Ein Schlag für die Ewigkeit: Branden Grace

Grace mit Rekordrunde – Kaymer verbessert

Southport – Der Südafrikaner Branden Grace hat mit einer Traumrunde bei den British Open einen Golf-Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Der 29-Jährige absolvierte auf dem Par-70-Kurs von Royal Birkdale im englischen Southport als erster Golfprofi bei einem Major-Turnier eine Runde mit nur 62 Schlägen.

In der 441 Turniere umfassenden Major-Geschichte – das älteste der vier wichtigsten Turniere, die British Open, gibt es seit 1860 – hat es bislang 31 Runden mit 63 Schlägen gegeben, aber noch nie eine 62. Grace, der in Royal Birkdale nur knapp den Cut überstanden hatte, spielte auf seiner Rekordrunde am Samstag acht Birdies und zehn Par-Löcher.

„Es fühlt sich großartig an, eine außergewöhnliche Runde von Anfang an“, sagte Grace. Dass er auf Rekordkurs lag, wusste er nicht: „Mein Caddy hat mir zum Rekord gratuliert, bis dahin hatte ich keine Ahnung.“

In der Gesamtwertung verbesserte sich der Weltranglisten-35. zunächst um 43 Plätze auf den zweiten Rang mit zwei Schlägen Rückstand auf den führenden Amerikaner Jordan Spieth, der bei Ende von Graces Rekordrunde noch gar nicht auf dem Platz stand.

Grace ist seit 2007 Profi und hat bislang ein Turnier auf der PGA Tour und sieben auf der European Tour gewonnen. Mit Rekordrunden hat er Erfahrung. Er ist Co-Rekordhalter auf der European Tour, seit ihm 2012 bei seinem Sieg bei der Alfred Dunhill Links Championship in Kingsbarns/Schottland eine 60er-Runde gelang.

Im Schatten von Grace spielte die deutsche Nummer eins Martin Kaymer am Samstag seine bislang beste Runde in Southport. Dem 32-Jährigen aus Mettmann, der mit Mühe den Cut geschafft hatte, gelang nach zwei 72er Runden am Samstag eine Par-70. Vier Bogeys standen zwei Birdies und ein Eagle (zwei unter Par) am 15. Loch gegenüber. Mit vier über Par (214 Schläge) belegte Kaymer vor dem Schlusstag zunächst den 56. Platz.