Callaway Mavrik Driver

Mavrik-RD-DRIVER-FAMILY

Callaway verfolgt seine Strategie, auf künstliche Intelligenz in der Entwicklung von Golfschlägern zu setzen, weiter. Und weitet diesen Ansatz in der neuen Mavrik-Serie sogar aus.

Callaways Mavrik-Serie ersetzt die zwei Jahre alte Rogue-Familie. In der vor einem Jahr auf den Markt gebrachten Epic Flash-Serie (die 2020 im Sortiment bleiben wird) nutzte Callaway zum ersten Mal künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zur Entwicklung von Schlagflächen („Flash Face“). Für die Entwicklung der Mavrik-Linie investierte Callaway in einen neuen, noch leistungsfähigeren „Supercomputer“, der tausende virtuelle Prototypen kreierte, bis die finalen Entwürfe standen. Von der zweiten Flash Face-Generation „SS20“ (Super Strength for 2020) verspricht der Hersteller erneut einen Zuwachs an Ballgeschwindigkeit; und das über einen größeren Bereich der Schlagflächen.

„Maverick“ bedeutet übersetzt so viel wie Querdenker oder Nonkonformist. Ein Maverick ist also jemand, der Konventionen trotzt. Mit der Namensgebung der neuen Schlägerserie möchte Callaway den unkonventionellen Entwicklungsansatz betonen, der hinter den neuen Mavrik-Schlägern steht.

Die Epic Flash-Driver waren (und sind) ein großer Erfolg. Die ersten mit Hilfe von künstlicher Intelligenz designten Schläger verkauften sich (wie schon die erste Epic-Generation und die Rogue-Serie) hervorragend. Doch trotz Supercomputers waren auch die Epic Flash-Driver nicht ohne Makel. Zu ihren besten Eigenschaften zählt die höhere Ballgeschwindigkeit bei Sweetspot-Treffern. Weniger beeindruckend ist die Performance bei Off-Center-Hits und der laute, schrille Klang, den die Driver produzieren.

Callaway verspricht seit der Entwicklung der Epic Flash-Serie viel darüber gelernt zu haben, wie man künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen am besten nutzt und ist sich sicher, die „Kinderkrankheiten“ von Epic Flash mit der Mavrik-Linie ausgemerzt zu haben. Entscheidend für Verbesserungen sei dabei – neben der Leistungsfähigkeit des genutzten Computers – vor allem welche Zielvorgaben man der Maschine macht. Beispiel: „Bittet“ man den Computer nicht, auch den Klang zu berücksichtigen, wird er das auch nicht tun. So außergewöhnlich der maschinelle Designprozess auch wirken mag, eines ändert sich dabei nicht: Für die Performance eines Golfschlägers bleiben am Ende Geometrie und Materialien entscheidend.

Flash Face SS20

Herkömmliche moderne Driverschlagflächen, also solche, die von menschlichen Ingenieuren erdacht werden, zeichnen sich zusammengefasst durch ein Profil aus, das in der Mitte dicker und zu den Rändern hin dünner ist. Schon das erste Flash Face aus der Epic Flash-Serie mit seinem eigentümlichen Wellenmuster auf der Schlagflächen-Innenseite zeigte, dass künstliche Intelligenz zu einer ganz anderen, sogar für Spitzen-Ingenieure kaum nachvollziehbaren Schlagflächen-Geometrie führen kann.

Auch das Schlagflächenprofil des zweiten FlashFace (SS20) hat ein eigentümliches Wellenmuster. Die Dicke der Schlagfläche ändert sich scheinbar willkürlich; ist jedoch das Ergebnis vieler tausend Rechenprozesse, die eine maximale Biegsamkeit für hohe Ballgeschwindigkeiten zum Ziel hatten. Die Jailbreak Titanstäbe hinter der Schlagfläche zur Versteifung der Kopfstruktur und besseren Energieübertragung werden auch in den Mavrik-Drivern wieder eingesetzt.

 

Die zweite Flash-Face-Generation in den Mavrik-Drivern soll höhere Ballgeschwindigkeiten bei auf der Schlagfläche nicht mittig getroffenen Bällen liefern. Eine Aufgabe, der sich praktisch alle Hersteller in der Golfindustrie zu stellen haben, da fast alle Golfer den Sweetspot öfter verpassen als treffen. Der gängige Weg dahin ist, das Trägheitsmoment (MOI) des Schlägers zu steigern und damit eine zwingende Folge der physikalischen Gesetzmäßigkeiten. So dachte man jedenfalls bisher. Denn wie wir später noch sehen werden, ist dies einer der Kernpunkte des Konventionen trotzenden Mavrik. Der Zauber steckt bei den Mavrik-Drivern in den Schlagflächen. Das SS20-Face ist an einigen Stellen so dünn, dass es aus einer stärkeren und leichteren – in der Luft- und Raumfahrt genutzten – Titanlegierung (FS2S) gefertigt werden muss, nachdem sich in Tests gezeigt hatte, dass das vorher genutzte Titan (6-4) bei der neuen Schlagflächengeomtrie zum Brechen neigte. Zudem konnte das Gewicht der Schlagfläche durch das neue Material um 6 Gramm reduziert werden, was im Driver-Design eine ganze beträchtliche Menge ist.

Drei Mavrik-Modelle

Von links nach rechts: Mavrik, Mavrik Sub Zero, Mavrik Max

Die Mavrik-Serie umfasst drei Modelle, die sich deutlich voneinander unterscheiden und jeweils ein bestimmtes Spielerprofil ansprechen. Die Unterschiede umfassen die Kopfgröße, -form und -gewichtung.

Von links nach rechts: Mavrik, Mavrik Sub Zero, Mavrik Max.

Der Mavrik (ohne Zusatz) zeichnet sich durch seine besonders aerodynamische Kopfform aus, die zu höherer Schlägerkopfgeschwindigkeit führen soll. Die kompaktere Mavrik Sub Zero ist erneut die Low-Spin-Variante mit dem niedrigsten Gewichtsschwerpunkt und spricht vor allem gute, schnell schwingende Golfer an, die ihre Spinrate reduzieren wollen. Der Mavrik Max bietet die höchste Fehlerverzeihung und unterstützt per Gewichtung den Draw.

 

Von links nach rechts: Mavrik, Mavrik Sub Zero, Mavrik Max.

Jedes der drei Modelle hat seine eigene – auf die Aufgabenstellung und jeweilige Kopf-Geometrie abgestimmte – Flash Face-Schlagfläche, um die besten Resultate für die jeweilige Zielgruppe zu erzeugen.

Von links nach rechts: Mavrik, Mavrik Sub Zero, Mavrik Max.

Alle Modelle sind zudem mit der bewährten Kopfversteifungs-Technologie Jailbreak und ultraleichten Triaxial-Karbonfaserkronen ausgestattet. Loft und Lie sind über das Hosel verstellbar.

 

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über die einzelnen Mavrik-Drivermodelle.

  1. Thomas Lueders

    Liebe Golf-Magaziner / Innen,

    warum wirbt ein Schlägerbauer mit künstlicher Intelligenz? Es gibt doch echte Intelligenz!

    Nebenbei, für das viele Geld (549 Euro), ist der Driver bestenfalls durchschnittlich.

    Mit jedem Driver aus den letzten fünf Jahren – egal von welchem Schläger –

    ist man genau so lang und präzise wie mit dem „Mavrik“.

    Und das für den halben Preis – oder weniger.

    In diesem Sinne

    Thomas lüders


Schreibe einen neuen Kommentar