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Start der PEO 2017

Die PEO 2017 wurde im Rahmen der ProAm mit 42 Teams eröffnet. Spielergrößen wie Ryder Cup-Kapitän Thomas Björn, der sympathische Masters Sieger von 2011 Charl Schwartzel oder Musikfanat Pat Perez gingen an den Start. Alles hätte so schön sein können, wenn nicht Petrus einem glatten Turnierverlauf ein Schnippchen geschlagen hätte.

Fast schon wirkte es wie Slapstick: Wenn in Hamburg oder Lüneburg die Sonne schien, entluden sich an den Vortagen finstere Regenwolken direkt über Winsen, über den Green Eagle Golf Courses. Das Resultat: nasse matschige Fairways und langsame Grüns.

Obwohl die Teilnahme an der ProAm mit schlappen 3.500 Euro ausgeschrieben wurde, entschied sich die Turnierleitung um Turnierdirektor Dominik Senn von 4sports die ProAm auf vier Löcher zu verkürzen; und das erfuhren die Turnierteilnehmer erst am Tag der ProAm. Schade.

Auch das GOLF MAGAZIN war bei der ProAm mit am Start. Isabel von Wilcke spielte mit dem Italiener Matteo Manassero, der nicht nur einen traumhaft hübschen Golfschwung hat, sondern auch sehr erfolgreich Golf spielt und schon als 16-Jähriger der jüngste Sieger bei der British Amateur Championship war. Auch als Profi hält Matteo Manassero einen Altersrekord: durch seinen ersten Profi-Sieg 2010, den er mit gerade mal 17 Jahren gewann, ist er der jüngste Sieger auf der European Tour. Auch didaktisch hat der erst 24-jährige Italiener so einiges drauf. Aber dazu mehr ein andermal.

Tatsächlich waren die vier Löcher der ProAm, Bahnen 2 bis 5, für einige Professionals auch die einzige Möglichkeit sich auf den Nord Course einzustimmen; nicht alle Profis waren bereits am Montag angereist. So auch Marcel Siem, der zuvor noch nicht in Green Eagle gespielt hatte und die ProAm als Einspielrunde nutzen wollte. Auch die ProAm-Amateure haben versucht das Beste aus der Situation zu machen und zumindest die vier Bahnen zu genießen. Obwohl es an sich schon bitter ist: kaum hat die Runde begonnen, ist sie auch schon wieder vorbei.

PEO 2017

Viel besser verlief der erste Spieltag der PEO 2017. 155 Profis schlugen an Tees eins und zehn in Green Eagle ab und 6.800 Golfinteressierte schauten zu. Die Scores waren sehr unterschiedlich. Mit 6 unter Par setzte sich am Vormittag der Engländer Richard McEvoy an die Spitze. Als er schon glaubte alleiniger Führender zu bleiben, zog Julian Suri aus den USA mit ihm gleich. Aber es wurde euch deutlich über Par gespielt. Das Monster von Green Egale zeigte im Rough und insbesondere auf den Grüns seine Zähne. Lokalmatador Niklas Adank belegte mit 5 über Par den 139. Rang. Schlusslicht ist Alvaro Quiros mit 14 über, der auf der Runde auch sehr viel Pech hatte.

Einige Spieler hatten mit den Grüns so ihre Probleme; nicht nur was die Breaks und die Grüngeschwindigkeit angeht. Wenn unweit eines Grünbunkers geputtet werden musste – und das war oft der Fall – kam das von Vor-Flights aus den Bunkern herausgeschlagene Granulat ins Spiel und man konnte des öfteren Bälle auf den Grün verspringen sehen.

Aus Deutscher Sicht haben Marcel Siem und Maximilian Kiefer mit drei unter Par sehr gute Ergebnisse gespielt. Der erst am Montag nachnominierte Hinrich Arkenau aus Bremen überzeugte ebenfalls mit zwei unter Par. „Das Rough war sehr nass und sehr hoch“, resümierte der sichtlich entspannte Marcel Siem nach Runde eins der PEO 2017 auf der Pressekonferenz. Statt seines Caddies Guy war Siems Ehefrau Laura an seinem Bag. Guy konnte wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht nach Deutschland kommen und „meine Frau hat sich ziemlich aufgedrängt“ berichtete Siem schmunzelnd. Aber da Laura bereits Caddie-Erfahrungen hat und sich auch in die Materie eingearbeitet hatte, waren die beiden ein super Team. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Vom Winsener Bunkersand war Marcel Siem hingegen nicht so begeistert. „Wenn der Sand immer so ist, muss sich das ändern“ kommentierte Siem und berichtete, wie seine Bälle und die seiner Flightpartner manchmal wegen eines kleinen Granitkörnchens nicht die Putting-Spur halten konnten.

Für den zweiten Spieltag wird Siem seine Schlägerwahl umstellen. Statt des 56 Grad-Wedges kommt das Eisen drei wieder in die Golftasche, denn „Ball striking is required“ erläutert Siem; was er auch ganz gut findet, da in Green Eagle wohl nicht der beste Putter gewinnt. Man muss Länge machen und vor allem genau sein.