TaylorMade Driving Relief: McIlroy und Johnson gewinnen für den guten Zweck

Die glücklichen Sieger Dustin Johnson (links) und Rory McIlroy nach ihrem Sieg. (Foto: Mike Ehrmann/Getty Images)

Nach über zwei Monaten ohne Profigolf war es am vergangenen Wochenende wieder soweit: Golf live im Fernsehen. Zwar in einem anderen Rahmen als es normalerweise üblich ist, aber mit genauso vielen tollen Golfschlägen wie immer. Die PGA Tour, NBC und Sky Sports veranstalteten in Zusammenarbeit mit TaylorMade Driving Reliefs ein Golfmatch für den guten Zweck.

Am vergangenen Sonntag trafen vier der besten Golfer der Welt aufeinander, um für den guten Zweck zu spielen. Dabei traten sie in zwei Teams gegeneinander an, um Geld für Organisationen zu erspielen, die sich im Kampf gegen das Corona-Virus engagieren. Das erste Team bildeten der Weltranglistenerste Rory McIlroy und zwölffache PGA Tour Sieger Dustin Johnson. Das zweite Team stellte sich aus dem PLAYERS Champion von 2015 Rickie Fowler und Newcomer Matthew Wolff zusammen. Gespielt wurde auf dem Platz des Seminole Golf Clubs in Juno Beach, Florida. In dessen Nähe befindet sich auch McIlroys Wohnsitz in Amerika. Vater Gerry McIlroy ist selbst Mitglied im Seminole Golf Club.

Außergewöhnliche Zeiten

Allgemein war das Bild ein anderes, als das, was wir aus Zeiten vor Corona gewöhnt sind. Ohne Zuschauer, mit dem nötigen Mindestabstand und vor allem ohne Caddies ging es auf die Runde. Die Spieler verzichteten auf ihre großen Tourbags und gingen mit einem Tragebag auf dem Rücken über den Platz. Auch die Fahnen durften sie nicht anfassen. Vom Hände schütteln und abklatschen nach einem Birdie sahen die Spieler aufgrund der aktuellen Situation in Zeiten von Corona ebenfalls ab. Das alles ein bisschen lockerer zuging merkte man auch an den Gesprächen und Handlungen der Spieler. Dustin Johnson markierte teilweise seinen Ball mit einem Tee und Matthew Wolff und Rory McIlroy stichelten immer wieder auf lustige und nicht ernst gemeinte Art gegeneinander. Für Unterhaltung war damit sowohl menschlich als auch spielerisch gesorgt.

Ein ungewohntes Bild: Die Profis McIlroy, Johnson, Fowler und Wolff (v.l.n.r.) tragen ihre Taschen selbst. (Foto: Mike Ehrmann/Getty Images)

Für den Kampf gegen COVID-19

Bei dem Match ging es darum, so viel Geld wie möglich für den guten Zweck zu sammeln. McIlroy und Johnson hatten sich im Vorhinein dafür entschieden die American Nurses Foundation mit ihrem Gewinn zu unterstützen, während Fowler und Wolff die CDC Foundation unterstützen wollten.

Jedem der 18 Golflöcher wurde ein Geldbetrag zugewiesen. Die UnitedHealth Group und Farmers Insurance stellten für das Match über vier Millionen US-Dollar zu Verfügung. Das Team, das weniger Schläge an dem zu spielenden Loch benötigt, gewinnt das Geld für eine Organisation ihrer Wahl. Das Match wurde jedoch als Skins Game gespielt. Das bedeutet: Brauchen beide Teams gleich viele Schläge wird der Betrag mit auf das nächste Loch genommen. Die Summe vergrößert sich solange, bis ein Team ein Loch und damit das angehäufte Geld gewinnt. Zusätzlich gab es eine Prämie für den längsten Drive und einen Birdie- und Eaglepool für die Organisation Off Their Plate.

Nervenkitzel bis zum letzten Schlag

Dass das echte Spiel sich jedoch so spannend gestalten würde, wie es in echt der Fall war, hatte sicherlich keiner der Beteiligen geahnt. Ab dem sechsten Loch wurden alle Löcher ausnahmslos geteilt. So auch das finale 18. Loch. Inzwischen gibt es um 1,1 Millionen US-Dollar. Um eine Entscheidung herbeizurufen ging es für die beiden Teams zurück auf Bahn 17. Ein Nearest-to-the-Pin Wettbewerb auf dem Par 3 sollte die Entscheidung bringen. Jedoch nicht vom üblichen Abschlag aus gut 170 Metern, sondern aus nur knapp 115 Metern. Sowohl Fowler als auch Johnson verfehlten mit ihren Schlägen das Grün. Der Ball vom Wolf kam gut 4,5 Meter vom Loch entfernt zu stoppen. Als letztes ging der amtierende FedEx Cup Sieger Rory McIlroy aufs Tee. Er hatte damit alles selbst in der Hand. Sein Ball kam knapp vier Meter vom Loch entfernt zum Erliegen und damit war klar. McIlroy und Johnson gewinnen das Match.

Sehen Sie die Entscheidung hier:

Was das Match einbrachte

Rory McIlroy und Dustin Johnson erspielten insgesamt 1,85 Millionen US-Dollar für die American Nurses Foundation. Rickie Fowler sowie Mattew Wolff erspielten insgesamt 1,15 Millionen US-Dollar für die CDC Foundation. Die extra Prämie für den längsten Drive sicherte sich Matthew Wolff und auch die Birdieprämie wurde ausgezahlt, wobei Rickie Fowler dabei mit sieben Birdies der Abräumer des Tages war. Die Zuschauer vor den Bildschirmen konnten ebenfalls über eine Onlineplattform spenden. Auf diesem Weg kamen noch einmal über eine Millionen US-Dollar zusammen.
Insgesamt kamen durch das Match sowie durch Spenden von Zuschauern 5.503.959 US-Dollar für den guten Zweck zusammen. Alle Organisationen, die im Rahmen dieses Golfmatches unterstützt wurden, setzen sich im Kampf gegen COVID-19 ein und leiten Hilfsmaßnahmen gegen das Virus und die Verbreitung dessen ein.

Die nächstens Teams stehen schon in den Startlöchern

Auch diesen Sonntag spielen wieder vier Champions für den guten Zweck. Dieses Mal bestehen die Teams jedoch nicht nur aus Golfprofis auch wenn die beiden Spieler, die dabei sind, zweifelsohne die Bekanntesten ihres Landes sind. Tiger Woods und Phil Mickelson geben sich am kommenden Sonntag, dem 24. Mai 2020, die Ehre und spielen gemeinsam mit zwei American Football Legenden für den guten Zweck. Tiger Woods wird gemeinsam mit dem zweifachen Super-Bowl-Champion Peyton Manning ein Team bilden, während Phil Mickelson zusammen mit dem sechsfachen Super-Bowl-Gewinner Tom Brady an den Start geht. Gespielt wird dieses Mal im Medalist Golf Club, der nur eine halbe Autostunde nördlich vom Seminole Golf Club entfernt liegt, auf dem vergangenes Wochenende gespielt wurde.