Der Countdown läuft

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Die letzten Vorbereitungen für das große Finale der Staysure Tour laufen in Lemuria. Büsche werden noch einmal geschnitten und Wasserhindernisse mit neuer Farbe ausgesprüht, während die Pros bereits in ihrem Training oder der ersten Proberunde vertieft sind. Der Platz des Constance Lemuria Resorts zählt zu den abgelegensten Plätzen der Welt, da es der einzige Platz auf den Seychellen ist. Die nächste Möglichkeit Golf zu spielen wäre auf Madagaskar in Richtung Süden und Kenia in Richtung Westen. Alleine diese Tatsache macht das Ereignis auf den Seychellen zu etwas ganz Besonderem und das spürt man an jeder Ecke dieser Luxusdestination.

Bahn 1

„Wir sind sehr darauf bedacht unsere Natur zu schützen. Manchmal wundere ich mich, wenn wir am Strand leere Plastikbehältnisse für Medikamente finden. Soweit ich weiß, gibt es im Ozean keine Apotheke“, sagt Robert, der weltweit einzige Schildkröten-Manager (der Originaltitel lautet: Turtle-Manager) und festes Mitglied der Constance-Familie. „Die Schildkröten sind meine Familie und diese muss man besonders beschützen.“ Wird man von den Behörden mit einer Flosse, einer Schuppe oder nur einem GPS-Sender einer dieser Kreaturen erwischt, stehen auf den Seychellen Strafen von bis zu acht Jahren Haft aus.

Auch bei der Pflege des Golfplatzes wird sehr darauf geachtet, dass nicht zu sehr in die Natur eingegriffen wird und die Tiere nicht ihrem natürlichen Lebensraum beraubt werden. Und so schlängeln sich die Bahnen zunächst durch die flache Jungle-Ebene entlang von Palmen, viel Wasser und Felsen, die an eine in Disneyworld nachgeahmte Jurresic-Park-Welt erinnern. Das Kredo: Wer das Fairway verpasst, der wird hier nicht all zu viel Spaß haben.

Jamin Sandelin vor dem Signature Loch 15.

Auf den hinteren neun Bahnen wird es schließlich richtig abenteuerlich, das wird nicht erst deutlich, wenn man dem vierten Schild in wenigen Metern Entfernung begegnet, welches einen vor Rettungshubschraubern warnt beziehungsweise über diese Informiert. Es geht auf eine Achterbahn fahrt durch die Berge von Lemuria mit derartig atemberaubender Ausblicke, dass selbst die Pros stehen bleiben, um Fotos zu machen.“Kannst du bitte ein paar Bilder von mir machen“, meint der Schwede und ehemalige Ryder Cup Spieler von 1999 Jarmon Sandelin zu mir. „Wer hier her kommt und kein Lächeln auf den Lippen hat, mit dem stimmt wirklich etwas nicht.“ Das ist eine Aussage, der ich mir ohne zu zögern anschließen kann! Morgen werde ich gemeinsam mit Magnus P Adlevi beim Pro-Am an den Start gehen. Sicherheitshalber mit ein paar extra Bällen im Bag und hoffentlich immer noch mit einem Lächeln auf den Lippen.