144th Open Championship – Previews

Das erste Masters ohne Arnold Palmer

Nach 63 Jahren, steht das erste Masters ohne Arnold Palmer an.

In diesem Ausschnitt aus dem Buch „Arnie: The Life of Arnold Palmer“, beschreiben verschiedene Größen, was Arnie für sie bedeutete. Copyright ©2017 by Tom Callahan.

Phil Mickelson

„Meine erste Proberunde für das Masters habe ich, auf seine Einladung hin, mit Arnold Palmer als Amateur gespielt. Ich habe schnell bemerkt, wie er zu den Zuschauern herüberschaut und ihnen beide Daumen nach oben entgegen streckte. Er nahm jeden einzelnen Zuschauer wahr. Damals sagte er zu mir: „Laufe niemals einfach an ihnen vorbei, als ob sie nicht existieren würden. Glaub mir, sie sind da. 1996 schaffte die Tour einen Platz nur für das Autogramme schreiben. Ich weiß nicht genau warum, aber es hat sich nie wirklich durchgesetzt und so hat die Tour ihn nach nur einem Jahr wieder aufgegeben. Aber für mich war das toll. Noch heute gehe ich dort hin um Autogramme zu schreiben. Wissen Sie, Übungsrunden sind anspruchsvoller als das Spiel im Turnier. Man konzentriert sich genau so sehr auf das Spiel, aber man schlägt auch drei Mal so viele Bälle. Ich habe gemerkt, dass ich während meiner Proberunden die Zuschauer meide und dieses Gefühl gefiel mir nicht. Daher fand ich die Idee, einen separaten Ort und eine bestimmten Zeitraum nur für Autogramme zu schaffen, toll. Und auf Arnolds dringenden Rat hin, habe ich mich darum bemüht meine Unterschrift etwas leserlicher zu gestalten. „Manchmal“, so sagte er mir, „hast du nur ein paar Sekunden Zeit um den einzigen Eindruck, den du je für diese eine Person machen wirst, zu machen. Nimm dir die komplette Zeit dafür. Diese Leute ermöglichen es uns Golf als unseren Beruf ausüben zu können. Er war immer eine Person, der man nacheiferte oder nicht? Und es fühlte sich immer richtig an“.

Das erste Masters ohne Arnold Palmer

(Photo by Sam Greenwood/Getty Images)

Ben Crenshaw

„Einmal habe ich in Bay Hill neben Dave Marr, unweit von Arnold Palmer, ein paar Bälle auf der Range geschlagen (Anmerkung: Während seines Aufwärmprogramms hatte Ben Probleme mit seinem Driver und hatte gehofft, dass man den Driver an ihn anpassen kann.). Dave – ich drehte mich zu Marr um- glaubst du, dass hier jemand etwas Leadtape hat? „ Willst du mich veralbern?“, antwortete er, „der Typ da drüben frühstückt Leadtape!“ Arnold kramte seinen Werkzeugkasten hervor, der voll war mit Scheren und Sägen und anderem Zeug und passte die Gewichtung in meinem Driverkopf gerade noch vor meiner Startzeit an“. (im Anschluss sagte er zu Ben: „Das macht 1.50“.)

Nancy Lopez

Als ich aufgewachsen bin denke ich schon, dass ich gemerkt habe, dass ich Teil der Geschichte werden würde, aber Niemand hatte ein größeres Gespür dafür als Arnold. Natürlich sah man damals kaum Frauen im Fernsehen. Aber mein weibliches Vorbild war JoAnne Carner. Jedes Mal, wenn die Frauen im Fernsehen kamen, sagte mein Dad zu mir: „Lass sie uns anschauen“, und JoAnne stach jedes Mal hervor. (Die Legende um JoAnne Carner – „The Great Grundy“- beinhaltete auch die Geschichte als sie Arnold Palmer ausgedrived hat. Das war urkomisch. Sie haben beide einen langen Drive geschlagen und Arnold ist schnurstracks zum weitesten Ball marschiert. Er bückte sich, identifiziere den Ball und zog sich zähneknirschend zum kürzeren Ball zurück. Wenn man ihn später danach fragte, stand er stets auf um diese peinliche Szene nachzuspielen. Und er liebte das. „Ich habe ein Birdie an diesem Loch gespielt, und sie ein Eagle“, sagte er dann immer.) 2016 war ich beim Masters“, so Lopez, „und die Tatsache, dass er nicht fit genug war um mit Gary und Jack den Eröffnungsschlag zu machen, brach mir das Herz“. Er war ein stolzer Mann und ich konnte ihm ansehen, dass es ihn quälte nur zuschauen zu können. Ich bin dann zu ihm hin um ihn zu umarmen und das war das erste Mal, dass er nicht auch aufgestanden ist. Da wurde mir klar, wie schlimm es um ihn stand…. Er bekam einen Klos im Hals, als er über seine Fans sprach. Allein der Gedanke daran bringt mich zum weinen. Der Grund, warum er ihnen so viel von sich selbst gab, war, weil er sie wirklich liebte“.