Tiger Woods: „Meine Erwartungen haben sich geändert“

The Match: Tiger vs Phil ? Pro-Am Tournament

Tiger Woods steht unmittelbar vor seinem ersten Turnier in der neuen Saison, sieht man einmal von dem Eins-gegen-Eins mit Phil Mickelson am letzten Freitag ab. Tatsächlich wird der Champ heute bei der Hero World Challenge sein 19. Turnier im Kalenderjahr 2018 absolvieren – so viele Turniere spielte er zuletzt 2013.

Tiger hat in diesem Jahr bewiesen, dass sein ‚neuer’ Rücken auch extremen Belastungen standhalten kann. Und er hat gezeigt, er kann immer noch Turniere gewinnen, auch wenn seine Ziele heute andere sind als damals zu seinen besten Zeiten. „Ich bin nicht mehr der junge Tiger und werde es auch nie wieder sein“, gestand Woods im Vorfeld der Hero Wold Challenge auf den Bahamas. „Als ich 28 Jahre alt war, wollte ich alles gewinnen. Ich wusste, ich konnte es, denn mein Spiel und mein Körper waren in Höchstform. Heute geht es für mich mehr darum, ausgeruht und frisch in die Turniere zu gehen, denn ich weiß jetzt, ich kann immer noch gewinnen.“

„Ich brauche genug Pausen, um mich zu regenerieren“

Doch Woods, der Ende des Jahres 43 wird, bleibt realistisch. „Ich kann zwar jetzt noch mit den Jungs auf der Tour mithalten. Doch kann ich das auch noch für die nächsten zwanzig Jahre? Die Antwort lautet nein, denn das wäre unrealitisch.“

Im neuen Golfjahr will der 80-fache Turniersieger verstärkt Kräfte einsparen. Das ist wichtig, denn in den letzten neun Wochen der Saison 2017/2018 hatte sich Tiger mit sieben Turnierstarts eindeutig übernommen. „Das war zu viel, darauf war ich körperlich nicht vorbereitet. Ich brauche genug Pausen, um mich zu regenerieren, dann bin ich auch bereit Vollgas zu geben. Im Moment wägen wir immer noch ab, bei wie vielen Events ich mitspielen werde und was zu viel wäre.“

Gedrivtes Grün und Eagle für Woods bei der Hero World Challenge 2017

„Ich fühlte mich völlig ausgelaugt, mental, physisch und emotional“

Auch das Klima könnte bei Woods Entscheidungen, was die Anzahl seiner Turniere angeht, eine Rolle spielen. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt so heiße Temperaturen hatten wie letzte Saison. Wir spielten konstant bei 35 Grad und mehr. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, meine Kräfte zusammenzuhalten, zudem verliere ich eine Menge Gewicht, wenn ich viel spiele. Als ich dann beim Ryder Cup in Paris ankam, war ich erschöpft. Ich fühlte mich völlig ausgelaugt, mental, physisch und emotional.“

Im letzten Jahr kehrte Tiger bei der Hero World Challenge nach langer Verletzungspause zurück auf die PGA Tour, am Ende wurde er neunter – dank Momenten wie diesem.

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Die Temperaturen in den Bahamas, wo ab heute die Hero World Challenge über vier Runden mit insgesamt 18 Teilnehmern ausgetragen werden, sollten Tiger in die Karten spielen. Bei geschmeidigen 28 Grad lässt sich doch eine neue Saison ganz entspannt und in Ruhe angehen. Go Tiger!