Sam Snead im Porträt: Der nette Mann von nebenan

Sam Snead

Tiger Woods hat mit seinem 82. Sieg auf der PGA Tour einen „Rekord für die Ewigkeit“ eingestellt. Den hielt bisher einsam und allein Sam Snead. Unvergessen ist die zurückhaltende Golflegende auch wegen seines elegant-kraftvollen Schwungs. Sam Snead im Porträt: Lesen Sie hier den ersten Teil unserer großen Story. Die gesamte Geschichte gibt es in unserer neuen Ausgabe, GOLF MAGAZIN 12/2019.

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Sam Snead im Porträt – von Guy Yocom

Die erste Begegnung mit Sam Snead hat sich bei mir ins Gedächtnis eingebrannt. Es war 1982 auf einem Turnier der PGA Tour im Bundesstaat Utah. Ich schrieb damals als Jugendlicher für die lokale Presse Beiträge über die Golfturniere in unserer Region. Kein Wunder, dass ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte, diese Golflegende zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Da stand er nun, auf dem Putting-Grün, wie immer einen Strohhut auf dem Kopf, umringt von einer Schar namhafter PGA-Spieler, gestandener Journalisten und glühender Bewunderer. Er erzählte von seinen früheren Problemen mit Yips, einer Golfer-Krankheit, über die viele Pros oft den Mantel der Verschwiegenheit breiten. Wer möchte seinen Konkurrenten schon irgendeine Schwäche zeigen …?

Sam Snead im Porträt – Probleme auf den Grüns

Eine Passage seiner Autobiografie „The Education of a Golfer“ hatte mich im Vorfeld der Begegnung tief beeindruckt. „Keiner weiß, was es heißt, Putts aus wenigen Zentimetern vorbeizuschieben“, hatte Snead seine Probleme auf den Grüns offen zugegeben. „Also hatten Sie ein schwaches Nervenkostüm“, konfrontierte ich Snead mit meiner Sichtweise. Den vorwurfsvollen Blick, den er mir zuwarf, werde ich nie vergessen. Kühl antwortete er: „Nein, Junior, das war es nicht.“ Anschließend referierte er höflich und ausführlich, als ob nichts passiert wäre, über sein hartes Training, mit dem er dieses Problem wieder in den Griff bekommen hatte. Unter den Kollegen hatte ich später den Spitznamen „Junior“ weg.

Als Sam Snead erstmals auf Tiger Woods traf

Wie er mir Jahre später erzählte (ich war in der Zwischenzeit Redakteur bei Golf Digest geworden und hatte regelmäßig Kontakt zu ihm), war 1982 auch das Jahr, in dem er einen sechsjährigen Pimpf, der damals schon mit Vorschusslorbeeren überhäuft wurde, kennenlernte. Es war Tiger Woods, der nun mit dem Sieg bei der ZOZO Championship, einem Turnier der PGA Tour, das in Japan ausgetragen wurde, Sams sagenhaften Rekord von 82 PGA Toursiegen egalisiert hat. Es würde ihm heute bestimmt nichts ausmachen, dass jemand seinen „Rekord für die Ewigkeit“ gebrochen hat – da bin ich mir sicher. Obwohl Snead immer auch auf seinen Vorteil geachtet hat. Vor allem auf seinen finanziellen.

Sam Snead im Porträt

Lesestück – Sam Snead im Porträt. Der Aufmacher unserer großen Story in GOLF MAGAZIN 12/2019.

Zehn-Dollar-Zock mit Sam Snead

Als Beweis seiner „Geschäftstüchtigkeit“ kann ich folgende Begebenheit erzählen: 1987 hatte ich das Vergnügen, aus Anlass der Eröffnung eines Golfplatzes in Delray Beach in Florida neun Löcher mit ihm zu spielen. Da ich wusste, dass er auf seinen Runden gern um ein bisschen Geld spielte, bot ich ihm einen Zehn-Dollar-Zock an. Auf der verkürzten Runde gab er mir vier Schläge vor. Am Schluss hatte ich mit einem Score von 39 Schlägen (gegenüber den 36 von ihm) gewonnen. „Du schuldest mir zehn Dollar.“ – „Wie bitte? Wir haben noch neun Löcher vor uns.“ – „Aber Sam, wir hatten doch vereinbart, nur die ersten Neun zu spielen …“

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