PGA Championship – Preview Day 2

Jim Furyk (Ryder Cup-Kapitän USA 2018)

Land
USA
Geburtsdatum
12.05.1970
Körpergröße
1.88 m
Körpergewicht
84 Kg
Profi seit
1992
Website

Größte Erfolge: Seine erfolgreichste Saison spielte Furyk 2010 als er in nur einem Jahr drei Siege einfahren konnte und das FedExCup-Ranking am Ende des Jahres für sich entschied.

Jim Furyk erkennt man in der Masse – an seinem eigenwilligen Schwung. Und den hat er, obwohl er das Golfspiel schon in seiner Kindheit von seinem Vater gelernt hat – einem Pro des Uniontown Country Club in der Nähe von Pittsburgh (Pennsylvania). Mit seiner Größe zeigte er auch viel Talent beim Basketball, entschied sich aber nach seinem Studium für eine Karriere als Profigolfer. Mit Erfolg! Von 1998 bis 2003 gewann er jedes Jahr ein Turnier auf der PGA Tour. 2003 holte er sich wohl auch seinen größten Erfolg: Er gewann die US Open und konnte sich damit in die Top 10 der Welt vorschieben.

(Photo by Jamie Squire/Getty Images)

Zu seinen erfolgreichsten Jahren zählt aber sicher auch 2010. In diesem Jahr gewann er drei Turniere, darunter das Abschlussturnier der PGA Tour, die Tour Championship mit einem Preisgeld von 1,35 Millionen Dollar. Mehr Preisgeld gab es im Golf bis dahin noch nie für einen einzigen Sieg. Er krönte diesen Tag mit dem Sieg des FedExCup-Rankings, was ihm zusätzliche 10 Millionen Dollar aufs Konto brachte.

Aber nicht nur 2010 bescherte Furyk einzigartige Zahlen. Er ist einer von nur sechs Spielern der PGA-Tour, die eine 59er-Runde spielen konnten. Und nicht nur das: 2016 stellte Furyk einen neuen PGA-Rekord auf: er schaffte eine 58 – mit einem Eagle und zehn Birdies.

(Photo by Michael Cohen/Getty Images)

Dabei gehört Furyk sicher nicht zu den Longhittern auf der PGA Tour. Trotz seiner Körpergröße sorgt sein Schwung, der einer Schleife gleicht, dafür, dass er den Ball meist nicht weiter als 260 Meter aufs Fairway bringt. Mit den Eisen spielt er allerdings immer stark auf und ist mit diesen nicht nur in Annährungen extrem präzise. Sein liebstes Terrain bleibt aber wohl der Bunker: Von hier legt er sie ganz nah an den Stock und belegte mehrere Jahre den ersten Rang in dieser Statistik.

Und auch bei Ryder Cup ist Jim Furyk nicht mehr wegzudenken. Sage und schreibe neunmal hat er an dem internationalen Vergleich teilgenommen. Nur Phil Mickelson kann mehr Teilnahmen vorweisen. Insgesamt spielte er 34 Matches und holte insgesamt 12 Punkte für das amerikanische Team.

In diesem Jahr wird es wohl aber eine besonders schwierige Aufgabe für den Mann mit dem eigenwilligen Schwung: Als Kapitän soll er den ersten Auswärtssieg seit 1993 holen. Für diese Mission hat er sich mit Tiger Woods und Steve Stricker bereits starke Vice-Captains ins Team geholt. Können sie der Welt zeigen, dass die Amerikaner keine Einzelkämpfer mehr sind, sondern als Team den Sieg holen können, so wie zuletzt 2016?