Schließung der Golfplätze: Was passiert mit den Pros?

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Nachdem nun endgültig klar ist, dass auch in Deutschland alle Golfplätze geschlossen werden müssen, stellt sich die Frage wie geht es weiter? Zahlreiche Golfpros sehen sich und ihre Zukunft in Gefahr. Wie soll es durch den Verdienstausfall weitergehen?

Am 16. März gab Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland bekannt. Betroffen sind neben den Clubgastronomien vor allem auch die Golflehrer, denn viele von ihnen sind selbstständig und wissen nicht, wie sie die Verdienstausfälle kompensieren sollen.

PGA of Germany informiert ihre Mitglieder

Aufgrund der sich drastisch ändernden Situation hat nun auch die PGA of Germany reagiert und informiert ihre Mitglieder auf ihre Homepage umfassend.

Trainerstunden sind ab sofort in Deutschland vorerst nicht mehr möglich. Doch was bedeutet das für die Golflehrer?

Trainerstunden sind ab sofort in Deutschland vorerst nicht mehr möglich. Doch was bedeutet das für die Golflehrer? Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Fakt ist zunächst, dass es derzeit nicht nur dem einzelnen Pro, sondern jedem Pro unmöglich ist bzw sein wird, in Deutschland Golfunterricht zu erteilen. Anderenfalls würde er gegen ein auf Grundlage eines Gesetzes ergangenes Verbot verstoßen und sich strafbar machen. Dies bedeutet, dass objektive Unmöglichkeit i.S.v. § 275 Abs. 1 BGB vorliegt. Der Unterricht darf derzeit nicht nur nicht erbracht werden, er kann es auch rechtlich gar nicht.

Auf Grundlage dieser Ausgangssituation empfiehlt die PGA of Germany ihren Mitglieder: „Etwaige staatliche Hilfen sind wohl zu erwarten, werden aber ihre Zeit in Anspruch nehmen. Was daher jetzt geregelt werden kann, sollte man versuchen zu regeln.“

Was mache ich, wenn ich bereits eine Golfstunde gebucht habe?

Natürlich ergibt sich aus dieser Situation auch eine Gewisse Unsicherheit bei den Golfschülern. Denn was passiert mit etwaigen bereits gebuchten und eventuell bezahlten Golfstunden? Auch hier baut die PGA of Germany auf eine transparente Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien und schlägt beispielsweise Verschiebungen der bereits gebuchten Stunden vor.

Handlungsempfehlung für Golfpros

Die PGA of Germany spricht außerdem eine Handlungsempfehlung für Golfpros aus. Darin lautet es:

In der derzeitigen Situation ist schlichtweg die Berufsausübung untersagt. Folgendes wird daher empfohlen:

  • Die Coronakrise ist trotz aller Härte und Wucht, mit der sie unsere Gesellschaft trifft, nach aller Erwartung und Erkenntnis eine vorübergehende Belastung. Es gilt also, bestmöglich diese Zeit des Einnahmenausfalls zu überbrücken und auf eine Rückkehr zur Normalität zu hoffen. Wann diese wieder eintritt, kann derzeit schlecht abgeschätzt werden.
  • Abreden mit Golfanlagen zu Nutzungsentgelten sowie mit Golfanlagen und Golfschülern zu beabsichtigten / gebuchten / bereits bezahlten Golfunterrichtsleistungen sollten mit Blick auf die Zeit nach Corona getroffen werden. Verschiebungen sind endgültigen Absagen vorzuziehen. Gegebenenfalls können Teilzahlungen / Vorauskasse bei Rabattgewährung etc. bei Aufrechterhaltung des Liquiditätsflusses hilfreich sein.
  • Für etwaige Kreditgewährungen oder sonstige staatlichen Fördergelder sollten Unterlagen in Ordnung gebracht und aktualisiert werden. Der jetzt bestehende „Leerlauf“ kann und sollte dafür genutzt werden, alle im Alltag durchaus lästigen, aber unvermeidbaren administrative Themen anzugehen.

Alle Informationen, sowie die vollständige Empfehlung der PGA of Germany finden sie hier.