DGV Präsident Kobold bittet um Unterstützung

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Der Präsident des Deutschen Golf Verband (DGV) wendet sich mit eindringlichen Worten an alle Golfer. „Wir haben dafür Verständnis und tragen diese Last aktuell uneingeschränkt.“ 

Liebe Golferinnen und Golfer!

Ich möchte mich heute mit persönlichen Worten an Sie wenden.

Die aktuelle Situation ist für uns alle, beruflich wie privat, ausgesprochen herausfordernd. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die niemand von uns so je erlebt hat. Tausende von Menschen arbeiten derzeit im Sozial-, Gesundheits-, Lebensmittel- und Logistikbereich und in vielen anderen Bereichen mit hohem Risiko für ihre eigene Gesundheit, damit für uns alle ein Notbetrieb funktioniert und die wichtigen Lebensadern unserer Gesellschaft gesichert sind.

In den letzten Tagen haben uns Anrufe erreicht, in denen nicht selten „Unverständnis für die Platzsperren“ mit Blick auf den Frühling und die startende Golfsaison geäußert wurde. Auch wenn wir die dabei vorgebrachten Argumente verstehen und sie uns wieder einmal zeigen, wie schön und wichtig der Golfsport für uns alle ist und wie sehr uns dieser am Herzen liegt, ist die Einhaltung des Verbots des Sportbetriebs vor allem deshalb einzuhalten, um unseren Mitmenschen, ob Golfer oder nicht, den wichtigsten Dienst zu erweisen, den jeder Einzelne jetzt erbringen kann, nämlich uneingeschränkt die behördlichen Regelungen zu befolgen, um sich und andere zu schützen.

Der Deutsche Golf Verband blickt genauso wie die Verantwortlichen auf den Golfanlagen mit Sorge auf behördliche Verbote zur Nutzung der Golfplätze, aber wir haben dafür größtes Verständnis und tragen diese Last aktuell uneingeschränkt. Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir uns natürlich bei den zuständigen Stellen für verhältnismäßigere Regelungen einsetzen.

Die Vereins-/Betriebsschließungen bringen gerade für die Verantwortlichen auf deutschen Golfanlagen, die mit nicht zu unterschätzendem persönlichen wie finanziellen Einsatz gerade jetzt aktiv sind, völlig neue Herausforderungen, Aufgaben und Probleme. Nicht selten heißt es auch bei Fragen des wirtschaftlichen Betriebs der Golfanlage einfach: Die Angst geht um!

Aktuell geht es darum, den weiteren Erfolg und das Bestehen der Golfvereine und -betriebe zu sichern, auch zu helfen, die große Verantwortung den dortigen Mitarbeitern gegenüber zu erfüllen und zukunftsfähige Lösungen zu finden.

In einem Satz: Ohne Golfplatz und eine funktionierende Betriebsorganisation auch später kein Golf!

Viele finanziellen Belastungen laufen auch in dieser Zeit weiter und nur mit einem wirtschaftlich tragfähigen Fundament können Folgeschäden am Platz vermieden und zu Beginn des hoffentlich bald wieder möglichen Spielbetriebs alle Aufgaben gemeistert sein, um dann wieder Golf in der gewohnten Qualität anbieten zu können.

Bitte unterstützen Sie Ihren Golfclub bzw. Golfbetreiber solidarisch in dieser Zeit und halten Sie ihm die Treue.

Übrigens: Vielleicht ist es gerade jetzt ein guter Moment, ein paar nette und motivierende Worte an die Verantwortlichen Ihrer Golfanlage oder das Golfanlagensekretariat zu richten. Auch das wird man Ihnen sicher danken.

Mit sportlichen Grüßen, Ihr

Claus M. Kobold
– Präsident –

  1. Thamm

    Ich verstehe, dass auch wir Golfer unseren Beitrag leisten. Nur wer beantwortet mir die Frage, warum Reiter weiter ihren Sport ausüben dürfen?

  2. Andreas

    Ich glaube das wir als Golfer uns ein Bärendienst in der öffentlichen Wahrnehmung erweisen würden.
    Die ganze Welt kämpft in diesen Tagen zum einen im Gesundheitswesen und zum anderen um das wirtschaftliche Überleben mit dem Thema Corona.
    Wenn dann die Golfer auf die Plätze laufen und dort unbekümmert ihren Sport ausüben wird das in der Öffentlichkeit ein ganz falsches Bild vermitteln!
    Daher ist hier aus meiner Sicht ein solidarisches Handeln und etwas Zurückhaltung angebracht.
    Ich glaube auch nicht, dass die Golfclubs sofort in ein finanzielles Desaster fallen werden, da die Beiträge der Mitglieder ja gerade erst am Anfang des Jahres eingezogen wurden.
    Das dürfte das Überleben der Clubs vorerst sichern.
    Auch ich würde liebend gerne auf den Platz gehen und dort ein paar Bälle schlagen. Aber es geht in diesen Zeiten nicht um mich und meine Freizeit-Bedürfnisse!
    Es geht hier um das Überleben der Menschen und um das Überleben der Betriebe!

  3. Svend

    Im Landkreis Cuxhaven wurden unter Auflagen Angelteiche wieder geöffnet. Diese Auflagen kann man beim Golfen wesentlich besser einhalten als beim Angeln am Teich.

    Völlig unverständlich das der Freizeitgolfsport noch immer geschlossen sein muss.

    Habe beim Landkreis Cuxhaven eine Anfrage gestellt. Die Antwort interessiert mich ja.

    • Svend

      Nachtrag: zu Ihrer Anfrage teile ich mit, dass gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 5 der Nds. Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie u. a. alle öffentlichen und privaten Sportanlagen für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen sind. Somit darf derzeit auch ein Golfplatz nicht geöffnet sein und betrieben werden.

      Ich verstehe durchaus Ihr Interesse an sportlicher Betätigung und auch Ihren Unmut über die Einschränkung der persönlichen Lebensführung. Dennoch müssen in diesen Zeiten die Interessen des Einzelnen hinter den Allgemeininteressen zurückstehen. Nur so kann erreicht werden, dass Infektionsketten durchbrochen werden und wir alle hoffentlich schnellstmöglich wieder zu unserem normalen Leben zurückkehren können.

      Hinsichtlich Ihres Hinweises auf die geöffneten Angelteiche teile ich mit, dass hierzu zwischenzeitlich eine andere Betrachtungsweise gilt. Die Angelteiche werden nunmehr ebenfalls als Sportanlagen angesehen und somit geschlossen. Die Betreiber werden zeitnah auf die erforderliche Schließung hingewiesen.

  4. DIETER

    Es ist blauäugig davon auszugehen, dass die unsinnige Enthaltung vom Golfsport in der Folge dafür sorgt Golfern eine positivere Wahrnehmung in diesem leider sehr von Neid geprägten Land zu bescheren. In sehr vielen Bereichen wäre eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit den durch Politiker aufgrund der Vorlagen weniger Experten, die nicht von einer breiten Diskussion kundiger Fachleute getragen werden, getroffener Entscheidungen und Anordnungen angebracht.

  5. Guido Luetzkendorf

    Der Ansicht von Dieter am 07.4. 11:01 kann ich mir nur anschließen.
    Den Duckmäuser zu machen, wie es gerade vom DGV Präsidenten praktiziert wird finde ich nur beschämend. Warum geht es beim Fußball und nicht bei uns. Die Frage stellt sich nur wann die ersten Mitglieder der Clubs aufschreien und Teile ihrer Clubgebühren zurückfordern oder gar die ersten Clubs umgehen wegen fehlender Greenfee-Spielern. Konzepte und Kampfgeist ist hier gefragt vom DGV Präsidenten angefangen bis hin zu den Clubs.

  6. Guido

    Der Ansicht von Dieter am 07.4. 11:01 kann ich mir nur anschließen.
    Den Duckmäuser zu machen, wie es gerade vom DGV Präsidenten praktiziert wird finde ich nur beschämend. Warum geht es beim Fußball und nicht bei uns. Die Frage stellt sich nur wann die ersten Mitglieder der Clubs aufschreien und Teile ihrer Clubgebühren zurückfordern oder gar die ersten Clubs umgehen wegen fehlender Greenfee-Spielern. Konzepte und Kampfgeist ist hier gefragt vom DGV Präsidenten angefangen bis hin zu den Clubs.

  7. Wolfgang Potdevin

    Was soll die ganze Aufregung !

    Ich werde in ein benachbartes Bundesland reisen und Golfspielen. Des weiteren werde ich in einer Privatunterkunft übernachten um dem Golftourismus aus dem Weg zu gehen, denn ich bin nicht der Einzige. Über das lange bevorstehende Wochenende werde ich mir wieder in einem weiteren Bundesland einen Golfplatz suchen und dort hinreisen. Es gibt Politiker mit Managerfähigkeiten ,die wie in erfolgreichen Unternehmen schnelle, ungefährliche Entscheidungen treffen. Das wünsche ich mir auch in NRW.

    mfG. Wolfgang Potdevin


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