (oder 15) Turniere, wobei das zuletzt gespielte die größte Gewichtung hat. z.B. bei 10 Turnieren: 20%, 19%, 17%, 14%, 10% 5%, 5%, 5%, 5% = 100%
    So würden die letzen 5 Turniere 80% ausmachen. Nur so kann die aktuelle Spielstärke dargestellt werden.
    Natürlich kann es auch so Hcp-Schoner geben, damit diese dann bei großen, lukrativen Turnieren sich nach vorne spielen können. Aber da muss man dann andere Regeln finden.

    • Rainer

      Das Hcp. 1 kann nur dann aus Jugendergebnissen entstanden sein, wenn der Spielkamerad gerade Anfang 20 ist, denn es wurden nur Ergebnisse der letzten 4 Jahre berücksichtigt!
      Und die vorgeschlagenen Prozentsätze sind nicht für 10, sondern nur für 9 Turniere passend …

  10. Lützkendorf, Guido

    Wenn ich hier so einige Kommentare lese frage ich mich, ob die Golfspieler hier in Deutschland nur darauf aus sind ihr Handikap zu senken, anstatt dem Golf Sport zu frönen. Der Golf Sport ist für mich an der freien Natur sein, weltweit Plätze in ihrer Gestaltung zu genießen und dann den Platz im Spiel zu bezwingen und nicht auf mein Handikap zu gucken. Ihr solltet mal davon wegkommen bei Stableford Punkte zu zählen sondern gegen den Platz spielen. Zählspiel halt. Nehmt es locker es ist Golf hier darf man auch Spaß haben, nicht nur nach der Runde im 19-ten Loch.

  11. Robert Staudte

    Finde es schade, dass wir uns hier alle nur im eigenen Saft drehen.
    Viel schlimmer ist, dass das neue WHI System einem nicht Golfer nicht zu erklären ist.
    Stableford war schon schwierig zu erklären aber heute…. das WHI System, unmöglich!
    Wir als Golfer tun uns ja schon schwer das zu verinnerlichen.
    Wie soll man damit Golf interessanter machen und neue und junge Mitglieder gewinnen?

    Ungerecht finde ich das neue System nur im einstelligen Bereich der Handicaps. Hier kommen Veränderungen viel zu schnell und ich vermisse dadurch eine gewisse Nachhaltigkeit.

    • Rainer G.

      Das verstehe ich jetzt nicht. Beim alten System gab es im einstelligen Bereich einen Minipuffer von 2 Punkten/Schlägen. Spielt der einstellige Spieler jetzt dreimal hintereinander 4 Schläge drüber, passiert unter Umständen bei seinem Index gar nix, weil keines dieser Ergebnisse zu den besten 8 gehört (sofern denn sein Index aus den letzten 20 Ergebnissen errechnet wurde). Und umgekehrt muss er im Vergleich zu seinem aktuellen Index schon sehr viel besser spielen, damit der Index deutlich nach unten geht. Gelingt das einem Spieler und es fallen umgehend aus den besten 8 Ergebnissen dann hinten einige weg, dann ist das doch nur positiv. Statt jede Verbesserung nur mit 1 oder 2 Zehnteln zu belohnen, kann es dann auch mal einen größeren Sprung nach unten geben. Dass es viel schwieriger zu erklären sein dürfte, dem stimme ich allerdings zu…

  12. Heinz

    Die Einführung des neuen Systems wurde ursprünglich damit begründet, dass die Handicaps künftig international vergleichbar sein sollten. Es gibt aber weiter erhebliche Unterschiede. In Schweden zum Beispiel (und ich glaube auch in anderen Ländern wie Portugal) kann jede Runde als vorgabewirksam gewertet werden, ohne dass dies vorher im Sekretariat angemeldet werden muss. Nach der Runde gibt man über die Web-Seite des schwedischen Golfverbandes seinen Score ein und benennt den Zähler. Anschließend erhalten Spieler und Zähler per Mail eine Bestätigung und das neue Handicap vom Verband mitgeteilt Da ich ungefähr gleich viele Runden in D. und in S. spiele, wo das neue System bereits im letzten Jahr eingeführt wurde, ist mein schwedisches Handicap viel aktueller, realistischer aber leider auch höher als das deutsche, in das auch Wettspiel-Ergebnisse eingegangen sind, die über zwei Jahre zurückliegen.

    • Rainer

      Die erste Frage, die sich daraus ergibt: Wieso kann ein Spieler in zwei Ländern geführt werden? Logische Konsequenz eines weltweit einheitlichen Systems wäre eine Übermittlung der Ergebnisse über Ländergrenzen hinweg!

  13. Stephan Evenschor

    Hallo, hier herrscht ein grundsätzliches Missverständnis. Das Hcp ist kein Orden, sondern eine Hausnummer zum Vergleich der (Netto-)Ergebnisse verschiedener Spieler. Insofern ist ein um 40 Punkte niedrigeres Hcp keine „Belohnung“ sondern eher eine Strafe (da wird so schnell netto nichts mehr gewonnen), analog gilt dies auch für das heraufgesetzte Hcp. Entscheidend ist doch ein Wert („Hcp“), der einen möglichst fairen Vergleich der erspielten Scores ermöglicht.

  14. Rainer

    Ich bin unzufrieden. Nicht mit der regulären Berechnungsweise, die ist m.E. fair, reagiert auf Spielstärkenänderungen und einzelne „Ausreißer“ besser als die alte Regelung. Was mich jedoch frustriert, ist die weiterhin bestehende Deckelung. Ich war vor Jahren mal auf 31,3 gekommen und bin dann durch körperliche und zeitliche Einschränkungen wesentlich schlechter geworden. Nach der WHS-Berechnungsmethode käme ich aus den Ergebnissen der letzten Jahre auf ca. 44. Mein WHI wurde jedoch gleich dem alten Handicap (35,5) gesetzt. Ich habe nun gelesen, dass ich eine Freigabe hätte erteilen müssen, aber es ist vorab keine Information gekommen, dass und wie das möglich war!
    Die Frage ist jetzt, ob und wie ich erreichen kann, dass nach meinem nächsten Ergebnis eine freie, ungedeckelte Berechnung erfolgt.

  15. Rainer

    Die erste Frage, die sich daraus ergibt: Wieso kann ein Spieler in zwei Ländern geführt werden? Logische Konsequenz eines weltweit einheitlichen Systems wäre eine Übermittlung der Ergebnisse über Ländergrenzen hinweg!

    • Heinz

      Wenn ich in Schweden eine private Runde spiele, kann ich das Ergebnis auf der Website des schwedischen Golfverbandes eingeben und erhalte mein neues Handicap. In Deutschland wird das Ergebnis aber nicht anerkannt, da der DGV nur Ergebnisse von offiziellen Wettspielen (Turnierergebnisse) als handicapwirksam akzeptiert.

  16. Werner

    Nur im Wettspiel unter ehrlichen, realen Bedingungen, kann eine tatsächliche Beurteilung auf Dauer funktionieren.
    Um das HCP aktuell zu halten, sind daher nunmal in einer Saison auch Turniere zu spielen. Wer das nicht will, wird irgendwann wohl auf -26 rutschen o.ä. und kann ja trotzdem an einem guten Tag viel besser spielen. Das ist aber dann wohl nicht mehr so relevant…
    Das wird mich wohl auch irgendwann betreffen.
    Die jeweils letzten 10 Turniere zur Bewertung heranzuziehen, finde ich im Grundsatz eigentlich ok. Es muss darauf geachtet werden, dass zum Beispiel in heutiger Zeit, über einen längeren Zeitraum gemessen wird.
    In einer Pandemie-Zeit hakt das System natürlich, weil es nicht den konstanten Leistungsstand eines Spielers anzeigen kann (Stichwort..wenig bis gar kein Training und Golfturniere).
    Wenn solch umfangreichen neue Regelungen aufkommen, wird es immer einige Zeit brauchen, bis das System greift. Ein unnötig niedriges HCP zu bekommen, halte ich auch für schwierig, da es ja auch bestätigt werden muss.
    Das Thema gibt es (recht neu) ebenso im Tennissport parallel zum Golf, zum Teil noch viel extremer mit der Leistungsklassen-Berechnung.

  17. Stefan

    Bin zufrieden, weil Ausreißer weniger Einfluss haben. Turnierergebnisse im Ausland, beispielsweise bei Golfturnieren im Urlaub, wenn ich nach einer Woche Golf auch entsprechend gut spiele, können problemlos gewertet werden, was in der Vergangenheit nicht klappte.

    Der Übergang hätte vielleicht freundlicher gestaltet und das bisherige HCP beibehalten werden können. Wer viel vorgabenwirksam spielt, bei dem passt das HCP sich nach der halben Saison an, im anderen Fall ist es ohnehin egal.

  18. Azi

    Gut, denn es bildet doch eher den derzeitigen Leistungsstand auf dem Platz ab. Das Hcp wird in Deutschland Viehzucht wichtig genommen und wenn ich schon zuvor gehört habe, o Gott ich spiel nicht vorgabewirksam, weil ich um 0,1 nach oben gehe, dann hat die Person das Golfspiel nicht verstanden. Spaß haben und im Rahmen seiner derzeitigen Möglichkeiten gegen den Platz spielen, das soll es sein. Handicapschoner wird es immer geben und ich hätte für diese auch eine Variante. Wer keine Turniere spielt oder nur eines im Jahr, wo es was lukratives zu gewinnen gibt, wird auf passiv gestellt und erst ab 5 oder 8 Turnieren pro Jahr wird er aktiv. dann sollen die, die keine Turniere spielen möchten so über den Platz laufen ohne Hcp, die haben dann halt die Platzreife und die sportlich avancierten werden Turniere spielen.

  19. Bernd H.

    Auch wenn das System am Anfang kompliziert erscheint, ist es wohl unterm Strich gerecht. Das das eine oder andere Handicap nach der Umrechnung die aktuelle Spielstärke nicht widerspiegeln würde, wahr wohl von vornherein klar. Ich selber bin um 3,1 Punkte nach oben gestuft worden, da ich tatsächlich eine grottenschlechte Saison gespielt habe. Da ich genau 20 Turniere gespielt habe und meine besten 8 Turniere eben das neue Hdc. genau widerspiegeln. Das man nach der Runde nicht direkt sein neues Hdc. weis, sehe ich nicht so dramatisch. Es geht doch erstmal darum, ob ich gegen mein Handicap eine gute oder schlechte Runde gespielt habe.
    In dem Sinne wünsche ich allen eine schöne und erfolgreiche Saison


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