HNA Open de France –  Previews

Alex Noren

Land
Schweden
Geburtsdatum
12.07.1982
Körpergröße
1.80 m
Körpergewicht
77 Kg
Profi seit
2005
Website

Sie kennen den Schweden Alex (Alexander) Noren nicht? Dann müssen wir das schnell ändern. Immerhin gehört er zu den besten Golfern, wohl aber zu den ruhigeren Kollegen. Alles begann im Haninge Golf Club in der Nähe von Stockholm. Der Weg zum Profi führte Noren erst an die Oklahoma State University, wo er Business Marketing studierte und gemeinsam mit seinem späteren Kollegen Hunter Mahan, einige Erfolge für die Teammannschaft einfahren konnte. Schon damals hatte Noren den Ruf eines fleißigen Golfers: Er hörte erst mit dem Training auf, wenn er mit den Blasen an seinen Händen den Schlägergriff nicht mehr halten konnte.

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Schwedische Trainingsmethoden
Wie kam der junge Noren zum Golf? Ganz einfach: In Schweden ist Golf eine Art Volkssport – ähnlich wie in den USA. Allerdings sind die Winter in diesem Land nicht so angenehm, sondern sehr kalt. Aber von klein an, ist Noren ein großer Sportler und trainierte so die Winter in einem Zelt, das ganz in der Nähe des Familienhauses stand. Hier verbrachten die Jugendlichen viel Zeit und konnten für eine lange Zeit an ihren Schwüngen feilen, ehe sie im April wieder raus auf die Range konnten. Hätte sich Noren nicht für die Golfkarriere entschieden, wäre er nach eigenen Angaben Formel 1-Fahrer geworden.

Ein tolles Comeback
Aber er wollte Golf und wagte 2005 den Sprung ins Profilager. In seinem ersten Jahr legte eine solide Rookie-Saison hin. Vier Jahre später folgte der erste European Tour-Titel, von denen er bisher insgesamt 10 feiern konnte. 2014 musste er aufgrund einer Sehnenentzündung nahezu komplett aussetzen. Nach einer Operation am Handgelenk, nach der Noren seinen Schwung komplett neu aufbauen musste, gelang ihm 2015 ein grandioses Comeback. Er konnte in dieser Saison direkt die Nordea Masters gewinnen und entschied das Jahr darauf direkt fünf Events auf der European Tour für sich.

(Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Ein stiller Geselle
2017 kam dann der erneute Sprung über den großen Teich: Noren qualifizierte sich für die PGA Tour und lieferte sich hier ein spannendes Play-off mit Jason Day bei der Farmers Insurance Open. Ganze sechs Löcher spielten die Profis, ehe am Montag der Sieger feststand. Während Jason ein Birdie spielte, landete Norens Ball im Wasser. Er musste sich geschlagen geben.

Die Teilnahme beim Ryder Cup 2018 für das europäische Team dürfte zu den Highlights der diesjährigen Saison des Schwedens gehören. Noren wird mit jeder Menge Selbstbewusstsein in die Matches starten. Immerhin konnte er auf dieser Anlage, dem Le Golf National, in diesem Jahr bereits den Titel der Open de France gewinnen.

(Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Heimatverbunden
Noren ist ein Europäer durch und durch. Mit seiner Frau Jennifer, die er 2017 heiratete, und deren gemeinsamen Tochter Iris wohnt er vorrangig in Schweden. Dabei hat die Familie auch ein Anwesen in Jupiter Florida. Aber neben der Zeit auf dem Golfplatz, möchte Noren seine Freizeit vor allem mit seiner Familie verbringen. Das ist auch der Grund, warum vor allem amerikanische Golffans den Schweden (noch) nicht so gut kennen. Immerhin belegt er den 15. Platz der aktuellen Weltrangliste und lässt Größen wie Phil Mickelson, Henrik Stenson oder Sergio Garcia momentan hinter sich.