Titleist T400 – Die neuen Superdistanz-Eisen

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Die Markteinführung der T400 Eisen stellt für Titleist ein Novum dar. Zum ersten Mal präsentiert der Branchenriese ein Eisenmodell, das gezielt für Golfer und Golferinnen mit langsamen und mittleren Schwunggeschwindigkeiten entwickelt wurde. Eine Hohlkörperkonstruktion macht die neuen Titleist T400 zu wahren Super-Game-Improvement-Eisen. Titleist verspricht einen hohen Ballabflug, mehr Carry-Länge und ultraleichte Spielbarkeit.

Das T400 ist das bislang fehlerverzeihendste, am leichtesten zu spielende Eisenmodell in Titleists Unternehmensgeschichte und vervollständigt die 2019 vorgestellte T-Serie (T100, T200, T300), die nun vom Tourpro bis zum High-Handicapper Golfer aller Spielstärken anspricht. Dabei gilt innerhalb der Produktfamilie: Je höher die Hausnummer, desto größer der Schlägerkopf und leichter die Spielbarkeit. Das Players-Modell T100 hat also die kompaktesten Maße und bietet die geringste Spielunterstützung, das brandneue T400 ist am größten und bietet die höchste Fehlertoleranz.

In der Vergangenheit beruhte ein guter Teil von Titleists Ruf auf seiner Anziehungskraft auf bessere Golfer. T400 ist Teil eines umfänglichen Bemühens, die Wahrnehmung von Titleist als Marke für Elite-Golfer auf Titleist als Marke für ernsthaft begeisterte Golfer aller Leistungsniveaus zu verlagern. Einen ersten Schritt in diese Richtung hatte Titleist schon im letzten Jahr mit dem Launch des ultraleichten TS1 DRIVER für Golfer mit moderaten Schwunggeschwindigkeiten vollzogen. Die Message des Herstellers lautet: Man muss kein besserer Spieler mehr sein, um Titleist zu spielen!

Titleist wäre allerdings nicht Titleist, wenn der Hersteller nicht auch bei der Eroberung des (Super-)-Game-Improvement-Segments auf Aussehen, Klang und Gefühl seiner Produkte großen Wert legte. Eisen, die plump wie massiv überdimensionierten Schaufeln daherkommen, sind für Titleist keine Option. Folgerichtig sind die T400 zwar groß, aber nicht so groß und klobig, wie man es von anderen Modellen im Super-Game-Improvement-Bereich kennt. Niemand soll vergessen, dass es noch immer ein Titleist ist, den man da in den Händen hält.


Zur Realität des Golfmarktes gehört sicherlich auch die Erkenntnis, dass alle Tour-Präsenz der Welt nichts an der Tatsache ändert, dass Game-Improvement die Kategorie ist, mit der das Geld verdient wird. Das Game-Improvement-Modell T300 ist das meistverkaufte Eisen von Titleist und auch der TS1-Driver ist ein großer Erfolg. Aus unternehmerischer Sicht ist es daher ein logischer Schritt, das Titleist-Sortiment in diese Richtung zu erweitern, um den Golfer zu erreichen, der nach noch mehr Fehlerverzeihung und Spielunterstützung sucht.

„Die Titleist T400 sind Superdistanz-Eisen. Diese Schläger wurden entwickelt, um den Ball mühelos in die Luft zu befördern und ihn so weit wie möglich fliegen zu lassen, selbst wenn der Schlag nicht perfekt ist“, sagt Josh Talge, Vizepräsident Titleist Marketing. „Es gibt unheimlich viele Golfer, insbesondere Spieler mit mittleren bis niedrigeren Schwunggeschwindigkeiten, wie zum Beispiel Senioren und Frauen, die sehr von der Leistung und leichten Spielbarkeit des T400 profitieren. Die T400 holen das Meiste aus einem Schwung heraus und bieten gleichzeitig die Spielbarkeit, das Aussehen, den Klang und das Schlaggefühl eines Titleist-Eisens, so wie es engagierte Spieler erwarten.“

Titleist T400 Schlüsseltechnologien:

Die großen hohlen Schlägerköpfe sind mit ultradünnen, L-förmigen Schlagflächen-Inserts, einer zweistufigen Sohle und bis zu 100 Gramm Wolfram pro Kopf versehen. Diese Konstruktion zielt auf einen mühelosen, hohen Ballstart und maximale Schlaglängen ab. Auch dann, wenn der Ball nicht perfekt mit der Mitte der Schlagfläche getroffen wird.

Die großen breiten Schlägerköpfe weisen eine in zwei Zonen unterteilte „Split“-Sohle für einen optimalen Ball-Boden-Kontakt auf. Das Eisen gleitet durch diese Sohlenform eher wie ein deutlich kompakteres Players-Eisen durch den Boden. Außerdem konnten die Entwickler durch dieses Design den Gewichtsschwerpunkt senken, was nicht zuletzt wegen der starken (also niedrigen Lofts) in den T400 wichtig und notwendig ist.


Die Köpfe der T400 Eisen sind hohl, und zwar im gesamten Satz. Diese Hohlkonstruktion ermöglicht ein extrem hohes Trägheitsmoment (MOI), welches die Fehlerverzeihung bei außermittig getroffenen Schlägen maximiert. Und sie schafft Raum für die Biegung der Schlagfläche, die für die Erzeugung hoher Ballgeschwindigkeiten sorgt.


Gewichtseinsätze aus Wolfram mit extrem hoher Dichte (bis zu 100 Gramm pro Schlägerkopf) erzeugen einen niedrigen Schwerpunkt und steigern durch ihre Randlagen das Trägheitsmoment und damit die Stabilität sowie die Größe des Sweetspots.

Die ultradünnen geschmiedeten SUP-10-Schlagflächeneinsätze in L-Form sorgen für explosive Ballgeschwindigkeiten. Ein progressives Satz-Design mit abgestimmten Schlägerblattlängen, Sohlenbreiten und Hosellängen erzielt eine optimale Schwerpunktposition für jedes einzelne Eisen innerhalb des Satzes.

Bei den Komponenten setzt Titleist folgerichtig auf leichte Materialien – einschließlich des Schafts und Griffs. Dies unterstützt höhere Schwunggeschwindigkeiten für mehr Länge.

Was wir über die Titleist T400 Eisen denken

Die T400 liefern genau das, was Titleist verspricht: Mühelose Länge, enorme Fehlerverzeihung und ein Ballflug, der dank des niedrigen Gewichtsschwerpunkts trotz der starken (also niedrigen) Lofts ausreichend Höhe erreicht.

Wie stark die Lofts bei den T400 sind sei hier verdeutlicht: Das Eisen 7 hat gerade mal 26° Loft, das Pitching Wedge 38°. Zum Vergleich, beim Eisen 7 der T100 – dem Players-Eisen der T-Serie – sind es 34° Loft; beim Pitching Wedge 46°. Titleist geht bei seinem ersten Super-Game-Improvement-Eisen gleich in die Vollen. Denn selbst für dieses Eisen-Segment sind solch niedrige Lofts extrem und noch unter dem Konkurrenz-Umfeld. Waren die Titleist-Ingenieure bei der Entwicklung der T400 also besonders kühn oder sind sie sogar übers Ziel hinaus geschossen?

Davon ausgehend, dass man mit Eisen auch Grüns attackiert, wäre es natürlich nicht zielführend, würde der Ball zwar schnell, aber extrem flach fliegen. Titleist sagt, man habe all das in der Entwicklung berücksichtigt. Wir waren ein wenig skeptisch, doch nun die gute Nachricht: Nach dem Testen der T400 können wir bestätigen, dass die Eisen durchaus genug Launch- (Ballabflug-) und Peak-Höhe (Gipfelhöhe des Ballflugs) erzeugen, um den Ball auf dem Grün zum Stoppen zu bringen. Das liegt zum einen an der große Menge von Wolfram in den Schlägerköpfen und dem daraus resultierenden ultratiefen Gewichtsschwerpunkt (CG). Zum anderen daran, dass der statische Loft fast nie dem dynamischen Loft entspricht; die Konstruktion der T-400-Köpfe, mit ihrem breiten, tiefen Körper in dem viel Gewicht tief und hinten sitzt, sorgt dafür, dass wenn der Schläger an den Ball kommt, tatsächlich mehr Schlagflächen-Loft an den Ball gebracht wird, als der statische Wert vermuten lässt. Für die Stopping-Power auf den Grüns ist zudem neben dem Spin auch die Steilheit des Landewinkels entscheidend. Und die passt bei den T400!

Im Test schlug ich mit dem T400 Eisen 7 im Schnitt 167 Meter carry. Mit meinem eigenen Eisen 7 (einem schlanken Tour-Cavity Modell) waren es im Schnitt 148 Meter carry. Der Spin war mit dem T400 durchschnittlich 2.000 rpm (Umdrehungen pro Minute) unter dem Wert, den ich mit meinem mit eigenen Eisen 7 erziele. Die Peak-Höhe war mit dem T400 etwas höher, der Landewinkel (Descent Angle) praktisch identisch.

Die T400 sind nicht leise, das Gefühl aber dennoch ausgezeichnet. Titleist verzichtet – anders als einige Konkurrenten – auf dämpfende Füllmaterialien in den hohlen Schlägerköpfen, um die Schlagflächenbiegsamkeit nicht zu behindern. Im Treffmoment spürt man geradezu, wie die Schlagfläche arbeitet. Große Längen fühlen sich mit den T400 unglaublich mühelos an. Auch optisch gehören die Schläger in ihrer Kategorie zu den attraktivsten am Markt; eben typisch Titleist.

Fazit: Die Titleist T400 Eisen sind absolute Spaßmacher! Das erste Super-Game-Improvemet-Eisen des Herstellers ist ein gelungenes Produkt, das die versprochenen Leistungsmerkmale auch tatsächlich liefert. Die Zielgruppe für die T400 dürfte riesig sein. Die Eisen sind nicht nur für High-Handicapper interessant. Auch versiertere Golfer und Golferinnen, die sich mehr Schlaglänge und hohe Fehlertoleranz wünschen, können mit den T400 exzellent beraten sein.

 

Spezifikationen und Preise für Titleist T400 Eisen

Schäfte und Griff: Mit den T400-Eisen werden erstklassige Schaftoptionen in Grafit und Stahl angeboten, mit denen Spieler mit moderater Schwunggeschwindigkeit ihre Performance maximieren können.
– Grafit: Mitsubishi Fubuki MV IR, 50 Gramm (Mittelhoher bis hoher Launch, mittlerer Spin; 
„MV“ steht für „Maximum Velocity“ – erzeugt durch das ultraleichte Grafit-Design)
– Stahl: True Temper AMT Red, 95-107 Gramm (Hoher Start, mittlerer Spin). 
Der True Temper AMT Red ist in den langen Eisen leichter im Gewicht für mehr Geschwindigkeit und in den kürzeren schwerer für mehr Kontrolle.
Darüber hinaus bietet Titleist eine branchenführend große Anzahl von Custom-Schäften auf Sonderbestellung an, viele davon ohne Aufpreis.
– Der 43-Gramm-Griff Golf Pride Tour Velvet 360 Lite+, wiegt neun Gramm weniger als das Standardmodell Tour Velvet 360 der T-Serie.

Umfang: Angeboten werden 9 Eisen, von Eisen 5 (20°) bis W3 (55°)

Preise:  250 € pro Eisen (mit Stahl- und Grafitschaft)
Im Handel erhältlich ab 27.3.2020.