Ryder Cup 2018: die große Vorschau!

Ecco Thomas 3552 web

Der Kampf der Kontinente stellt alle zwei Jahre die Golfwelt auf den Kopf. Die Jungs aus den USA kommen als Titelverteidiger und Favoriten, die Euro-Fighter haben Heimvorteil in Paris. Nun steht sein Team fest. Martin Kaymer, so viel ist sicher, wird keine Wild Card bekommen und damit seinen ersten Ryder Cup seit 2010 verpassen! Wir haben uns noch vor der Bekanntgabe der Wild Card Kandidaten mit Thomas Björn, dem Ryder Cup Kapitän von Team Europa in London getroffen!

Das ist ja mal ne Idee. Nicht schlecht! Den Grundstock aber müsst ihr machen. Dafür habe ich keine Zeit.“ Thomas Björn ist bester Dinge, als wir uns am Rande von London treffen, um über den Ryder Cup 2018 zu sprechen. Wie weit ist er mit den Planungen für sein europäisches Team, das Ende September in Paris versuchen wird, den US-Boys den Ryder Cup wieder zu entreißen? Weiß er schon, wem er Anfang September die vier Wild Cards geben wird? Macht er überhaupt noch etwas Anderes, als sich mit dem Ryder Cup zu beschäftigen? Hat er deshalb keine Zeit, die 216 Teile des Eiffelturm-Puzzles zusammen zu stecken, das wir mitgebracht und schon leicht vorgearbeitet haben?

Fragen über Fragen! „So geht es mir seit Monaten“, sagt Björn, „es ist weit mehr als ein Fulltime-Job. Aber ich liebe ihn. Es kann und wird in den kommenden Wochen noch so viel passieren, dass es keinen Sinn macht, jetzt schon darüber zu spekulieren, wer meine vier Wild Cards bekommt. Das entscheide ich im September.“

Björn ist ein erfahrener Ryder Cupper, hat dreimal selbst gespielt (und immer gewonnen) und dreimal den Assistenten gemacht. Jetzt ist er selbst der Boss! Der Unterschied? Björn: „Atemberaubend. Als Co-Captain arbeitest du nur zu, trägst keine wirkliche Verantwortung. Als Captain ist das komplett anders. Da hängt alles an dir.“

Auch die Entscheidung, Martin Kaymer schon frühzeitig aus dem Rennen um die Wild Cards zu nehmen. Björn dazu, nachdem er mit Kaymer beim Berenberg Gary Player Invitational gesprochen hatte: „Golf spielen können sie alle, aber ich muss vor allem einschätzen können, wie die Spieler in bestimmten Situationen funktionieren und am Ende die wählen, die das beste Team ergeben.“ Ja, und was heißt das mit Blick auf den Deutschen, der bei den letzten vier Ryder Cups dabei war? Bjørn: „Ich kenne ihn sehr gut. Martin ist ohne Zweifel einer der besten Profis der Welt, würde jedem Team hervorragend zu Gesicht stehen. Im Moment läuft es aber nicht rund, da er zu sehr zwischen der European Tour und PGA Tour hängt und sich nicht entscheiden kann. Er ist clever genug, das für die Zukunft zu klären.“

Martin Kaymer kann die Entscheidung nachvollziehen: „Bei den Leistungen, die ich zuletzt gezeigt habe, hätte ich mich auch nicht genommen. Ich bin nach meiner Verletzung im Frühjahr nie in den richtigen Rhythmus gekommen.“

Wem Kapitän Björn seine vier Wild Cards gegeben hat, wie der Platz aussieht und wie der Platz in Paris aussieht und was die Tickets kosten, lesen Sie auf den kommenden Seiten.