Callaway Mavrik Driver

Mavrik-RD-DRIVER-FAMILY

Mavrik Driver

Die Kopfform des Mavrik-Drivers unterscheidet sich radikal von den Callaway-Drivern der letzten Jahre und auch von seinen beiden Mavrik-Geschwistern (Sub Zero & Max). Es ist eine aerodynamisch sehr vorteilhafte Form, die den Luftwiderstand im Schwung reduziert und dadürch höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten ermöglicht.

„Cyclone Aero Shape“: Eine flachere Krone und hochgezogene Sohle beim Mavrik-Driver reduzieren den Luftwiderstand im Schwung. Den dadurch entstehenden Verlust an Massenträgheit soll das per künstlicher Intelligenz entwickelte Schlagflächenprofil ausgleichen.

Callaway gibt eine Reduzierung des Luftwiderstands von 68 Prozent gegenüber dem Rogue-Driver und 61 Prozent verglichen mit dem Epic Flash-Driver an. Übersetzt bedeute dies eine Steigerung der Schlägerkopfgeschwindigkeit um 1 bis 1,5 mph basierend auf einer Schwunggeschwindigkeit von 95 mph. Die Kehrseite eines solchen aerodynamisch Designs liegt im niedrigeren Trägheitsmoment (MOI), das hauptursächlich für die Fehlertoleranz ist. Für eine hohe Massenträgheit muss der Gewichtsschwerpunkt weg von der Schlagfläche; also tief und hinten im Kopf positioniert sein. Das schließt die Form des Mavrik, mit seiner hohen Hinterkante (trailing edge) aus.

Der Mavrik-Driver hat keine verstellbaren Gewichte; lediglich ein fixiertes fünf Gramm schweres Gewicht im hinteren Teil der Sohle.

Doch Callaways Chefentwickler Dr. Alan Hocknell verspricht, dass das Low-MOI-Design des Mavrik-Drivers nicht gleichbedeutend mit einer geringen Fehlerverzeihung sei. Im Gegenteil, der Mavrik soll fehlerverzeihender als der Epic Flash Driver (mit deutlich höherem Trägheitsmoment) sein. Der Grund dafür ist – Sie ahnen es – die durch künstliche Intelligenz entwickelte Schlagfläche, die die Aufrechterhaltung der Ballgeschwindigkeit bei nicht mittig getroffenen Bällen sicherstellt.

MAVRIK DRIVER
Spezifikationen
– Lofts: 9°, 10.5° & 12° (verstellbar)
– Standardschäfte: UST Helium Black, 40g (LL, WMS, A, R); Project X Evenflow Riptide, 50g (A, R, S) & 60g (R,S); Aldila Rogue White 130 M.S.I. 60g (S, X) & 70g (S, X)
Verfügbarkeit: Ab 23. Januar 2020 im Fachhandel.
Preis: 549 Euro

Mavrik Sub Zero Driver

Das Low Spin-Modell Sub Zero hat zwei austauschbare Sohlengewichte (14g und 2g) mit denen sich Spin und Launch beeinflussen lassen. Positioniert man das schwere Gewicht vorn, sinkt der Spin, reduziert sich die Launch-Höhe und verringert sich das Trägheitsmoment (Fehlerverzeihung).

Der Mavrik Sub Zero soll – wie bisher alle Callaway-Driver mit dem Zusatz „Sub Zero“ – gute und sehr gute Golfer ansprechen, die schnell schwingen und vor allem auf der Suche nach niedrigem Spin sind. Mit 450ccm sieht der Kopf nicht nur kompakter aus, er ist auch tatsächlich etwas kleiner als der zuässige Volumen-Maximalwert (460ccm).

Die Form des Mavrik Sub Zero ähnelt den Callaway-Köpfen der vergangenen Jahre, vor allem den Epic Flash-Köpfen.

Die Form des Mavrik Sub Zero ist viel traditioneller als die des Mavrik; von „Cyclone Aero Shape“ kann hier keine Rede sein. Callaway geht davon aus, dass Spieler der Sub Zero-Zielgruppe ohnehin schon hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten erzeugen und mehr von einem niedrigeren Gewichtsschwerpunkt als vom aerodynamischen Vorteil profitieren. Der Ziegruppe entsprechend liegt die Betonung bei den Spieleigenschaften auch nicht auf Fehlertoleranz. Der Lie-Winkel ist flacher – so wie es viele gute Golfer bevorzugen – und die Gewichtung auf der Achse „Ferse-Spitze“ ist neutral. Über zwei austauschbare Sohlengewichte (14 Gramm und 2 Gramm) können Spin und Launch angepasst werden.

MAVRIK SUB ZERO DRIVER
Spezifikationen
– Lofts: 9° & 10.5° (verstellbar)
– Standardschäfte:  Project X Evenflow Riptide, 50g (A, R, S); Aldila Rogue White 130 M.S.I. 60g (S, X) & 70g (S, X)
Verfügbarkeit: Ab 23. Januar 2020 im Fachhandel.
Preis: 549 Euro

Mavrik Max Driver

Das Anti-Slice-Modell Mavrik Max hat zwei austauschbare Sohlengewichte (14g und 2g). Positioniert man das schwere Gewicht an der Ferse ist die Draw-Gewichtung stärker, mit dem schweren Gewicht hinten erzielt er das höchste Trägheitsmoment.

Der Mavrik MAX ist für alle, die sich einen Driver wünschen, der leicht zu spielen ist und den Slice reduziert. Er bietet das höchste Trägheitsmoment (MOI) der drei Modelle, erzeugt den höchsten Ballabflug und hat die stärkste Draw-Gewichtung. Davon ausgehend, dass die Zielgruppen-Golfer des MAX Ballkontakte über einen großen Bereich der Schlagfläche machen, ist der Sweetspot am größten.

Der 460ccm große Kopf des Mavrik-MAX wirkt beim Ansprechen am größten und daher sehr vertrauenerweckend. Er ähnelt am ehesten dem Rogue-Driver.

 

MAVRIK MAX DRIVER
Spezifikationen
– Lofts: 9°, 10.5°, 12° (verstellbar)
– Standardschäfte: UST Helium Black, 40g (LL, WMS, A, R); Project X Evenflow Riptide, 50g (A, R, S) & 60g (R,S)
Verfügbarkeit: Ab 23. Januar 2020 im Fachhandel.
Preis: 549 Euro

 

Erstes Fazit

Wir hatten bisher nicht die Möglichkeit, die neuen Mavrik-Driver zu testen, doch das wird sich in den kommenden Wochen ändern. Grundsätzlich beeindruckt uns Callaways Ansatz, als einziger Hersteller künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für die Entwicklung von Golfschlägern zu nutzen und weiter in diesen Bereich zu investieren. Wenn auch kein Allheilmittel – wie etwa der unangenehme Klang der Epic Flash-Driver von 2019 zeigte – dürfte der Einsatz hochpotenter Rechenmaschinen in Zukunft eine immer größere Rolle in der Golfindustrie spielen. Und Callaway hat die Pole Position inne.
Ob die neue Flash Face-Schlagfläche SS20 im Mavrik-Driver das niedrigere Trägheitsmoment (MOI) ausgleichen und tatsächlich Einbußen bei der Fehlertoleranz vermeiden (oder diese sogar steigern) kann, bleibt abzuwarten; wir sind gespannt! High-MOI war bisher faktisch gleichbedeutend mit hoher Fehlerverzeihung; und alternativlos. Wenn es Callaway mit dem Mavrik-Driver gelungen sein sollte, für leichte Spielbarkeit nicht im bisher üblichen Ausmaß vom Trägheitsmoment abhängig zu sein, wäre dies eine wirklich beachtliche Errungenschaft und derzeit ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Bezüglich der aerodynamischen Vorteile der Low-MOI-Form gilt es die Disproportionalität des Effekts zu beachten: Je schneller ein Golfer schwingt, desto mehr profitiert er von der strömungsgünstigeren Kopfform.
Bei Sweetspot-Treffern sind unter den aktuell geltenden Regularien (von R&A und USGA) in näherer Zukunft keine großen Sprünge zu erwarten; da sind wir am Limit. Für die Hersteller geht es also zum einen darum, die „heiße Zone“ auf der Schlagfläche zu vergrößern, damit die maximale Ballgeschwindigkeit öfter erreicht wird (denn wer trifft den Ball schon immer perfekt..?). Und zum anderen heißt es, alles dafür zu tun, dass der Schlägerkopf den Ball mit höchstmöglicher Geschwindigkeit erreicht. Dementsprechend werden Aerodynamik-Stories in diesem Jahr eine große Rolle spielen, wie wir an den Markteinführungen der TaylorMade SIM-, Cobra SpeedZone- und nun auch Callaway Mavrik-Driver sehen können.

 

 

 

  1. Thomas Lueders

    Liebe Golf-Magaziner / Innen,

    warum wirbt ein Schlägerbauer mit künstlicher Intelligenz? Es gibt doch echte Intelligenz!

    Nebenbei, für das viele Geld (549 Euro), ist der Driver bestenfalls durchschnittlich.

    Mit jedem Driver aus den letzten fünf Jahren – egal von welchem Schläger –

    ist man genau so lang und präzise wie mit dem „Mavrik“.

    Und das für den halben Preis – oder weniger.

    In diesem Sinne

    Thomas lüders


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