Justin Thomas

Schwungstudie Justin Thomas: Longhitter trotz Leichtgewicht

Ein ultraschnelles Leichtgewicht: Justin Thomas bringt nur 65 Kilo auf die Waage und zählt dennoch zu den Longhittern auf der Tour

Justin Thomas ist vergleichsweise neu auf der PGA Tour. Der Name Thomas ist vielen Golffans aber schon länger bekannt, was auch an Justin Thomas’ Stammbaum liegt. Sein Großvater, Paul, spielte schon die US Open und die US Senior Open und sein Vater, Mike, ist ein bekannter Teaching-Pro im Harmony Landing Country Club in Kentucky. Dort hat Justin das Golfspielen gelernt. Schon mit drei Jahren machte er seine ersten Schläge. „Ich habe Justin deutlich weniger unterrichtet als andere Schüler“, sagt Mike 
Thomas. Meistens hatte der Vater für seinen Sohn nur kurze fünf Minuten Zeit bis der nächste Schüler einen Termin hatte. Und so kam es, dass Justin sich vieles selbst beibrachte. Mit sieben Jahren sah er Tiger Woods bei der PGA Championship im nahen Valhalla Golf Club siegen. Tiger machte großen Eindruck auf den kleinen Justin und vielleicht schaute er sich bei dieser Gelegenheit die enorm schnelle Hüftdrehung von Woods ab. „Das kann man nicht lernen“, sagt Vater Mike. „Ich war für Justin eher ein Coach als ein Lehrer.“   Zwei Jahre lang spielte Justin 
Thomas für die Uni-Mannschaft von Alabama State. 2012 wurde er zum Top-College-Golfer des Landes gewählt. Und nun spielt er auf der großen PGA Tour, misst sich mit den Besten und schlägt seine Drives im Schnitt 275 Meter weit.

Athletische Ausgangsposition

„Ich sage meinen Schülern immer, dass man guten Spielern schon in der Ansprechposition ansieht, dass sie einen großartigen Schlag machen werden“, sagt Justin Thomas’ Vater Mike. Mit gebeugten Knien und gestreckten Armen sieht Justin sehr athletisch beim Ansprechen aus. Auf halbem Weg zurück hat sich sein Unterkörper noch kaum bewegt, aber die Hände und der Schlägerkopf sind schon weit vom Körper weg.

Weite beginnt früh

Wenn Justins linker Arm parallel zum Boden ist und sich seine Schulter unter das Kinn gedreht hat, stehen seine Beine noch wie in der Ansprechposition.  „So schafft man Stabilität und kreiiert Drehkraft“, sagt Mike Thomas. „Sein Kopf ist etwas nach rechts gekippt. Das ist eine persönliche Eigenart von Justin, die seinem Schwung nicht schadet.“

Spiralkraft erzeugen

Obwohl Justin die Hüften nicht weit aufdreht, macht er eine volle Schulterrotation. Die Widerstandskraft des Ober-körpers gegen den Unterkörper ist ein großer Power-Faktor“, sagt sein Vater. An der höchsten Position hat sich die Stellung des linken Knies nicht viel vom Schwungbeginn verändert. „Der Golfschwung findet oberhalb der Taille statt; der Unterkörper dient zur Unterstützung dieser Bewegung.“